Bei St. Pauli war Christopher Avevor Verteidiger. Nun spielt er auf der „Sechs“ – auch gegen St. Pauli.

Düsseldorf. Wenn Christopher Avevor den kleinsten Fortuna-Fans Autogramme gibt oder für gemeinsame Fotos posiert, dann strahlt der Fußballprofi fast noch glücklicher als die Kinder. „Das ist doch für alle schön, wenn man mit einfachen Dingen wie Fotos oder Autogrammen eine Freude machen kann“, sagt der 22-Jährige.

Durch die Herbstferien waren zuletzt zahlreiche Kinder und Jugendliche beim Training zu Gast, auch nach dem Testspiel gegen den TSV Urdenbach am Sonntag in Garath war den kleinen Fans des Zweitligisten die Autogrammjagd wichtiger als das Geschehen auf dem Platz.

Vielleicht strahlt Christopher Avevor auch deshalb so, weil es am Montagabend gegen seinen Ex-Verein FC St. Pauli geht (20.15 Uhr, Arena). „Klar, die Vorfreude wächst schon seit einiger Zeit“, sagt der gebürtige Kieler, der in der Saison 2012/13 von Hannover 96 an St. Pauli ausgeliehen worden war.

In 28 Spielen erzielte der damalige Innenverteidiger ein Tor. Mit Jan Philipp Kalla, Sebastian Schachten oder Markus Thorandt spielte er damals Seite an Seite in der Defensive. Die Vorfreude auf dieses Traditionsduell sei auf beiden Seiten sehr groß, weiß Avevor.

Gegen St. Pauli geht es darum, die Favoritenrolle zu erfüllen

Natürlich werde dann auch die eine oder andere Frotzelei per Kurznachricht ausgetauscht, „aber ab Mitte der Woche liegt der Fokus unserer gesamten Mannschaft nur auf dem Montagabend“. Denn immerhin gilt es für seinen jetzigen Club, die Favoritenrolle als Tabellendritter zu erfüllen. „Ein Spitzenteam kann man nur sein, wenn man konstant die Leistungen bestätigt. In jedem Fall glaube ich, dass wir den Weg dahin beschreiten können. Wir haben in den jüngsten Spielen bewiesen, dass wir oben mithalten können.“

Geburtstag: 11. Februar 1992 in Kiel

1,84 Meter

Innenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler

2010-2014 Hannover 96, 2012-2013 ausgeliehen an St. Pauli, seit 2014 Fortuna
 

 3x U 18, 4 x U 19, 4 x U 20.
 

Avevor engagiert sich beim Antirassismus-Projekt „Show Racism the Red Card“.

Genau das werden Avevor und Co. jetzt gegen St. Pauli erneut unter Beweis stellen müssen, und seine Ex-Kollegen dürften schon staunen, auf welcher Position sie ihn im rot-weißen Trikot finden. Fortunatrainer Oliver Reck setzt den 1,84-Meter-Mann auf der „Sechs“, zentral vor der Viererkette ein.

„Das war alles schon neu für mich, aber durchaus verwandt mit der zentralen Verteidigung.“ Zumal er froh gewesen sei, dass er nach dem holprigen Start mit verletzungsbedingten Rückschlägen so schnell wieder dabei gewesen ist. „Jetzt läuft es ganz gut, das ist schneller gekommen, als ich gehofft hatte.“ An der Seite des routinierten Sergio Pinto, den er aus seiner Zeit in Hannover noch kennt, falle das ohnehin leichter.

Sicher nicht ganz so leicht, wie das Schreiben von Autogrammen für kleine und große Fans. Die intensivere Kontaktpflege war für Avevor aber ein schönes Beiwerk in der Länderspielpause: „Sportlich war es für mich wichtig, mein Leistungsniveau zu halten. Aber diese Momente zwischendurch sind auch immer wieder schön.“

© WhatsBroadcast

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