Zum Trainingsauftakt herrscht beim Aufsteiger blendende Laune. Drei neue Spieler und ein Testkandidat mischen munter mit.

Nicht nur die Sonne lachte über der Arena-Halle. Auch die Spieler hatten Zeit für ein Späßchen – wie hier Jens Langeneke vor Robert Palikuca.
Nicht nur die Sonne lachte über der Arena-Halle. Auch die Spieler hatten Zeit für ein Späßchen – wie hier Jens Langeneke vor Robert Palikuca.

Nicht nur die Sonne lachte über der Arena-Halle. Auch die Spieler hatten Zeit für ein Späßchen – wie hier Jens Langeneke vor Robert Palikuca.

Wolff

Nicht nur die Sonne lachte über der Arena-Halle. Auch die Spieler hatten Zeit für ein Späßchen – wie hier Jens Langeneke vor Robert Palikuca.

Düsseldorf. Die Laune von Peter Frymuth war prächtig: "Die Sonne scheint über Fußball-Düsseldorf", sagte Fortunas Vorstandssprecher und freute sich vor allem "über die vielen bekannten Spielergesichter". Immerhin ist dem Zweitligisten ein Großteil der Spieler treu geblieben. Um die zu sehen, musste Frymuth zum Trainingsauftakt des Aufsteigers am Mittwoch allerdings in die Leichtathletikhalle an der Arena gehen - die Nebenkampfbahn wurde von den Fußballern der Düsseldorfer Grundschulen belegt, die dort um den "Jan-Wellem-Pokal" spielten.

Fortuna-Trainer Norbert Meier bat seine Spieler also zum Lakttattest, um den Fitnessstand zu überprüfen, kurzfristig unters Hallendach. Das mag den Akteuren angesichts des sonnigen und warmen Wetters nur recht gewesen sein. Den bekannten, die Frymuth meinte, ebenso wie den bisher unbekannten. Neben den Zugängen Johannes van den Bergh (Borussia Mönchengladbach) und Oliver Fink (SpVgg Unterhaching) waren auch Christian Weber, dessen Verpflichtung noch nicht ganz klar ist, und ein russischer Stürmer mit belgischem Pass zugegegen: Jener Dimitri Iakovlevski hatte bereits für Hellas Verona in der zweiten italienischen Liga gespielt. Sein Vertrag in Apeldoorn war jetzt ausgelaufen. "Mein Manager kannte die Fortuna, jetzt bleibe ich eine Woche hier und versuche mich für einen Vertrag zu empfehlen", sagte der 21-Jährige Stürmer, der allerdings nur ein Spiel für Apeldoorn in der zweiten niederländischen Liga absolviert hat.

"Wir wollen schnell Punkte, um nicht sofort gegen den Abstieg zu spielen"

Obwohl bislang noch nicht alle seine (Spieler-)Wünsche erfüllt wurden, sieht Fortunas Trainer positiv in die Zukunft. "Konkurrenzfähig sind wir, aber wir wollen uns weiter gezielt verstärken." Vor allem im Sturm fehle es noch. Das oberste Gebot sei aber die Klasse zu halten, sagte Meier, der sich darüber freute, dass sich mit rund 250Anhängern mehr als doppelt so viele Fans wie im Vorjahr den Weg zum Trainingsauftakt gefunden hatten. Die Spieler mussten für die kleinen Kicker unzählige Autogramme geben, hatten aber wohl auf einen noch größeren Andrang gehofft.

In Sachen 2. Liga will niemand große Töne spucken. "Wir sind zwar sehr zuversichtlich. Dennoch wollen wir schnell möglichst viele Punkte holen, um nicht von Anfang an gegen den Abstieg zu spielen", sagte der Zweitliga erfahrene Mittelfeldspieler Stephan Sieger. Vielleicht scheint dann ja bis zum Ende der Saison für Fortuna die Sonne.

Denn es gibt noch mehr Erfreuliches. Am Freitag wird ein neuer Premium-Sponsor vorgestellt, und drei weitere Testspiele wurden festgemacht: Fortuna spielt gegen Arnheim, den Wuppertaler SV und Preußen Münster. Termine sind bislang offen.

Böse Stimmen behaupteten Torwart Michael Melka wolle sich um den Laktattest drücken. Doch die Knöchelverletzung ist schlimmer als lange angenommen wurde. Im Spiel gegen Dynamo Dresden (2. Mai/1:0) hatte sich der "Lange", wie er von Trainer Norbert Meier liebevoll genannt wird, verletzt. "Wir müssen vorsichtig sein und die genaueren Untersuchungs-Ergebnis abwarten", sagte Meier. "Und wir dürfen nicht blauäugig sein und uns im Notfall noch um Ersatz zu bemühen."

Nach den Verletzungsproblemen von Michael Melka erscheint die Tatsache, dass Michael Ratajczak sich trotz Angebote und weiterer Optionen für einen Verbleib in Düsseldorf entscheiden hat, als noch wichtiger für den Verein. "Ich war sehr erleichtert, dass er geblieben ist", erklärt Torwarttrainer Michael Stahl, der von den Fähigkeiten von "Fortunas 1b absolut überzeugt" ist. "Dennoch hoffe ich auch, dass Michael Melka schnell wieder fit ist", sagte Stahl.

Ein gebranntes Kind, was Verletzungen zum Saisonstart angeht, ist auch Fortunas erster Zugang Oliver Fink. "Erst mal möchte ich eine verletzungsfreie Vorbereitung hinter mich bringen", sagte der neue Mann aus Unterhaching. Norbert Meier sieht in dem 84-fachen Zweitligaspieler einen Spieler mit Erfahrung, den man nicht nur im rechten Mittelfeld einsetzen kann.

Auch bei Johannes van den Bergh fehlt noch eine Unterschrift unter dem Auflösungsvertrag mit Borussia Mönchengladbach. Für Norbert Meier ist das nur Formsache im Hinblick auf einen "sehr entwicklungsfähigen, jungen Spieler." Van den Bergh, der trotz des nahen Wohnortes das erste Mal in (an) der Arena war, sagte zum Laktattest: "Das ist nicht das Angenehmste, aber es gehört dazu."

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