Am „Bieberer Berg“ in Offenbach soll nun die Wende her.

Ranisav Jovanovic spielt bei der Fortuna eine wichtige Rolle.
Ranisav Jovanovic spielt bei der Fortuna eine wichtige Rolle.

Ranisav Jovanovic spielt bei der Fortuna eine wichtige Rolle.

Christof Wolff

Ranisav Jovanovic spielt bei der Fortuna eine wichtige Rolle.

Düsseldorf. Irgendwie hängt es bei der Fortuna ein bisschen an Ranisav Jovanovic. Als der nachträglich verpflichtete Stürmer vollkommen fit und gesund war, lief es auch beim Fußball-Drittligisten. Seit sich der 28-jährige Serbe immer wieder mit kleinen Wehwehchen plagt, ist auch in der Mannschaft der Wurm drin. Sei es im Februar mit Fußverletzung und Erkältung oder am vergangenen Samstag, als Jovanovic bereits nach 54 Minuten mit einer Leistenzerrung ausgewechselt wurde.

Seit dem 6. Dezember (1:1 gegen Aalen) hat er nicht mehr getroffen, ist mittlerweile seit 785 Minuten ohne Torerfolg. Das Desaster gegen Stuttgart II musste er sich machtlos von außen anschauen: "Das war fahrlässig von uns, und dann kommt eben so eine dumme Situation, die zum Ausgleich führt." Die bessere Entscheidung wäre gewesen, "hinten rum" zu spielen, bis der Gegner mal öffnet. "Aber so fängt irgendwo die Hektik an, und die Zuschauer werden immer unruhiger."

Sein Sturmkollege Bekim Kastrati hatte sich fürchterlich und zu Recht darüber aufgeregt, in seiner Wut sogar ein gegen ihn gerichtetes Feuerzeug zurück in Richtung Südkurve geworfen. Ausgerechnet nach einem seiner besten Spiele für die Düsseldorfer. Die Bilder davon flimmerten am Samstagabend bundesweit durch die Sportschau. Die Nerven lägen blank, hieß es.

Die Relegation ist aus eigener Kraft noch drin

Dabei ist die Fortuna dank der Patzer der Konkurrenz immer noch Dritter, der Aufstieg aus eigener Kraft (über die Relegation) ist möglich. Doch auch Jovanovic spürt den Atem der Verfolger im Nacken: "Wir hatten die Chance, auf Paderborn aufzuschließen. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht von hinten überrollt werden." Aus dieser Aussage spricht auch der Respekt vor dem kommenden Gegner.

Ausgerechnet auf dem berühmten "Bieberer Berg" in Offenbach muss am Karsamstag, 14Uhr, die Wende nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen gelingen. Die Offenbacher treten am Dienstagabend bei Schlusslicht Stuttgarter Kickers an und dürften dort wenig Mühe haben, den Rückstand zur Fortuna auf fünf Zähler zu verkürzen.

Und am Samstag erwartet die Mannschaft von Trainer Norbert Meier dort ein Hexenkessel. Jovanovic hat ihn schon erlebt: "Das ist eine tolle Atmosphäre." Daran könne man aber auch "Spaß haben". Dass ein Sieg her muss, das weiß der Stürmer: "Egal wie: ob schön, nicht schön, gerecht oder ungerecht."

Dass die Konkurrenz erneut patze, darauf solle man sich besser nicht verlassen. "Wenn wir unseren Job machen und drei Punkte holen, dann können wir auf die anderen schauen." Was für Jovanovic auch nichts anderes heißt, als seine Torflaute zu beenden. Vorausgesetzt, er ist wieder vollkommen fit. Dann klappt’s bestimmt auch wieder mit der Mannschaft.

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