Wenn der Innenverteidiger in Kaiserslautern auflaufen darf, geht für den 20-Jährigen ein Traum in Erfüllung. Trainer Friedhelm Funkel setzt großes Vertrauen in Robin Bormuth.

Robin Bormuth ist bereit, wenn der Trainer ihn für die Innenverteidigung im Fritz-Walter-Stadion auswählt.
Robin Bormuth ist bereit, wenn der Trainer ihn für die Innenverteidigung im Fritz-Walter-Stadion auswählt.

Robin Bormuth ist bereit, wenn der Trainer ihn für die Innenverteidigung im Fritz-Walter-Stadion auswählt.

Christof Wolff

Robin Bormuth ist bereit, wenn der Trainer ihn für die Innenverteidigung im Fritz-Walter-Stadion auswählt.

Düsseldorf. Eine Katastrophe wäre es für Robin Bormuth nicht, falls Alexander Madlung wegen Rückenproblemen ausfallen würde. Zwar wünscht der 20 Jahre alte Bormuth seinem Kollegen, dem 34-jährigen Madlung, gesundheitlich alles Gute, aber ausgerechnet in Kaiserslautern würde für den Youngster mit einer Nominierung für die Startelf ein Traum in Erfüllung gehen. „Mein Heimatort liegt 50 Kilometer vom Betzenberg entfernt, und ich bin früher zu Spielen ins Fritz-Walter-Stadion gegangen“, sagt Bormuth im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch spielt der Abwehrhüne tatsächlich am Montag von Beginn an? Bei einem tatsächlichen Ausfall von Madlung könnte das letzte Wort des Trainers bereits gesprochen sein. Das Vertrauen von Funkel in seinen Innenverteidiger, der vor Saisonbeginn aus der U 23 in den Profi-Kader hochgerutscht ist, kann kaum größer sein. „Wenn Madlung nicht spielen kann, kommt Robin Bormuth in die Mannschaft“, hat Funkel bereits vor ein paar Tagen gesagt, als sich die Probleme von Madlung als hartnäckiger herausstellten. Da Funkel auch in der Offensive auf junge Leute gesetzt hat, warum sollte er es in der Defensive nicht auch tun? Doch das Liga-Debüt ausgerechnet in Kaiserslautern zu feiern, hat es für einen Jungprofi natürlich in sich. Da helfen auch die paar Pokalminuten von Rostock, als er für Madlung kurz vor Schluss eingewechselt worden war, und die drei Tore im Test am Dienstag in Willich nicht wirklich weiter.

„Um das Niveau zu halten, gebe ich im Training 110 Prozent“

„Ich bin dem Trainer sehr dankbar, dass ich in Rostock eingewechselt worden bin“, sagt Bormuth. „Es war eine Super-Erfahrung.“ Jetzt bleibt er ganz gelassen. „Ich bereite mich wie auf jedes andere Spiel vor. Wer dann spielt, muss man abwarten. Aber es gibt Schlechteres, als dann auf dem Betzenberg aufzulaufen.“

Bormuth ist mit großem Spaß bei der Sache, wobei er mit der U 23 fast genau so oft und hart trainiert hat wie jetzt mit den Profis. „Nur die mentale Intensität ist deutlich höher, weil man in jeder Situation mit 110 Prozent da sein muss, um das Niveau zu halten.“ Deshalb glaubt er auch, bereits einiges aus den ersten Wochen und Monaten unter Trainer Friedhelm Funkel gelernt und verinnerlicht zu haben.

Gerade für ihn und die anderen jungen Spieler sei es hilfreich, so positiv als Team in die Saison gestartet zu sein. „So können wir jetzt in Ruhe arbeiten und uns auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.“ Für diese Ruhe sorgen auch die älteren Spieler, die mit deutlichen Sprüchen reagieren, wenn bei den Jung-Profis etwas in die falsche Richtung läuft. „Es gibt aber in alle Richtungen Sprüche“, stellt Bormuth klar. „Ich versuche, mir vor allem von erfahrenen Spielern etwas abzuschauen“, sagt er, der keine Trennungslinie zwischen alt und jung in der Mannschaft sieht. „Grüppchenbildung gibt es nicht. Wir wollen gemeinsam Spaß und vor allem Erfolg haben.“ Begeistert ist der 20-Jährige von der Unterstützung durch die Fans: „Das spornt uns unglaublich an und wird uns noch den einen oder anderen Punkt zu sichern helfen.“

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