Fans spenden dem Gegner Applaus. Die Düsseldorfer bleiben zum sechsten Mal in Folge sieglos und weiter Letzter der Rückrundentabelle.

Lars Unnerstall schießt den Ball nach dem 0:1 frustriert ins eigene Tor. Julian Schauerte, Oliver Fink und Axel Bellinghausen stehen daneben. Ex-Fortune Oliver Barth freut sich.
Lars Unnerstall schießt den Ball nach dem 0:1 frustriert ins eigene Tor. Julian Schauerte, Oliver Fink und Axel Bellinghausen stehen daneben. Ex-Fortune Oliver Barth freut sich.

Lars Unnerstall schießt den Ball nach dem 0:1 frustriert ins eigene Tor. Julian Schauerte, Oliver Fink und Axel Bellinghausen stehen daneben. Ex-Fortune Oliver Barth freut sich.

Christof Wolff

Lars Unnerstall schießt den Ball nach dem 0:1 frustriert ins eigene Tor. Julian Schauerte, Oliver Fink und Axel Bellinghausen stehen daneben. Ex-Fortune Oliver Barth freut sich.

Düsseldorf. Die Rückrunden-Talfahrt von Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf geht weiter. Am 32. Spieltag unterlagen die Rot-Weißen in der Arena dem Tabellenletzten VfR Aalen mit 0:2. Es war die sechste Begegnung ohne Sieg hintereinander seit dem 2:0 gegen Darmstadt am 21. März.

Keine Stimmung aus der Ultra-Kurve, kein berauschendes Fußballspiel, kein Ergebnis, das die Zuschauer versöhnt. So lässt sich der Freitagabend in der Arena zusammenfassen. Anders als in Fürth und vielen anderen Spielen der Rückrunde war es ausnahmsweise nicht die erste Chance des Gegners, die zum Gegentor führte. Orhan Ademi (27.) traf nach einem Eckball für den Tabellenletzten – es war die dritte Möglichkeit. Für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgte Jürgen Gjasula (70.) mit einem verwandelten Foulelfmeter.

Akca und Pluntke debütieren

Überraschendes fand sich bei der Fortuna lediglich auf dem Spielberichtsbogen anstatt auf dem Rasen. Interimstrainer Taskin Aksoy hatte zusätzlich zum Torwartwechsel zu Lars Unnerstall anstelle von Michael Rensing gleich zwei echte Überraschungen parat. Neben Dustin Bomheuer debütierte Maurice Pluntke in der Innenverteidigung. Für deutlich mehr Verwunderung sorgte allerdings Aksoys Besetzung im Mittelfeld. Denn anstelle von Andreas „Lumpi“ Lambertz – den fast jeder in der Startelf erwartet hatte - gab es mit Kaan Akca gleich den zweiten Debütanten. Der 21-Jährige, hatte unter der Woche seinen ersten Profivertrag unterschrieben.

Mit dem Stimmungsboykott der Ultras passte sich der Lärmpegel auf den Rängen in der eher dürftig besetzten Arena – wie angekündigt – dem Spiel der Rot-Weißen an. Kein Offensivdrang, immer wieder Ungenauigkeiten im Passspiel und zu wenig Bewegung. Fortuna knüpfte an die Vorstellung in Fürth an, bei der es am vergangenen Sonntag ein 0:3 setzte.

Die Gäste brannten im Gegensatz zu den Fortuna-Fans zum 120. Geburtstag unter der Woche wahrlich kein Feuerwerk ab. Doch gegen einen uninspirierten Gegner reichte dies völlig aus. Unnerstall verhinderte in der 36. Minute mit einer Parade das 0:2 durch den Ex-Fortunen Collin Quaner. Die Düsseldorfer hingegen erspielten sich bis zur Pause nur zwei Chancen. In der 39. Minute scheiterte Axel Bellinghausen an Aalens Schlussmann Daniel Bernhardt. Joel Pohjanpalo (45.) fand ebenfalls in Bernhardt seinen Meister. Die Fans, die weitestgehend auf Pfiffe verzichteten, stimmten kurz vor der Pause ein sarkastisches „Oh, wie ist das schön“ an. Beim 0:1 durch Ademi gab es bereits Applaus von allen Tribünen.

Unnerstall – Schauerte, Bomheuer, Pluntke, Schmitz – Akca (75. Benschop), Fink (46. Lambertz) – Erat (57. Bebou), Liendl, Bellinghausen – Pohjanpalo

Bernhardt – Mockenhaupt, Barth, Leandro, Chessa – A. Hofmann, Gjasula – Steinhöfer (81. Kaufmann), Ademi (80. Hainault), Drexler (90. Klaus) – Quaner

Schiedsrichter  Günter Perl (Pullach)

Zuschauer 22 366 Tore 0:1 (27.) Ademi, 0:2 (70./FE) Gjasula

Gelbe Karten Bomheuer, Schauerte / -

Zur zweiten Hälfte kam dann Lambertz für den angeschlagenen Oliver Fink ins Spiel. Und Fortuna war nun zumindest das Bemühen anzumerken. Und gegen einen weder spielerisch noch mental gefestigten Gegner wurden jetzt immerhin Möglichkeiten kreiert. Joel Pohjanpalo (57.) verfehlte im Eins-gegen-Eins knapp, Axel Bellinghausens Kopfball drei Minuten später ging über das Tor. Vielmehr ging dann aber doch nicht.

20 Minuten vor dem Ende und nach dem 0:2 durch den Elfmetertreffer von Gjasula war alles klar und dann doch einmal laut auf den Rängen. „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten die enttäuschten Fans angesichts des sechsten Spiels ohne Sieg hintereinander.

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