Der Vizekapitän von Fortuna Düsseldorf fiel zum Ende der Hinrunde aus. Nun greift er wieder an und spricht in Marbella über Fortunas Chancen.

FUSSBALL
Nach seinem Zehenbruch kann Adam Bodzek wieder mit dem Ball arbeiten – und im Trainingslager in Spanien länger mit der WZ sprechen.

Nach seinem Zehenbruch kann Adam Bodzek wieder mit dem Ball arbeiten – und im Trainingslager in Spanien länger mit der WZ sprechen.

Christof Wolff

Nach seinem Zehenbruch kann Adam Bodzek wieder mit dem Ball arbeiten – und im Trainingslager in Spanien länger mit der WZ sprechen.

Marbella. Adam Bodzek hält mit seiner Ungeduld nicht hinter dem Berg. „Es hat schon gekribbelt, weil nach der Verletzungspause auch noch die Winterpause kam“, sagt Fortunas Mittelfeldspieler, der nach der sechswöchigen Zwangspause wegen eines Großzehenbruchs im Trainingslager des Fußball-Zweitligisten endlich wieder gegen den Ball treten darf. „Ich war natürlich ungeduldig, andererseits musste ich auch aufpassen, nicht zu früh wieder einzusteigen, um kein Risiko einzugehen.“

So ist auch nach der ersten Einheit im Trainingslager von Marbella und dem Mittagessen keine Bettruhe angesagt. Der 32-Jährige wird noch behandelt. Zuvor steht er aber den Medienvertretern noch zu einem Gespräch bereit, indem er erklärt, dass es bestimmt nicht allein an seiner Abwesenheit gelegen hätte, dass es beim Tabellenführer zwischendurch nicht optimal gelaufen ist. „Das lässt sich nicht an einer Person festmachen. Ich bin jedenfalls froh, dass es nicht andersherum gelaufen ist und gesagt wurde, den brauchen wir nicht mehr“, sagt Bodzek, der mit dem Verlauf der ersten Serie, in der die Fortuna vor allem zu Beginn das Optimum herausgeholt habe, sehr zufrieden ist. „Dass mal eine Schwächephase kommen würde, ist doch völlig normal, da die Liga sehr eng ist.“

Bodzek war klar, dass im Umfeld die Ansprüche steigen würden. „Ich kannte das ja aus früheren Jahren. Wir haben da Erwartungen geschürt“, sagt der Profi, der meint, dass in der Mannschaft der Druck von außen nicht angekommen sei. Vom Gerede über ein offensiveres Umgehen mit dem Thema Aufstieg hält Adam Bodzek wenig. Der Fortuna-Routinier möchte mit seinen Kollegen den eingeschlagenen Weg fortsetzen. „Wenn wir das schaffen, kommt das, worüber alle sprechen, ganz automatisch.“ Doch für einen möglichen Aufstieg muss die Mannschaft weiter hart arbeiten, auch wenn es kein Zufall sei, dass Fortuna Tabellenführer ist.

Das erste Etappenziel ist der Restrunden-Auftakt gegen Aue

In der Grundaggressivität müsse sich die Mannschaft laut Bodzek noch verbessern und ein besseres Anlaufen bei Ballbesitz des Gegners sei zudem vonnöten. „Und wenn wir führen, müssen wir cooler sein, mehr Ballbesitz haben und die Chancen, die sich dann bieten, besser nutzen“, meint er. „Da gebe ich dem Trainer recht, dass wir da noch Potenzial haben, um noch konstanter und besser zu werden.“

Das Wichtigste für Fortunas Vizekapitän ist jetzt aber das erste Spiel nach der Winterpause. „Da haben wir in den vergangenen Jahren nicht allzu glücklich ausgesehen“, sagte Bodzek. Drei Punkte gegen Aue wären auch deshalb hilfreich, weil da in wenigen Tagen gleich drei Spiele hintereinander anstehen. „Aus einem guten Start kann sich dann etwas entwickeln.“ Dafür seien aber Aggressivität, Leidenschaft und eine Steigerung im Spielerischen nötig. Die Grundlagen dafür werden jetzt bei idealen Bedingungen in Marbella gelegt. Schlusswort Bodzek: „Es ist alles möglich. Und wenn mir versichert wird, dass wir es schaffen, dann nehme ich auch die Relegation dafür in Kauf.“

© WhatsBroadcast

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