Trainer Norbert Meier ist trotz Pokal-Aus zufrieden, Labbadia zollt Respekt.

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Die wackeren Fortunen (v.l.): Cakir, Sieger, Weber, van den Bergh, Anderson, Lambertz, Heidinger, Caillas und Lawarée.

Die wackeren Fortunen (v.l.): Cakir, Sieger, Weber, van den Bergh, Anderson, Lambertz, Heidinger, Caillas und Lawarée.

dpa

Die wackeren Fortunen (v.l.): Cakir, Sieger, Weber, van den Bergh, Anderson, Lambertz, Heidinger, Caillas und Lawarée.

Düsseldorf. Mit stehenden Ovationen wurden die Helden des Abends verabschiedet. Es ist selten, dass nach einem Pokal-Krimi die Fans beider Mannschaften so zufrieden nach Hause fahren. Nach dem unglaublich spannenden Kampf zwischen Fortuna Düsseldorf und dem Hamburger SV war es jedoch so.

Selbst Bruno Labbadia musste sich nach dem 7:4-Sieg seiner Hamburger nach Elfmeterschießen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals erst einmal beruhigen, bevor er ein großes Kompliment an den Zweitligisten aussprach.

"Die Fortuna hat uns das Leben sehr schwer gemacht", sagte der HSV-Trainer. "Es war aber auch deshalb ein wichtiger Abend für uns, weil der Gegner Schwächen in unserem Spiel aufgedeckt hat, die bisher nicht so offensichtlich waren."

Sein Gegenüber Norbert Meier freute sich über den tollen Kampf, den seine Mannschaft gezeigt hatte und im Spiel nach dem frühen 0:1 und dem 2:3-Rückstand in der Verlängerung jeweils zurückgekommen war.

Ausgleichs-Torschütze Lambertz: "Es war wie ein Traum"

Mit dem Ausgleich in der letzten Szene nach 120 Minuten hatte noch nicht einmal der glückliche Torschütze Andreas Lambertz gerechnet. "Es war wie ein Traum, als mir das 3:3 gelang - geplant war daran wohl kaum was."

Dann allerdings fehlte den abgekämpften Fortunen die Konzentration. Nur einen von drei Elfmetern konnte der Gastgeber verwandeln, während die Hamburger sich keine Fahrkarten leisteten.

"Auch wenn letztlich das i-Tüpfelchen im Elfmeterschießen gefehlt hat, bin ich völlig entspannt", sagte Meier. Das war der Fortuna-Trainer auch deswegen, weil seine Mannschaft über weite Strecken hervorragenden Fußball gespielt und den Gegner mehrfach in Verlegenheit gebracht hatte.

"Ein bisschen ärgere ich mich, dass wir die Chancen vor der Pause nicht besser genutzt haben. Machen wir die Tore, bin ich mir sicher, dass wir gewinnen", sagte Fortunas Stürmer Ranisav Jovanovic.

Auch der auf Düsseldorfer Seite überragende Marco Christ wusste nicht so recht, ob er traurig oder einfach nur stolz sein sollte: "Das Spiel ist fast so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und am Ende haben sich sicher die Fortuna-Fans und auch die neutralen Zuschauer gewünscht, dass wir als Außenseiter das Elfmeterschießen gewinnen."

Während die Hamburger nun bis Sonntag Zeit haben, bis sie am ersten Spieltag der Bundesliga beim SC Freiburg antreten, beginnt für die Düsseldorfer Fortuna der Liga-Alltag bereits am Samstag. "Das Spiel gegen Paderborn wird ganz anders und sicherlich nicht leichter", sagte Fortunas Trainer Norbert Meier. "Jetzt müssen wir alles andere vergessen."

© WhatsBroadcast

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