Hamza Cakir war in Paderborn noch nicht einmal im Kader.

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Im Trainingslager an der spanischen Atlantikküste war Hamza Cakir mit großer Begeisterung bei der Sache.

Im Trainingslager an der spanischen Atlantikküste war Hamza Cakir mit großer Begeisterung bei der Sache.

Wolff

Im Trainingslager an der spanischen Atlantikküste war Hamza Cakir mit großer Begeisterung bei der Sache.

Düsseldorf. Er hat keine goldenen Löffel gestohlen oder dem Trainer einen peinlichen Beinschuss verpasst. Aber Hamza Cakir ist im Moment trotzdem außen vor, die 2. Fußball-Bundesliga muss ohne ihn auskommen. Der Verteidiger von Fortuna Düsseldorf weiß wohl selber nicht so ganz genau, warum ihn Trainer Norbert Meier weder für den Wintercup nominierte noch in den Kader für das erste Spiel der Rückrunde in Paderborn aufnahm.

"Es ist keine Disziplinarmaßnahme", sagt Meier. "Er ist einfach nicht dabei." Er muss wohl im Training nicht zufrieden mit dem 24-jährigen Deutsch-Türken gewesen sein. Seinen Spieler öffentlich kritisieren, würde Meier allerdings auch nicht.

Am Anfang der Saison hat Cakir gespielt. Zunächst an der Seite des Brasilianers "Bamba" Anderson, dann als der eigentliche Abwehrchef Jens Langeneke wieder fit war, für den zwischenzeitlich verletzten Anderson oder auch mal als linker Verteidiger, weil auf dieser Position nach diversen Verletzungen Bedarf bestand.Cakir machte auch dort keine Fehler. Doch an Anderson und Langeneke kommt Cakir nicht vorbei.

Doch plötzlich ist er in der Verteidiger-Rangliste sogar nur noch die Nummer fünf. Denn während er keinen Platz im Kader fand, durften Kozo Yuki und Kai Schwertfeger in Paderborn auf der Ersatzbank auf ihre Chance hoffen. "Es ist leider ein schlechter Zeitpunkt, jetzt nicht zu spielen", sagte Cakir ganz ohne Eifersucht auf die Kollegen. Bis zum Ende des Trainingslagers war der Verein noch nicht auf Cakir zugegangen. "Ich hoffe, sie wissen, was sie an mir haben", sagte der Abwehrspieler, der aus der Jugend der Fortuna stammt.

Seit fünf Jahren ist Cakir aus der Mannschaft der Fortuna nicht mehr wegzudenken und im Gegensatz zu seinem alten Kumpel Ahmet Cebe hat der 24-Jährige keine Ambitionen, etwa in die Türkei zu gehen, um dort sein Glück zu suchen. Die Qualitäten hätte er sicherlich.

Am Ende dieser Saison läuft der Vertrag von Hamza Cakir aus. Der beidfüßige Innenverteidiger, der am 2. Oktober 2004 in der ersten Mannschaft der Fortuna debütierte und dessen Marktwert bei 500000 Euro liegen soll, würde gerne bei der Fortuna bleiben.

Die Stürmer der 2. Liga seien zwar cleverer und schneller als in der dritten Liga, aber richtig schlecht ausgesehen hätte er in der 2. Liga noch nicht. Hamza Cakir hofft deshalb bald wieder eine Chance zu bekommen: "Und ich werde sie auch nutzen."

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