Axel Bellinghausen schickt eine klare Kampfansage an Werder Bremen.

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Axel Bellinghausen (l.) war der einzige Fortune, der in Hoffenheim alles versuchte. Fotos (2): Wolff

Axel Bellinghausen (l.) war der einzige Fortune, der in Hoffenheim alles versuchte. Fotos (2): Wolff

Christof Wolff

Axel Bellinghausen (l.) war der einzige Fortune, der in Hoffenheim alles versuchte. Fotos (2): Wolff

Düsseldorf. Axel Bellinghausen war vom Einsatz her ein Vorbild am Freitagabend in Sinsheim. Der Mittelfeldspieler von Fortuna Düsseldorf ärgerte sich mächtig über das 0:3 bei der TSG Hoffenheim und verband das mit einer Kampfansage an den kommenden Gegner Werder Bremen.

Herr Bellinghausen, woran konnte man die Niederlage in Hoffenheim festmachen?

Axel Bellinghausen: Wir haben es nicht geschafft, uns für unsere Leistung zu belohnen. Wie auch in den vergangenen Wochen. Es gelingt uns nicht, die klaren Chancen zu nutzen. Umgekehrt fressen wir hinten die Gegentore, und das ist im Moment sehr ärgerlich. Denn es ist nicht viel, was den Unterschied macht. Wir haben alle wieder gearbeitet und gekämpft, haben die Möglichkeiten gesucht. Ich kann es nur schwer erklären, warum es wieder nicht geklappt hat.

Sie haben beim Stande von 0:1 einen Handelfmeter gefordert. Was war passiert?

Bellinghausen: Ich habe die Szene noch ein paar Mal gesehen. Man kann Elfmeter geben, aber muss es auch nicht. Wir müssen das auch gar nicht an dieser einen Szene festmachen, dass wir in Hoffenheim verloren haben.

Serie

Seit sechs Spielen ist Fortuna nun ohne Sieg. In diesem Zeitraum gab es lediglich zwei Punkte. Außerdem war es im fünften Freitagabendspiel der Saison nach zwei Siegen und zwei Unentschieden die erste Niederlage.


Auswärts

Elf Spiele ist Fortuna auswärts ohne Sieg und holte in diesem Zeitraum nur zwei Punkte (1:1 in Dortmund und Wolfsburg). Zugleich war es die höchste Auswärts-Niederlage.
 

Wie symptomatisch war dann das 0:2 durch ein Eigentor?

Bellinghausen: Ich weiß nicht, ob es ins Bild passt. Es war ein gut getretener Eckstoß, das passiert eben mal. Das war eine 50:50-Sache: Entweder köpft er ihn raus oder er rutscht eben über die Platte und ist drin. Es ist ärgerlich, auf gut Deutsch: zum Kotzen.

Warum konnten die vielversprechenden Kontersituationen nicht genutzt werden?

Bellinghausen: Das ist es eben. Wir bereiten die Dinger gut vor, und wir sind auch zum Abschluss gekommen. Aber es ist dann der letzte Pass, der fehlt, das letzte Fünkchen. Mal kommt ein Bein dazwischen, mal etwas anderes.

Was muss jetzt passieren, damit der Negativtrend umgekehrt werden kann?

Bellinghausen: Jetzt reicht es auch langsam. Ich bin überzeugt, dass das Pendel wieder ins unsere Richtung ausschlägt. Irgendwann ist es auch gut – und das wird am Samstag gegen Werder Bremen der Fall sein.

Was macht Sie da so sicher?

Bellinghausen: Ich glaube an diese Mannschaft, an die Jungs und daran, dass es hier jeden richtig fuchst, wie es in den vergangenen Wochen gelaufen ist. Irgendwann muss es reichen, und das sollte jedem so gehen.

Müssen Sie sechs Spieltage vor Schluss anfangen zu rechnen?

Bellinghausen: Ich schaue nicht, was vor mir, hinter mir oder neben mir passiert. Das ist mir alles relativ egal. Ich will dieses Ding jetzt am Samstag gegen Bremen gewinnen, und dann schauen wir weiter.

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