Sänger der „Toten Hosen“ hofft auf ein Ende der 0:1-Serie gegen die „Eisernen“

Sänger Campino ist bekennender Fortuna-Fan.
Sänger Campino ist bekennender Fortuna-Fan.

Sänger Campino ist bekennender Fortuna-Fan.

dpa

Sänger Campino ist bekennender Fortuna-Fan.

Düsseldorf. Bereits viermal in Folge hat Union Berlin die Düsseldorfer Fortuna nun besiegt. Jedes Mal mit dem selben Ergebnis: 1:0.

Eine Tatsache, die nach der Niederlage zum Hinrunden-Beginn Fortuna-Trainer Norbert Meier mit dem Kopf schütteln ließ: "Wenn das Ergebnis schon vorher bekannt ist, dann können wir ja beim DFB einen Antrag stellen, gegen Union nicht mehr antreten zu müssen und das Spiel einfach gleich mit 1:0 für Berlin werten."

Nur 13 Tage später gaben die "Toten Hosen" ein umjubeltes Konzert auf der Berliner Waldbühne. Sänger Campino lobte das Publikum, ein paar Union-Fahnen störten den eingefleischten Fortuna-Fan aber.

"Ich verspreche euch für das Rückspiel eine Tracht Prügel", sagte der 47-Jährige. Das kam bei den Anhängern der "Eisernen" nicht besonders gut an, zumal sich Campino schon im Juli deren Unmut zugezogen hatte, als er bei einem Auftritt in der Köpenicker "Wuhlheide" mit einem Trikot von Hertha BSC die Bühne betrat. Die Fans also sind heiß auf die Partie am Rhein, was auch der gute Karten-Vorverkauf beweist.

Union blickt auf das erfolgreichste Jahr der Clubgeschichte zurück

Bei den Verantwortlichen hingegen wird es zwar als interessantes Spiel eingestuft, aber letztlich auch nur als eines, das Union weiter stabilisieren soll.

Trainer Uwe Neuhaus und Sportdirektor Christian Beeck haben ein solides Fundament gebaut und konnten zum 44. Geburtstag des Klubs am Mittwoch auf das erfolgreichste Jahr der teilweise turbulenten Klub-Historie zurückblicken.

"Wir sind aufgestiegen, haben unser selbst umgebautes Stadion neu eröffnet und eine hervorragende Hinrunde gespielt", sagte Beeck. Was umso erstaunlicher ist, da Union Berlin im August die bemerkenswerte Courage gehabt hat, auf zehn Millionen Euro zu verzichten. Denn der Aufsichtsratschef des neuen Hauptsponsors entpuppte sich als ehemaliger Offizier der Staatssicherheit.

Für Union, dass zu DDR-Zeiten immer gegen die Stasi "gekämpft" hatte, ein nicht zu duldender Partner. "Wir haben die Zusammenarbeit sofort beendet, um einen irreparablen Imageschaden abzuwenden", sagte Präsident Dirk Zingler.

Ob trotz der Erfolgsserie gegen Fortuna auch eine Niederlage in Düsseldorf abzuwenden ist, bleibt hingegen offen. "Fortuna spielt guten Fußball und ist zudem das heimstärkste Team der Liga", so Trainer Uwe Neuhaus.

Er weiß aber auch: "Wir müssen uns auf keinen Fall verstecken, denn schließlich haben wir bisher eine ähnlich gute Saison gespielt." Und schließlich meint Campino das mit der Prügel wohl auch nicht im wörtlichen Sinne.

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