Fortunas Mittelfeldspieler ist ein echter Kämpfertyp.

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Marco Christ spielt seit 2007 bei der Fortuna.

Marco Christ spielt seit 2007 bei der Fortuna.

Christof Wolff

Marco Christ spielt seit 2007 bei der Fortuna.

Oliva Nova. Er war richtig zufrieden. Seine Körpersprache verdeutlichte das nach dem 3:0-Testspielerfolg seiner Fortuna gegen Aachen im Trainingslager von Oliva Nova etwa so: „Seht her, ich bin wieder da und kann es noch.“ Marco Christ hat gelitten und brennt jetzt auf eine Rückkehr in die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten.

Der Mittelfeld-Regisseur war einer der großen Verlierer des miserablen Saisonstarts. Auch als es besser lief, kehrte der 30-Jährige nicht als Stammkraft und – für sein eigenes Gefühl – auch zu selten als Einwechselspieler in die Mannschaft zurück. Einerseits, weil der Trainer im Mittelfeld zunächst mehr auf Kampfkraft denn auf Spielkunst setzte und andererseits, weil Christ sich mit mehreren kleinen Verletzungen rumplagen musste und vielleicht wieder zu früh zu viel wollte.

Die körperliche Fitness ist für den 30-Jährigen eine Voraussetzung

„Ich brauche unbedingt körperliche Fitness für mein Spiel“, sagt Christ. „Aber dann kann ich der Mannschaft auch wirklich helfen.“ Christ drückt es vorsichtig aus, will zwar unbedingt spielen, weiß aber auch, dass er nicht zu große Ansprüche stellen darf. Es missfällt Trainer Norbert Meier, wenn jemand „über außen“ in die Mannschaft drängt.

„Ich fühle mich gut“, sagt der Freistoßexperte, der mit Kreativität und spielerischen Elementen für weiteren Aufschwung und eine Weiterentwicklung der Mannschaft sorgen könnte. „Man hat ja auch hier im Trainingslager gesehen, dass ich mich mit dem Neuen Adam Bodzek, Oliver Fink und den anderen Kollegen im Mittelfeld sehr gut verstehe“, sagt Christ und macht geschickt Werbung in eigener Sache.

Beim Wintercup will sich der Mittelfeldspieler bewähren

Die geringe Zahl an erzielten Toren spricht eigentlich für ihn. „Dass wir so wenige Treffer erzielt haben, sollte man nicht zu hoch hängen“, sagt Christ. „Die Stürmer sind ja schließlich auch auf unsere Ideen angewiesen. Wenn man auf die wenigen Gegentore schaut, relativiert sich unsere Offensivschwäche.“

Zwar haben die Physiotherapeuten der Fortuna unter der Leitung von Bernd Restle sehr viel zu tun, aber größere Blessuren mussten sie bislang im Trainingslager nicht behandeln. Gegen das Fieber von Michael Melka waren allerdings kein Kraut gewachsen. Der Torwart reiste schon am Donnerstag mit dem Flugzeug nach Hause.

Beim Wintercup am Sonntag (ab 14 Uhr/Arena) will Christ seine derzeit starke Form untermauern, die er im Testspiel gegen Aachen mit guten und schnellen Pässen sowie gefährlichen Standardsituationen zeigte. Doch sein Fokus ist auf das erste Rückrundenspiel gegen Cottbus am Samstag in einer Woche gerichtet.

„Nur wenn wir da punkten, können wir den Blick langsam nach oben richten“, sagt der technisch versierte Spieler. „Das nächste Ziel muss dann sein, die 40-Punkte-Marke zu erreichen.“ Und zu möglichst vielen Punkte möchte Marco Christ seinen Beitrag leisten - auf dem Platz und nicht von der Bank aus. Denn mit seinen Stärken kann er ein wichtiger Mosaikstein im Spiel der Fortuna sein.

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