Direkt nach einem Platzverweis für den Gegner kassiert das Aksoy-Team das Tor zum entscheidenden 1:2.

Regionalliga
Anderson Lucoqui (r.) war noch der beste von den Spielern aus dem Profikader der Fortuna.

Anderson Lucoqui (r.) war noch der beste von den Spielern aus dem Profikader der Fortuna.

Christof Wolff

Anderson Lucoqui (r.) war noch der beste von den Spielern aus dem Profikader der Fortuna.

Düsseldorf. Zuerst schien es so, als wäre Taskin Aksoy stinksauer auf seine Mannschaft. Der Trainer der U 23 von Fortuna Düsseldorf hatte mit seinem Co-Trainer Jens Langeneke seine Mannschaft nach den 90 regulären Minuten und viermal 60 Sekunden Zugabe durch den Schiedsrichter ganz schnell und mit harschen Worten in die Kabine am Flinger Broich gescheucht und offensichtlich dort auch etwas Frust abgelassen. Die 1:2 (0:1)-Niederlage gegen die U 23 des 1. FC Köln war so unnötig wie ein Pelzmantel bei 40 Grad Celsius. So viele heiße Torszenen und nur einen Treffer hatten die 300 Zuschauer für den Gastgeber gesehen. Chancen hatte der Fußball-Regionalligist in diesem Derby vor allem nach dem Wechsel mehr als reichlich.

„Eigentlich kann ich der Mannschaft im Gegensatz zur Partie gegen Verl keine großen Vorwürfe machen“, sagte Aksoy. „Heute haben wir in der zweiten Hälfte gut nach vorne gespielt, hätten nur viel früher den Abschluss suchen müssen. Das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison.“

Das ganze Dilemma wurde beim Ausgleich sichtbar, als ein Fortune nach dem anderen die Verantwortung weitergab. Erst als die Situation von den Kölner bereits entschärft schien, traf doch noch Kianz Froese zum 1:1 ins Kölner Netz, das von Sven Müller ansonsten vorzüglich gehütet wurde.

Das konnte man uneingeschränkt von Justin vom Steeg auf der anderen Seite nicht unbedingt sagen. Beim erneuten Führungstreffer der Kölner, die das 1:0 in der 25 Minute vorgelegt hatten, sah Fortunas Amerikaner im Tor nicht gut aus. Ein Freistoß flog in den Strafraum, vom Steeg blieb auf der Linie kleben und kassierte den entscheidenden Treffer durch Nico Perrey.

Lucoqui: Wir müssen Abstimmung und Kommunikation verbessern

„Das war schon sehr bitter“, sagte Aksoy. „Gerade hatten wir nach dem 1:1 und der Roten Karte (für Spucken/Anm. der Red.) für den Kölner Hartl das Momentum auf unserer Seite, da kassieren wir sofort das 1:2.“ Doch auch danach war noch genügend Zeit, und die Gastgeber hatten noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, die sie alle mehr oder weniger kompliziert nutzen wollten, aber an ihrem Unvermögen an diesem Tag scheiterten.

„Das Spiel dürfen wir nicht verlieren“, sagte Anderson Lucoqui. „Ich glaube, die Abstimmung und Kommunikation ist noch nicht perfekt. Aber wir stecken das weg, obwohl es noch sehr schwer wird.“

Fortuna U 23: Vom Steeg - Lippold, Goralski, Weiler, Lucoqui - Duman, Kinjo (85. Lohmar) - Berauer, Ritter, Froese - Hashimoto; Schiedsrichter: Waschitzki (Essen); Zuschauer: 300; Tore: 0:1 (25.) Michael Klauß, 1:1 (74.) Froese, 1:2 (79.) Nico Perrey; Rote Karte: Hartl

© WhatsBroadcast

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