Ist die sportliche Krise überwunden? In Fürth muss die Mannschaft das bestätigen. Auch der Zuschauer-Rückgang und die Suche nach einem Hauptsponsor werden diskutiert.

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Die Mannschaft wird sich für die kommende Saison ebenso verändern wie der Schriftzug auf den Trikots der Profis von Fortuna Düsseldorf.

Die Mannschaft wird sich für die kommende Saison ebenso verändern wie der Schriftzug auf den Trikots der Profis von Fortuna Düsseldorf.

Wolff

Die Mannschaft wird sich für die kommende Saison ebenso verändern wie der Schriftzug auf den Trikots der Profis von Fortuna Düsseldorf.

Düsseldorf. Es war am Montag beim Training schon eine besondere und seltene Situation. Alle Spieler waren dabei, alle wären für das kommende Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth am Samstag auch einsatzbereit. So sind Verletzungen oder Sperren derzeit keine Themen für die Fortuna. Was bewegt aber derzeit Verein und Fans?

Sportliche Krise

Friedhelm Funkel hat es nach dem Spiel gegen Kaiserslautern (1:1) noch einmal betont. „Wer das Spiel und die Leistung der Mannschaft gesehen hat, weiß, dass von einer Krise keine Rede sein kann.“ Von der spielerischen Leistung mag das stimmen. Denn das, was die Fortuna am Freitag geboten hat, erinnerte an die guten Zeiten der Hinrunde. Und es scheint kaum vorstellbar, dass Fortuna noch einmal in den Abstiegskampf verwickelt werden könnte. Doch das Ergebnis entsprach nicht der Leistung und auch die Vereine am Ende der Tabelle haben größtenteils an diesem Spieltag aufgeholt. Zudem machen die Fortunen immer noch zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Der eine Treffer von Marcel Sobottka macht aus der Torflaute noch kein Schützenfest. Aber immerhin ist ein Anfang gemacht.

Zuschauer-Rückgang

Noch liegt der Düsseldorfer Zweitligist halbwegs innerhalb der kalkulierten Zahlen. Doch der angepeilte Zuschauerschnitt von 26000 ist in ernsthafter Gefahr. Wenn selbst gegen einen Gegner wie Kaiserslautern, der eine vierstellige Zahl von Anhängern mitgebracht hatte, noch nicht einmal 22000 Zuschauer in die Arena kommen, wird es eng, das Ziel zu erreichen. Im Mittelfeld mitzuschwimmen, scheint einige Fortuna-Sympathisanten nicht zu motivieren, ins Stadion zu kommen. Das wäre anders, wenn es um den Aufstieg gehen und hoffentlich auch, wenn die Mannschaft um den Klassenerhalt kämpfen würde. Die schrittweise Entwicklung wollen offensichtlich zu wenige Fans miterleben.

Ungeklärte Vertragssituationen

Viele Verträge laufen zum Ende der Saison aus, und mehrere von den ausgeliehenen Spielern werden wohl zu ihren Stamm-Vereinen zurückkehren. „Wir sind in Gesprächen mit den Spielern“, versicherte Robert Schäfer. Unter anderem will die Fortuna Spieler wie Adam Bodzek und Julian Schauerte natürlich halten. Mit dem Vizekapitän hat bislang nur ein Gespräch auf Malta stattgefunden. Schauerte würde gerne bleiben. „Jeder weiß, dass ich mich bei Fortuna sehr wohl fühle“, sagte der Verteidiger, der bislang offensichtlich noch kein konkretes Angebot erhalten hat. Intensiviert werden die Gespräche sicherlich erst, wenn sich abzeichnet, dass in Sachen Klassenerhalt wirklich alles in trockenen Tüchern ist.

Die Suche nach einem neuen Hauptsponsor

Dass es derzeit eine „verzweifelte Suche“ nach einem Haupt/Trikotsponsor gibt, kann Vorstands-Chef Robert Schäfer so nicht bestätigen. „Wir sind längst in Gesprächen mit Nachfolgern von Otelo als Trikotsponsor“, sagte Schäfer. „Außerdem muss ich dazu noch sagen, dass es heute nicht selbstverständlich ist, fünf Jahre hintereinander mit einem Trikotsponsor zusammenarbeiten zu können.“ Es sei noch früh, erst im Sommer stehe ja der Wechsel an. Und Schäfer versicherte: „Keine Sorge: Wir werden nicht mit einem Trikot ohne Schriftzug auflaufen. Auch die Suche nach einem neuen Ausrüster hat ja funktioniert.“

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