Der Mittelfeldspieler sprüht im WZ-Interview vor dem Spiel am Freitag gegen Bielefeld in der Arena vor Optimismus.

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Claus Costa hat seinen Stammplatz derzeit sicher.

Claus Costa hat seinen Stammplatz derzeit sicher.

Christof Wolff

Claus Costa hat seinen Stammplatz derzeit sicher.

Düsseldorf. Claus Costa hat sich bei der Fortuna als Abräumer vor der Abwehr zu einer festen Größe beim Fußball-Zweitligisten entwickelt. Wie der 25-Jährige seine Zukunft sieht und wie wohl sich der Ex-Bochumer in der NRW-Landeshauptstadt fühlt, wollten wir von ihm wissen.

Herr Costa, was erwarten Sie heute vom Spitzenspiel ihrer Mannschaft gegen den Tabellendritten der 2. Fußball-Bundesliga Arminia Bielefeld?

Costa: Eine volle Hütte, Super-Stimmung, eine Fortsetzung unserer Serie und damit ungeschlagen zu bleiben.

Sie strahlen großen Optimismus aus. Liegt das nur an Ihrer derzeitigen Position als unumstrittener Stammspieler?

Costa: Natürlich hängt das Selbstbewusstsein vom Vertrauen ab, das einem vom Trainer und den Kollegen entgegengebracht wird. Ich musste mich am Anfang gedulden, bekam meine Chance und habe sie genutzt. Deswegen fühle ich mich derzeit sehr wohl. Aber die Konkurrenz gerade im Mittelfeld ist sehr groß, und einige Spieler können universell eingesetzt werden.

Die Fortuna kann sehr gut mithalten in der 2. Liga, hatten Sie damit vorher gerechnet?

Costa: Wir waren in allen Spielen ebenbürtig, auch bei den Niederlagen. Unsere guten Leistungen sind keine Zufallsprodukte, deswegen denke ich auch, dass es keinen größeren sportlichen Einbruch geben wird.

Die Fortuna wird also oben dran bleiben?

Costa: Wir arbeiten hart dafür. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle konnten wir das mit unserem großen und qualitativ gut besetzten Kader ausgleichen. Der Konkurrenzkampf ist riesig. Und dass tatsächlich alle gebraucht werden, hat das Beispiel am Sonntag mit Kozo Yuki gezeigt, der in der Anfangself stand und vorher nie im Kader war.

Was macht den Teamgeist aus?

Geboren am 15. Juni 1984 in Fürstenfeldbruck

Größe/Gewicht: 1,90 m/77 kg

Im Verein seit: 2006

Familienstand: ledig

Stationen: VfLBochum, Borussia Dortmund, TuS Wengern

Größte Erfolge: Westdeutscher A-Jugend-Meister 2003

Hobbys: Sport, Freunde treffen, Internet, schlafen

Costa: Es gibt bei uns keine "Stinkstiefel". Wir haben eine sehr homogene Truppe. Wenn man bedenkt, dass zur letzten Abschlussfahrt nach Mallorca insgesamt 30Leute dabei waren, zeigt das doch auch den Zusammenhalt.

Aber in München sah es 70 Minuten trotz Zusammenhalt und Teamgeist nicht so überzeugend aus.

Costa: Es gibt nicht nur Spiele, in denen es rauf und runter geht oder wir nach zehn Minuten 2:0 führen wie in Kaiserslautern. In München war es ein Spiel, wo man eine bestimmte taktische Ordnung wahren muss und sich keine Fehler erlauben darf.

Und wie würde das nach zwei Niederlagen in Folge aussehen?

Costa: Wir werden weiter kämpfen und alles tun, um wieder Erfolg zu haben. Die Mannschaft ist so gefestigt. Ich habe da keine Angst, dass wir abrutschen.

Das wird der Trainer ja auch vermeiden, oder?

Costa: Wir profitieren sehr von seiner Erfahrung. Norbert Meier hat ja alle Situationen schon einmal in seiner langen Karriere erlebt. Er beherrscht den perfekten Mittelweg zwischen harter Arbeit und einem besonderen Humor.

Sie haben Schlafen als Ihr Hobby angegeben. Sind Sie immer müde?

Costa: Das war nicht ganz so ernst gemeint. Es war mehr oder weniger die Reaktion auf die Tatsache, dass der Trainer uns beide - Andreas Lambertz ist mein Zimmergenosse - mal wecken musste.

Stimmt es, dass Sie Bayern-Fan sind und oft zu Spielen des VfL Bochum fahren?

Costa: Ja. Ich habe ja in Bochum länger gespielt, schaue mir die zweite und erste Mannschaft öfters an. Und ich bin in Fürstenfeldbruck geboren und habe mit meinen Großeltern oft das Training der Bayern besucht. Die wohnten nicht weit weg.

Das heißt, Franz Beckenbauer ist Ihr Vorbild?

Costa: Nein, ich habe keine Vorbilder mehr, versuche mir von einigen Spielern auf meiner Position etwas abzuschauen.

Und was ist mit Ihrer alten Torgefährlichkeit?

Costa: Ich würde mich nicht dagegen wehren, mal wieder zu treffen. Aber in erster Linie bin ich als hinterster Mittelfeldspieler dazu da, den Laden nach hinten zusammenzuhalten. Ich hoffe, das gelingt mir auch gegen Bielefeld.

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