Erstmals seit fünf Jahren ist die Fortuna in drei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen ohne Gegentor geblieben.

FUSSBALL
Raphael Wolf und die Fortuna-Abwehr waren zuletzt für ihre Gegner nicht zu überwinden. Archiv

Raphael Wolf und die Fortuna-Abwehr waren zuletzt für ihre Gegner nicht zu überwinden. Archiv

Christof Wolff

Raphael Wolf und die Fortuna-Abwehr waren zuletzt für ihre Gegner nicht zu überwinden. Archiv

Düsseldorf. Ein verletzungsbedingter Wechsel auf der Torhüter-Position und stetige Variation zwischen Dreier- und Viererkette mit wechselndem Personal – was bei den meisten Vereinen mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine wackelige Abwehr sorgen würde und zudem ein Ansatzpunkt für Kritik am Trainer wäre, ist bei Fortuna Düsseldorf kein Problem. Drei Spiele in Folge hat der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga zuletzt zu Null gespielt. Verteidigen müssen im modernen Fußball alle elf die auf dem Platz stehen, doch am meisten dazu tragen einige bei, über die trotz des beachtlichen Verlaufs dieser Hinrunde seltener gesprochen wird.

„Außer den beiden Standards haben wir aus dem Spiel nicht so viel zugelassen, wenn man mal von der letzten Situation absieht“, sagte Niko Gießelmann nach dem 0:0 in Bochum am vergangenen Montagabend. Und selbst wenn die Fortuna zuletzt mal etwas zuließ, dann rettete Torhüter Raphael Wolf oder wie beim am Ende leistungsgerechten Unentschieden an der Castroper Straße Florian Neuhaus auf der Linie.

Mit zehn Gegentoren stellt die Fortuna die beste Abwehr

„Wir sind ein weiteres Mal ungeschlagen. Und es ist wichtig auch solche Spiele ungeschlagen zu überstehen“, erklärte Cheftrainer Friedhelm Funkel, der nicht enttäuscht darüber war, dass die Serie von fünf Siegen in Folge vom VfL beendet wurde.

Immer wieder lobt der Trainer seine Spieler dafür, wie sie mit einer Nicht-Nominierung für die erste Elf oder den 18er-Kader am Spieltag umgehen. Bestes Beispiel war zuletzt Robin Bormuth, der nach guten Leistungen und drei Siegen am Stück beim 2:0-Erfolg in Bielefeld für André Hoffmann Platz machen musste. Wolf, Gießelmann, Bormuth, Hoffmann, dazu Kaan Ayhan oder die in der Abwehrkette ebenso eingesetzten Lukas Schmitz, Jean Zimmer und Julian Schauerte – auch wenn es ohne den Rest des Teams nicht funktioniert, die Aufgezählten haben den größten Anteil daran, dass die Fortuna erstmals seit dem Saisonstart im Bundesligajahr 2012/13 in drei aufeinanderfolgenden Ligaspielen ohne Gegentreffer blieb und mit nur zehn die wenigsten aller Zweitligisten kassiert hat. Das alles kam so auch zustande, weil die Spieler Umstellungen im laufenden Spiel problemlos umsetzen können.

Mit einer guten Offensive gewinnst du Spiele, mit einer guten Defensive Titel. So sagt es zumindest eine Sport-Weisheit. Um Titel geht es für die Fortuna konkret zwar nicht, aber wenn die Defensive weiterhin auf diesem hohen Niveau agiert, dann dürfte Funkels Mannschaft kaum von einem der vorderen Plätze zu verdrängen sein.

Für Fortuna-Cheftrainer Friedhelm Funkel wird es am Sonntag (13.30 Uhr) ein besonderes Spiel. Wenn der Anpfiff gegen den 1. FC Heidenheim ertönt, steht Funkel zum 250. Mal in einem Zweitligaspiel an der Seitenlinie. Seine Bilanz sieht positiv aus: 111 Siege, 64 Unentschieden und 74 Niederlagen. Das entspricht einem Durchschnitt von 1,59 Punkten pro Begegnung.

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