Trainer Meier stellt fest, dass sich sein Team am Anfang dumm angestellt hat.

Der Schuss von Torsten Oehrl bleibt mal wieder in der Augsburger Abwehr (Möhrle) hängen.
Der Schuss von Torsten Oehrl bleibt mal wieder in der Augsburger Abwehr (Möhrle) hängen.

Der Schuss von Torsten Oehrl bleibt mal wieder in der Augsburger Abwehr (Möhrle) hängen.

Wolff

Der Schuss von Torsten Oehrl bleibt mal wieder in der Augsburger Abwehr (Möhrle) hängen.

Düsseldorf. Norbert Meier setzte nicht einmal an, irgendetwas schönzureden. Musste er auch gar nicht. Jeder der 15.486 Zuschauer in der Augsburger Arena konnte die Kräfteverhältnisse im Verfolgerduell der 2. Fußball-Bundesliga klar erkennen. "Augsburg war einfach ein zu starker Gegner für uns." Seine Spieler seien zu jeder Zeit bemüht gewesen, fügte Meier nach dem 0:2 an. Einzig, das Bemühen reichte eben nicht, um ernsthafte Ambitionen auf den Durchmarsch von Liga drei in Liga eins zu untermauern. Angefangen mit dem kollektiven Aussetzer nach knapp anderthalb Minuten, als Ex-Fortune Marcel Ndjeng die Fortuna-Verteidiger auf der rechten Seite narrte und Michael Thurk seinen Querpass zur frühen Führung ins Tor schoss.

"Da haben wir uns dumm angestellt", sagte Meier. Christian Weber und Claus Costa ließen die Augsburger laufen, in der Mitte war "Bamba" Anderson nicht nah genug beim gefährlichsten Gegner. Webers Erklärung: "Lumpi Lambertz hatte was abbekommen, konnte dadurch nicht nach hinten arbeiten. So wir waren etwas in Unordnung." Natürlich werde man das aufarbeiten, um es spätestens am Freitag gegen RW Ahlen besser zu machen, versprach der Verteidiger.

Doch was bleiben wird, ist der sichtbare Eindruck der Unterlegenheit gegen einen "echten" Aufstiegskandidaten. "In der ersten Hälfte hatten wir ja das ein oder andere gute Ding nach vorne", sagte Mannschaftskapitän Andreas Lambertz. Aber letztlich habe der entscheidende Pass gefehlt, die letzte Konsequenz. "Und in der zweiten Hälfte war nicht mehr viel zu machen." Wobei sich auch die Augsburger spätestens nach dem entscheidenden 2:0 merklich zurückhielten, offenbar Kraft schonender agierten nach dem harten Pokalduell vier Tage zuvor gegen den 1.FC Köln.

Er sah so aus, als könne Augsburg immer einen Zahn zulegen

Dieses Pokal-Spiel hatten sich die Fortunen angeschaut, wollten aus den Fehlern des rheinischen Rivalen lernen und den Augsburgern in ihrem "Fasching" die Pappnase aufsetzen. "Wir wussten, dass sie sofort Gas geben, aber wir haben es leider nicht verhindern können", sagte Stürmer Martin Harnik. Sein Lupfer über Torwart Martin Jentzsch war die beste Gelegenheit der Gäste im ganzen Spiel (26.). Doch selbst bei einem in dieser Szene möglichen Ausgleich blieb das Gefühl, dass die Augsburger jederzeit einen Zahn hätten zulegen können.

Angesichts der "genialen Momente" von Thurk - so sieht es Augsburgs Trainer Jos Luhukay - war das nicht einmal mehr nötig. Vielleicht hatten viele Fortuna-Fans diese Unterlegenheit ihrer Mannschaft vorab erahnt. Bestenfalls 1.000 Anhänger hatten sich auf die Tour in die schmucke Augsburger Arena begeben. Die Unterlegenheit ihrer Mannschaft konnten auch sie nicht schönreden.

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