Fortuna spielt gegen Aachen 0:0. Fast 30.000 Zuschauer sehen das Derby in der Arena.

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Andreas Lambertz (l.) und Seji Olajengbesi aus Aachen kämpfen um den Ball.

Andreas Lambertz (l.) und Seji Olajengbesi aus Aachen kämpfen um den Ball.

dpa

Andreas Lambertz (l.) und Seji Olajengbesi aus Aachen kämpfen um den Ball.

Düsseldorf. Die Spannung im Stadion war am Montag von Anfang an greifbar. Und es blieb bis zum Abpfiff auch ein dramatisches Spiel - obwohl die großen Chancen und die Tore letztlich fehlten.

Die Fortuna hat mit dem 0:0 gegen Aachen gezeigt, dass sie nach der Niederlage in Duisburg auch gegen die so genannten "Großen" der 2. Fußball-Bundesliga punkten kann.

Doch es war ein hartes Stück Arbeit. Leichter fiel es dagegen schon den Aachener Fans, aus der Sitz- eine Stehplatz-Tribüne machten. Rund 60 Sitzplätze samt Verankerung landeten zwischen Zaun und Werbebande.

Natürlich stand Michael Ratajczak im Tor der Fortuna. Die leichte Grippe hatte ihn - wie Trainer Norbert Meier angekündigt hatte - nicht gehindert, aufzulaufen. Eine Veränderung gab es dennoch. Sein gewohntes gelbes Torwart-Trikot blieb im Koffer, weil die Aachener traditionsgemäß in gelb-schwarz aufliefen.

Das hinderte Kapitän "Lumpi" Lambertz aber nicht daran, mit grell gelben Schuhen aufzulaufen. Personell gab im Team der Fortuna zwei Umstellungen gegenüber der Aufstellung beim 4:1-Sieg in Ahlen. Hamza Cakir saß auf der Bank, "Bamba" Anderson verteidigte für ihn gegen Benjamin Auer, den gefährlichsten Stürmer der Gäste.

Fortuna Düsseldorf - Alemannia Aachen 0:0

Fortuna Düsseldorf: Ratajczak - Weber, Langeneke, Anderson, van den Bergh - Fink, Lambertz (90. Christ), Costa, Caillas (70. Hergesell) - Jovanovic, Harnik (70. Bulyin)

Alemannia Aachen: Stuckmann - Achenbach, Olejangbesi, Herzig, Demai (64. Kratz) - Müller, Fiel, Junglas, Gueye - Auer, Oussale (82. Milchraum)

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 29 385

Tore: -

Gelbe Karten: Costa, Langeneke, Fink / Junglas, Demai, Olejangbesi

5.Minute: Lambertz verzieht einen Fernschuss etwas.

18.: Costa köpft aus sechs Metern frei Stuckmann an.

40.: Oussale und Müller behindern sich gegenseitig in aussichtsreicher Position.

40.: Langeneke verstolpert, Oussale schießt daneben.

45.: Jovanovic schießt nach Lambertz-Vorabreit übers Tor.

57.: Fink-Freistoß wird von Stuckmann gehalten.

59.: Jovanovic kommt im Strafraum zu Fall, kein Elfmeter.

66.: Jovanovic verpasst knapp im Fünfmeterraum.

72.: Gueye-Schuss wird von Ratajczak abgewehrt.

75.: Jovanovic rutscht bei Überzahl-Angriff am Ball vorbei.

Und statt Fabian Hergesell, der später kam, verteidigte wieder Johannes van den Bergh, für den Olivier Caillas den Offensivpart auf der linken Seite übernahm.

Marco Christ saß immerhin schon wieder auf der Bank und seine Hoffnung, eingewechselt zu werden, erfüllte sich erst in der 89. Minute.

Doch vorher kam Dimitri Bulykin zu seinem Einsatz, denn Martin Hanik hatte sich aufgerieben gegen die kompromisslose Abwehr der Aachener.

In der zweiten Hälfte baute das Meier-Team mehr Druck auf

Spiele in der 2. Liga haben eine ganz andere Intensität als eine Liga tiefer. In der ersten Hälfte hatten die Fortunen kaum zu ihrem Spiel gefunden und profitierten in der in der letzten halben Stunde des Spiels aber davon, dass die Gäste nach dem Pokalspiel gegen Frankfurt mit Ausdauerproblemen zu kämpfen hatte.

Endlich konnte die Fortuna mehr Druck aufbauen und kam zu mehr Angriffen über die Flügel. Die ganz großen Chancen ergaben sich aber trotzdem nicht. Den Elfmeter, den viele Fans nach einem Foul an Jovanovic (59.) forderten, gab Schiedsrichter Schmidt wohl zurecht nicht.

Alles lief auf ein torloses Unentschieden heraus, weil beide Abwehrreihen keine Fehler machten und die Stürmer zu selten zum Abschluss kamen. Nur kämpferisch dagegen war es ein Spiel auf hohem Niveau. Ausgepumpt ließen sich die Fortunen auch für den einen Punkt von ihren Fans zurecht feiern.

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