Norbert Krings
Norbert Krings

Norbert Krings

Sergej Lepke

Norbert Krings

Kompliment an Trainer und Mannschaft. Der Auftritt in St. Pauli war kein spielerisches Glanzstück, der Sieg kein Ergebnis von überragendem Können. Aber es war im richtigen Moment die passende Antwort auf aufkommende Kritik, die nach dem Dresden-Spiel nicht angebracht war. Da konnte man keine normalen Beurteilungskriterien anlegen, weil damals die halbe Mannschaft fehlte. Der Sieg tut gut, gibt im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben gegen Hannover, in Würzburg und Nürnberg die Sicherheit, ein beruhigendes Punktepolster zu haben und nicht unter Druck zu stehen und auf jeden Punkt angewiesen zu sein.

Zudem wächst das Selbstbewusstsein, und das Trainerteam ist jederzeit in der Lage, aufkommende Überheblichkeit im Keim zu unterbinden. Zudem hat Funkel in Hamburg beweisen, dass nicht alles in jedem Spiel nach Schema „F“ ablaufen muss. Die Umstellungen und taktischen Änderungen fruchteten, die Rückkehr von Kapitän Oliver Fink tat ein Übriges, um der Mannschaft die erforderliche Sicherheit zu gebe. Nicht auszudenken, wenn jetzt auch endlich mal die Konter erfolgreich genutzt würden. Dann könnten sich auch die Fans das Zittern in der Schlussphase wie in Berlin und Hamburg ersparen.

Aber das ist Klagen auf sehr hohem Niveau. Denn kaum jemand – der Trainer eingeschlossen – hatte zu Saisonbeginn damit gerechnet, dass sich die Mannschaft nicht nur so gut, sondern auch mit so vielen Punkten im oberen Drittel der Tabelle festsetzen würde. Es läuft, und falls auch das Umfeld weiter so ruhig und bescheiden bleibt, könnte der Weg tatsächlich schneller als erwartet zum Ziel führen.

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