Der potenzielle Investor bietet Fortuna Düsseldorf außerdem drei israelische Spieler an.

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Lothar Matthäus und Daniel Jammer.

Lothar Matthäus und Daniel Jammer.

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Lothar Matthäus und Daniel Jammer.

Düsseldorf. Daniel Jammer ist ein Mann der klaren Vorstellungen. Der Geschäftsmann, der Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf wirtschaftlich unterstützen möchte, setzt auf Lothar Matthäus. Der Ex-Nationalspieler soll nach Jammers Vorstellungen Sportdirektor der Fortunen werden. Wir sprachen darüber mit Daniel Jammer.

Herr Jammer, Ihre Pläne, die Fortuna zu unterstützen, werden konkreter. Wie ernst ist es Ihnen damit, Lothar Matthäus als Sportdirektor der Fortuna zu installieren?

Jammer: Diese Idee ist fest in mir verankert. Ich möchte einen meiner Vertrauten in der sportlichen Führung sehen. Meine Person soll im Hintergrund bleiben. Der Vorteil ist, dass Matthäus und ich uns sehr lange kennen. Damit die ganze Zusammenarbeit mit der Fortuna klappt, wäre das hilfreich. Denn ich möchte mit meinem Engagement nicht auf die Nase fallen. Das ließe sich nicht darstellen.

Aber Fortuna hat einen Sportdirektor. Soll Wolf Werner weichen?

Jammer: Nein, daran ist nicht gedacht. Diese Position soll gedoppelt werden. Das heißt, Wolf Werner, der Lothar Matthäus schon lange kennt, würde ihn einarbeiten. Lothar garantiert dem Verein eine Medienpräsenz im positiven Sinne. Er kennt so viele Namen und kann viele Türen weltweit öffnen. Das kann derzeit bei der Fortuna eigentlich keiner. Auch die Suche nach weiteren Sponsoren wäre leichter.

Haben Sie von den Problemen gehört, die Fortuna mit einem Weltmeister von 1990, Thomas Berthold, auf dieser Position hatte?

Jammer: Ja, das ist mir bekannt. Aber ich will gleich mit offenen Karten spielen. Ich suche für mich keinen vordergründigen Nutzen und will nicht der große, böse Onkel sein oder mit dem Hammer auf alles Bestehende einhauen. Wir versuchen, den Verein zu professionalisieren und die Möglichkeiten zu optimieren.

Wie sehr spielt Ihnen der Aufstieg in die Karten?

Jammer: Wenn man aufsteigt, muss man natürlich das Positive mitnehmen. Wer so ein Stadion und diese Begeisterung spürt, dessen Ziel muss die Bundesliga sein. Es ist einfach unglaublich, was für eine Elektrizität augenblicklich mit dem Namen Fortuna verbunden ist. So viele Bekannte haben mich auf die Fortuna angesprochen und sich mitgefreut. Das macht mich stark und ist Rückenwind für unsere Zusammenarbeit. Auch die Medien sehen Zeichen des Aufbruchs.

Sie wollen Spieler aus Israel mitbringen. Helfen diese drei Profis der Fortuna ?

Jammer: Das sind alles drei eigentlich keine Zweitliga-Spieler. Sie sind das Beste, was ich bei Netanja habe. Brevan Fransman (25) möchte als zentraler Verteidiger mit Südafrika das WM-Eröffnungsspiel 2010 bestreiten. Nationalstürmer Itay Shechter (22) würde 20-mal mehr Ablöse bringen, wenn er Italiener wäre - ein sehr interessanter Mann. Und Almong Cohen (20) ist wie ein Jens Jeremies, übrigens auch der Lieblingsspieler von Lothar Matthäus.

Bislang waren die Gespräche von Ihnen mit der Fortuna wenig konkret, was Beginn und Inhalte der Zusammenarbeit angeht. Wie geht es jetzt weiter?

Jammer: Nach dem ersten Treffen in Köln wünsche ich mir jetzt, dass wir uns in den nächsten Tagen in Frankfurt treffen und alles hieb- und stichfest machen. Dann würde es hinhauen, dass wir unsere Zusammenarbeit in spätestens 14 Tagen in Düsseldorf der Öffentlichkeit präsentieren können.

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