Heinrich Schmidtgal (v.r.) versucht nach überstandenem Syndesmosebandriss in La Manga wieder richtig fit zu werden.
Heinrich Schmidtgal (v.r.) versucht nach überstandenem Syndesmosebandriss in La Manga wieder richtig fit zu werden.

Heinrich Schmidtgal (v.r.) versucht nach überstandenem Syndesmosebandriss in La Manga wieder richtig fit zu werden.

Auch Adam Bodzek qäulte sich lange mit einem Syndesmosebandriss, konnte im Testspiel gegen Lima aber schon wieder gegen den Ball treten.

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Heinrich Schmidtgal (v.r.) versucht nach überstandenem Syndesmosebandriss in La Manga wieder richtig fit zu werden.

La Manga. Das Fußballerleben ist ein leichtes. Wenn man ein intaktes Syndesmoseband hat. Wie es ist, wenn dieses unscheinbare aber so verdammt wichtige Band, das knapp über dem Sprunggelenk Schien- und Wadenbein zusammenhält, kaputt ist, mussten in den vergangenen Monaten Adam Bodzek und Heinrich Schmidtgal erfahren. „Das Trainingslager war mein Ziel um wieder einzusteigen“, sagen die beiden unisono. Das haben die beiden Defensivspieler von Fortuna Düsseldorf geschafft.

Während Schmidtgal zumindest wieder voll im Mannschaftstraining ist, konnte Bodzek im Test gegen Lima schon eine knappe Stunde mitwirken. „Das fühlt sich an wie ein Neuanfang. Ich will das Jahr 2013 einfach vergessen machen“, sagt der 28-Jährige. Denn auch vor seiner Verletzung lief es nicht rund für den Polen. In den vergangenen drei Monaten musste er dann auch noch mit ansehen, wie die Mannschaftskameraden sich in die Krise spielten. „Das tat weh. Wir haben einfach als Mannschaft nicht gut funktioniert.“ Ein Defizit sei es unter anderem gewesen, dass die einzelnen Mannschaftsteile in der Defensive nicht gut zusammengearbeitet hätten. „Wir haben es nicht geschafft wirklich kompakt zu stehen“, sagt Bodzek, der sich die Abende im Mannschaftshotel gerne mit dem RTL-Dschungelcamp vertreibt. Die Defensive, das betont Trainer Köstner immer wieder, ist eine große Baustelle bei der Fortuna. Zu viele einfache Gegegntore habe man bekommen, zu durchsichtig und schwerfällig sei die Spieleröffnung gewesen. In Bodzek hat der neue Trainer eine Variante mehr für die Abteilung Abwehr. Denn Bodzek kam zuletzt zwar meist auf der Sechserposition zum Einsatz, könnte aber auch Innenverteidiger spielen. „Ich mache mir keine großen Gedanken, wo der Trainer mich einplant.“ Dass Köstner mit dem kompromisslosen Zweikämpfer plant, steht aber außer Frage. „Bodzek ist ein positiver Drecksack. Er kann die Mannschaft führen“, sagt der 61-Jährige kürzlich in einem Interview.

Helfen will endlich auch Heinrich Schmidtgal wieder. Der quirlige Linksaußen stieg Mitte der Woche ins Mannschaftstraining ein, und fühlte sich wie ein kleiner Junge unter dem Weihnachtsbaum: „Ich war vor 2013 kaum verletzt, und in dieser Saison kommt alles zusammen. Wir haben den schönsten Beruf der Welt, da zieht dich eine solche Verletzung runter.“ Umso glücklicher ist der kasachische Nationalspieler, endlich wieder dabei zu sein. In den zwölf Wochen Reha und Aufbautraining musste er sich von Erfolgsmomentchen zu Erfolgsmomentchen hangeln. „Als die Schraube endlich rauskam, als ich zum ersten mal wieder laufen konnte.“ Das er mit nur vier gespielten Halbzeiten der bislang einzig ungeschlagene Fortune in dieser Saison ist, ringt dem 28-Jährigen nur ein müdes Lächeln ab, auch wenn er damals seine Klasse schon aufblitzen ließ: „So einfach kann man sich das auch nicht machen.“

Bodzek und Schmidtgal wirken in dieser Winterpause wie zwei Neuzugänge - zumal Fortuna auch keinen neuen Spieler mehr verpflichten will. Die Rückkehr der Syndesmose-Bande - sie macht den Düsseldorfern Hoffnung.

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