Fortuna-Trainer Mike Büskens kennt die zweite Liga sehr gut,....
Fortuna-Trainer Mike Büskens kennt die zweite Liga sehr gut,....

Fortuna-Trainer Mike Büskens kennt die zweite Liga sehr gut,....

...sein Gegenüber Peter Stöger kam neu aus Österreich zum 1. FC Köln.

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Fortuna-Trainer Mike Büskens kennt die zweite Liga sehr gut,....

Düsseldorf.  2:1 für die Düsseldorfer im Vergleich der Mannschaftsteile. Im Tor und beim Trainer besser als der 1. FC Köln.

Die Torhüter

Fabian Giefer ist die Nummer eins im Düsseldorfer Tor. Dass Trainer Büskens trotz der verpatzten Bundesliga-Rückrunde auf ihn setzt, gibt dem 23-Jährigen Sicherheit. Wie gut er dann halten kann, hatte er in der vergangenen Saison in der Hinserie bewiesen.

Beim Torwarttalent des 1. FC Köln, Timo Horn (20), könnten dagegen die Nerven blank liegen. Vor dem Ausgleichstreffer in Dresden hatte Horn den Ball fahrlässig verloren. Das nagt am Selbstbewusstsein. Vorteil Fortuna

Die Abwehr

Die Kölner Polizei hat sich am Donnerstag in einem Fanbrief an die Anhänger beider Vereine gewandt, in dem für einen friedliches Derby geworben wird. In der offiziellen Info von Fortunas Fanbetreuung heißt es „die Polizei wird einen Marsch zum Stadion nicht tolerieren“. Die Fanbetreuung appelliert, den von der Polizei vorgesehenen Weg (ab Messe/Deutz mit der Straßenbahnlinie 1 zum Stadion) zu nutzen.

Beim 1. FC Köln fehlen Kevin McKenna (Knie-OP), Sascha Bigalke (Kreuzbandriss), Adil Chihi (Sehnenriss) sowie rotgesperrt Kacper Przybylko. Fortuna muss auf Stelios Malezas (Knie-OP), Heinrich Schmidtgal (Trainingsrückstand) und Ihlas Bebou (Schädelfraktur) verzichten.

Der Kölner und Ex-Fortune Thomas Bröker hat höchsten Respekt vor seinen ehemaligen Kollegen. In einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger sagte er: „Sie haben ein eingespieltes Team und zählen zu den Favoriten.“

Nach dem Karriereende von Abwehrchef Jens Langeneke hat nun der Hüne Martin Latka in Fortunas Abwehr das Sagen. Dustin Bomheuer und Christian Ramirez sind neu in der Viererkette und spielten stark gegen Cottbus. Dazu kommt rechts der erfahrene Tobias Levels. Erster Eindruck: Hier passt alles zusammen.

Beim FC geben Innenverteidiger Dominic Maroh und Kapitän Miso Brecko auf rechts den Ton in der Defensive an. Hinzu kommt Linksverteidiger Jonas Hector. Neu in der Abwehr ist Roman Golobart, ein international erfahrener Spanier. Diese Viererkette kann sich ebenso sehen lassen. Gleichstand

Das Mittelfeld

Im Kölner Mittelfeld gibt es in Thomas Bröker und Adam Matuschyk zwei Spieler, die die Fortuna gut kennen. Sie gingen nach dem Bundesliga-Aufstieg Düsseldorfs zum Rivalen. Große Hoffnungen ruhen auf Zugang Marcel Risse, ein waschechter Kölner, der vor der Saison von Mainz 05 kam. Der bundesligaerfahrene 23-Jährige sorgt über rechts für Druck, während Bröker die linke Seite beackert: zwei physisch sehr starke Außen.

Ebenso zweikampfstark ist Fortunas Mittelfeld. Andreas Lambertz, Adam Bodzek, als überragender Sechser, und Axel Bellinghausen sind Vorzeigekämpfer. Der schnelle Mathis Bolly kann über rechts für Gefahr sorgen. Gleichstand

Der Sturm

Der Nigerianer Anthony Ujah (22) ist Kölns Königstransfer. Er war aus Mainz ausgeliehen schoss 14 Tore in der vergangenen Saison und wurde nun für zwei Millionen Euro gekauft. Ein echter Knipser.

Fortuna hat in Stefan Reisinger einen erfahrenen aber eher spielenden Stürmer. Auch der Niederländer Charlison Benschop muss den Beweis, ein echter Vollstrecker zu sein, noch erbringen. Vorteil 1. FC Köln

Die Taktik

Mike Büskens spielte gegen Cottbus ein offensives 4-4-2. Aber die Taktik ist variabel, in Bedrängnis „kippt“ Sechse Bodzek in die Verteidigung, und um die Defensive zu stärken, kann Lambertz als zweiter Sechser und Reisinger (oder Levan Kenia) als Zehner hinter einer Spitze fungieren. Dann wäre es ein 4-2-3-1.

Stöger lässt in Köln 4-1-4-1 spielen. Wobei die Außen Risse und Bröker sehr offensiv ausgelegt sind. Beide Trainer bevorzugen das schnelle Spiel über die Flügel. Das könnte taktisch das Interessanteste am Derby werden. Gleichstand

Die Trainer

Fortuna-Trainer Mike Büskens galt lange als Wunschkandidat beider Clubs, am Ende machte die Fortuna das Rennen. Der 45-Jährige kennt die zweite Liga genau, wurde vor zwei Jahren mit Greuther Fürth souverän Zweitliga-Meister.

Sein Gegenüber Peter Stöger kam als österreichischer Meister von Austria Wien zum FC. Er steht in Köln schon ein wenig unter Druck, der Verein will unbedingt aufsteigen. Bei einermöglichen Derby-Niederlage und dann nur einem Punkt aus zwei Spielen, droht Stöger ein Fehlstart. Vorteil Düsseldorf

Endstand: 2:1 für die Fortuna!

Leserkommentare (8)


() Registrierte Nutzer