Ein Nachfolger für Esprit ist gefunden. Der Arena-Aufsichtsrat hat am Freitag den Vertrag mit der Gauselmann-Gruppe zugestimmt, der neue Partner "Merkur" zahlt deutlich mehr Geld.

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Ab dem 3. August wird das Düsseldorfer Stadion Merkur Spielarena heißen.

Ab dem 3. August wird das Düsseldorfer Stadion Merkur Spielarena heißen.

Montage dpa/klxm

Ab dem 3. August wird das Düsseldorfer Stadion Merkur Spielarena heißen.

Düsseldorf. Düsseldorf steigt noch einmal auf. Mindestens 2,75, im besten Fall 3,75 Millionen Euro erhält die Stadt für das Sponsoring der Arena und weiterer Vereine sowie Institutionen der Sportstadt. Nach Informationen unserer Redaktion hat der Aufsichtsrat der Arena am Freitag einem entsprechenden Vertrag mit der Gauselmann-Gruppe zugestimmt. Danach wird das Düsseldorfer Stadion ab dem 3. August Merkur Spielarena heißen. Die Vereinbarung gilt mindestens bis 2024, maximal für zehn Jahre. Mit dem neuen Vertrag endet die Dauerdiskussion um Esprit. Der bisherige Namensponsor der Arena will seit Jahren sein Engagement beenden. Doch bisher scheiterte dies erst juristisch und dann an der Suche nach einem vorzeitigen Nachfolger, in die sogar darauf spezialisierte Agenturen eingebunden wurden.

Der neue Partner ist ein Unternehmen mit Milliarden-Umsatz, das Spielotheken betreibt, im Sportwetten-Geschäft (unter anderem Xtip) tätig ist sowie bei Internet-Spielen und dazugehörigen Finanzdienstleistungen. Die Gauselmann-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 10 000 Mitarbeiter, knapp die Hälfte davon im Ausland. Das Unternehmen ist mit seinen Marken bereits an vielen Stellen als Sponsor aktiv, etwa bei den Fußball-Klubs in Wolfsburg, Heidenheim, Bielefeld, Duisburg und Essen oder beim Handball-Team TuS N-Lübbecke. Auch der frühere Tennisprofi Tommy Haas hatte einen Vertrag mit der Gruppe. Für Düsseldorf bedeutet der Abschluss deutlich höhere Einnahmen. Esprit hat 900 000 Euro jährlich überwiesen. Gemessen an den neuen Zahlen befindet sich die NRW-Landeshauptstadt auf dem Niveau von Eintracht Frankfurt (Commerzbank-Arena) und dem 1. FC Köln (Rhein-Energie-Stadion).

Höhe und Dauer der Zahlungen hängen nun auch davon ab, in welcher Liga Fortuna spielt und ob Deutschland den Zuschlag für die Fußball-Europameisterschaft 2024 erhält und Düsseldorf damit Spielort wird. Entscheidend für den Vertrag soll dem Vernehmen nach gewesen sein, dass das Sponsoring über die Arena hinausgeht. Gut eine halbe Millionen Euro der genannten Summen fließt in die Sportstadt. Teil des Pakets sollen Trikot-Sponsoring bei der DEG und das Düsseldorfer Olympia-Team für Tokio sein. Außerdem erhalten die Handballer der Rhein-Vikings, die Footballer der Panther, die Hockeyspielerinnen des DHC und der hiesige Beachvolleyball Geld durch den Vertrag. Und auch für den Mädchen- und Frauen-Fußball sollen 50 000 Euro bereitgestellt werden.

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