Fortuna gewinnt 3:1 gegen Wacker Burghausen und bleibt somit in aussichtsreicher Position im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Großer Jubel bei Fortuna.
Großer Jubel bei Fortuna.

Großer Jubel bei Fortuna.

Christof Wolff

Großer Jubel bei Fortuna.

Düsseldorf. Trainer Norbert Meier hatte ein kniffliges Personal-Puzzle lösen müssen. Entsprechend überraschend fiel die ein oder andere Entscheidung aus für die Start-Aufstellung im Spiel von Fußball-Drittligist Fortuna Düsseldorf gegen Wacker Burghausen.

Doch am Ende hatte er alles richtig gemacht, die Düsseldorfer gewannen mit 3:1 (1:0) und bleiben somit in aussichtsreicher Position im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, da auch die Konkurrenz (Paderborn gegen Sandhausen 1:2, Braunschweig - Emden 2:1) Federn ließ.

Dabei nahm Meier der verletzungsbedingte Ausfall von Rechtsverteidiger Clement Halet bereits eine Wahl ab: Marco Christ hatte mit Macht auf einen Einsatz in der ersten Elf gepocht, zuletzt mit dem Treffer gegen die Stuttgarter Kickers (2:0).

Statt Mannschaftskapitän Andreas Lambertz herauszunehmen, konnte Meier Ahmet Cebe auf die rechte Abwehrseite stellen, Lambertz davor und Christ hinter die Spitzen schicken. Durchaus überraschend spielte auf der linken Abwehrseite dagegen Fabian Hergesell, der nach seiner zweimonatigen Verletzungspause erst Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war.

Dafür musste Oliver Hampel recht frustriert auf der Bank Platz nehmen, der kürzlich noch im WZ-Interview angekündigt hatte, den Stammplatz als Linksverteidiger nicht kampflos aufzugeben. Vielleicht etwas zu forsch in den Augen seines Trainers? Der konnte nachher von sich behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Zum einen mit der Hereinnahme von Marco Christ, der einen Eckball so scharf vor das Tor zirkelte, dass Burghausens Torwart Manuel Riemann drunter durchtauchte und Robert Palikuca am hinteren Pfosten zum 1:0 einnicken konnte (25.).

Fortuna Düsseldorf - W. Burghausen 3:1 (1:0)

Fortuna Düsseldorf: Melka - Cebe, Palikuca, Langeneke, Hergesell - Lambertz, Sieger, Christ, Caillas (87. Caillas) - Terodde (79. Kastrati), Jovanovic (46. Kadah)

Burghausen: Riemann - Lastovka, Kressin, Hertel, Böcher - Oslislo (63. Grübl), Solga (69. Schultz), Schmidt (78. Wolf), Mitterhuber - Calamita, Cappek

Zuschauer: 9241

Schiedsrichter: Raphael Seiwert (Merzig-Merchingen)

Tore: 1:0 (25.) Palikuca, 1:1 (58.) Calamita, 2:1 (65.) Sieger, 3:1 (77.) Caillas

Gelbe Karten: Caillas / Hertel, Schmidt, Kressin

Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn etwa sechs Minuten zuvor hatte Ranisav Jovanovic die spärlich gefüllte Arena in einem Lähmungszustand versetzt: Der Stürmer brachte es fertig, nachdem er Riemann an der Strafraumgrenze hinter sich gelassen hatte, den Ball aus 15 Metern am Tor vorbeizuschieben (19.). Eine Szene, von der Jovanovic noch einige Nächte schlecht träumen dürfte. Offenbar hatte ihm die Verletzung zu sehr zu schaffen gemacht, vielleicht hätte er nicht auflaufen dürfen. Im Training war Jovanovic mit dem linken Fuß umgeknickt, zur Pause kam für ihn Deniz Kadah.

Das wirkte zunächst nicht unbedingt belebend auf die Begegnung vor 9241 Zuschauern, sondern eher einschläfernd. Sonst ist wohl kaum zu erklären, dass sich Robert Palikuca einen haarsträubenden Fehlpass leistete und anschließend gegen Christian Cappek den Zweikampf fast herschenkte. Cappeks Flanke köpfte Marco Calamita mitsamt Torwart Michael Melka zum 1:1 ins Netz (58.). Wenigstens kam dadurch wieder Leben in die Arena und das Spiel der Düsseldorfer.

So ließ die sportliche Antwort nicht lange auf sich warten: Nach einem Kopfball von Kadah an die Latte brachte Stephan Sieger den abprallenden Ball per Kopf im Tor unter (65.). Nachdem Fabian Hergesell für den geschlagenen Melka auf der Linie gerettet hatte (70.), entschied Christ mit seinem Traumpass auf den startenden Cebe die Begegnung: Die flache Flanke vor das Burghausener Tor nutzte Olivier Caillas zum 3:1 (77.), so dass Trainer Norbert Meier am Ende durchaus sagen konnte, alles richtig gemacht zu haben.

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