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Norbert Krings

Norbert Krings

Sergej Lepke

Norbert Krings

Friedhelm Funkel macht das sicherlich richtig. Öffentlich bewahrt er die Ruhe, nimmt seine Spieler sogar in Schutz nach einem insgesamt enttäuschenden Spiel. Nur drei Möglichkeiten in 90 Minuten sind allerdings gegen einen Gegner eines solchen Kalibers viel zu wenig. Fehler und Ungenauigkeiten in dieser hohen Zahl wird sich der Cheftrainer der Fortuna nicht gefallen lassen.

Hektik und Draufschlagen helfen nicht, der erfahrene Trainer muss einen Weg finden, das Selbstvertrauen wieder zu steigern, um den Aktionen seiner Spieler Sicherheit zu geben. Andererseits wird es Funkel auch nicht versäumen, die „Buisness-as-usual-Mentalität“ einiger Spieler anzuprangern. Die angekündigte „harte Arbeit“ und das „Klartext reden“ sollte den Profis klar machen, dass ein weiteres Abrutschen in der Zweitliga-Tabelle keine Option sein kann. Und auch die Fans wollen mehr sehen, als Alibifußball ohne Emotionen.

Auf eine System-Diskussion lässt sich der Trainer verständlicherweise nicht ein. Aber der Eindruck, dass Fortuna mit zwei Stürmern besser funktioniert, drängt sich auch nach den zweiten 45 Minuten in Fürth auf. Fakt ist; Erneut konnte ein Moment der Unaufmerksamkeit oder vielleicht auch des Pechs nicht wieder gut gemacht werden.

Dass sich jetzt ausgerechnet noch Adam Bodzek so verletzt hat, dass er länger auszufallen droht, fügt sich ins derzeitige Bild. Es passt wenig zusammen. Wenn jetzt die Fortuna noch im Jugendstil mit Begeisterung untergehen würde, wäre das ja alles noch halbwegs ertragbar. Aber langsam erinneren die Vorstellungen der Mannschaft an die schlechten Zeiten der vergangenen Saison. Deshalb zählt nun nichts so sehr wie ein Erfolgserlebnis.

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