Punktabzug statt Zwangsabstieg. Der TuS ist im vierten Jahr im Unterhaus dabei.

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Uwe Rapolder hat sich mit Koblenz ehrgeizige Ziele gesteckt.

Uwe Rapolder hat sich mit Koblenz ehrgeizige Ziele gesteckt.

dpa

Uwe Rapolder hat sich mit Koblenz ehrgeizige Ziele gesteckt.

Düsseldorf. Dass der TuS Koblenz heute in der Zweiten Liga bei der Fortuna antreten darf, hat er allein der Gnade des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu verdanken. Denn auf Grund von nicht vorgelegten Verträgen im Bereich des Spielbetriebes, welche von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2007/08 gewesen wären, hätten die Blau-Schwarzen im vergangenen Sommer eigentlich zum Zwangsabstieg verurteilt werden müssen.

Doch der DFB beließ es bei Punktabzügen für die Spielzeiten 07/08 und 08/09, die den Koblenzern nicht wirklich weh taten - beide Male wurde der Klassenerhalt geschafft. Und so konnte im Stadion Oberwerth relativ entspannt für die vierte Zweitliga-Saison in Folge geplant werden. Für diese Planungen ist Trainer Uwe Rapolder verantwortlich. Kein einfaches Unterfangen für den 51-Jährigen, denn auch am Zusammenfluss von Rhein und Mosel sind die Kassen leer. Aus diesem Grund bekam selbst Publikumsliebling Fatmir Vata keinen neuen Vertrag mehr angeboten. "Wenn der Gehaltsetat gesenkt werden muss, dann muss ich mir Gedanken über das Verhältnis zwischen Kosten und Leistung eines Spielers machen", sagt Rapolder.

Auf Torjäger Shefki Kuqi ruhen die Hoffnungen an der Mosel

Der 37-jährige Top-Verdiener Vata wurde durch einen Landsmann aus Albanien ersetzt, der inzwischen allerdings die Staatsbürgerschaft von Finnland angenommen hat: Shefki Kuqi empfahl sich beim beachtlichen 3:1 im Testspiel gegen Erstligist 1.FC Köln mit zwei Toren für seine Verpflichtung. Ansonsten muss Koblenz auf junge Spieler bauen, was Uwe Rapolder aber nicht davon abhält, höhere Ziele anzustreben. "Die Spieler verdienen trotz allem gutes Geld. Dem müssen sie Rechnung tragen und eine hohe Leistungsbereitschaft an den Tag legen. Was es nicht geben darf, ist dieser Hang zum Minimalismus, denn der bringt keinen Erfolg."

Klare Worte, die ganz offensichtlich angekommen sind. Denn am vergangenen Sonntag setzte die Mannschaft ein dickes Ausrufezeichen, als sie Aufstiegsfavorit Arminia Bielefeld mit 3:2 besiegt hatte. Dabei lag die TuS nach 79 Minuten mit 0:2 zurück und drehte die Partie mit drei Toren binnen sieben Minuten. Zwei dieser Treffer gelangen Kuqi, der von Trainer Rapolder sogar zum Kapitän gemacht wurde. "Wir haben eine ganz klare Botschaft gesendet: Koblenz gibt nie auf", sagte Uwe Rapolder. Ohne die Hilfe des DFB hätten sie es aber schon lange tun müssen.

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