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Aachens Manuel Junglas (l) und Düsseldorfs Sascha Rösler versuchen an den Ball zu kommen.

Aachens Manuel Junglas (l) und Düsseldorfs Sascha Rösler versuchen an den Ball zu kommen.

Aachens Shervin Fardi (r) schaut Düsseldorfs Christian Weber bei der versuchten Ballannahme zu.

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Aachens Manuel Junglas (l) und Düsseldorfs Sascha Rösler versuchen an den Ball zu kommen.

Aachen. An diesem Wochenende ging es für Fortuna Düsseldorf - anders als zuletzt - mal nicht um die Tabellenführung. Weil Fürth durch das 4:1 in Bochum vorgelegt hatte. Es ging darum, dran zu bleiben an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga. Möglichst mit einem Sieg beim Tabellenletzten Alemannia Aachen, am Ende bedeutete das 0:0 vor 23 864 Zuschauern im Aachener Tivoli-Stadion das dritte Auswärts-Unentschieden der Fortuna in dieser Saison und kein echtes Fortkommen in der Tabelle.

Fortuna-Trainer Norbert Meier hatte zu Beginn derselben Mannschaft vertraut, die am Wochenende zuvor gegen 1860 München (3:1) so geglänzt hatte. Nur taktisch hatte er im Mittelfeld verschoben, Oliver Fink auf die linke Seite geschickt, Andreas Lambertz ins defensive zentrale Mittelfeld. Überraschend war dagegen die geplante Start-Elf der Alemannia, denn Mannschaftskapitän Benjamin Auer sollte draußen bleiben.

Doch damit war es Minuten vor dem Anpfiff schon wieder vorbei: Weil sich Kevin Kratz kurzfristig verletzt hatte, rutschte Auer wieder in die Aachener Anfangsaufstellung, führte das Team als Kapitän auf den Platz. Beide Teams zeigten von der ersten Minute an mächtig Einsatzwillen im West-Derby. Es ging gleich mächtig zur Sache, und die Aachener wirkten nicht unbedingt wie ein mutloser Tabellenletzter, der erst gerade ein Pünktchen in dieser Saison ergattert hatte. Spielerische Elemente blieben allerdings auf der Strecke. Der vor dem Anpfiff gewässerte Rasen verhalf auch nicht gerade zu standfesten Aktionen. So sorgte ein abgefälschter 18-m-Schuss durch Aachens Marco Stiepermann (13.) erstmals für Gefahr.

Insgesamt zerstörten viele Nickligkeiten und Härten schon in den Mittelfeldduellen die Begegnung, begleitet von den logischen Pfiffen durch den selten souveränen Schiedsrichter Felix Brych. Allerdings machten es ihm alle Akteure auf dem Platz auch nicht leicht. Das ständige Reklamieren fast aller Beteiligten schuf eine gänzlich schwer verdauliche Fußballkost in den ersten 45 Minuten.

Da war die erste schöne Kombination der Aachener in der 38. Minute schon ein erholsamer Anblick: Marco Stiepermann hatte Reinhold Yabo steil in den Strafraum geschickt, dessen Flachschuss strich knapp am Pfosten vorbei. Zwei Minuten später hatten die Alemannia-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Auer freistehend auf das Tor köpfte (40.). Doch mit einer Glanztat bewahrte Torwart Michael Ratajczak die Fortuna vor dem Rückstand. Ebenso in der 43. Minute, als Auer frei vor ihm auftauchte und selbst den Nachschuss nicht im Tor unterbrachte.

Alemannia Aachen: Watermann – Erb, Olajengbesi, Feisthammel (83. Strifler), Achenbach – Sibum, Junglas –Stiepermann, Yabo, Fardi (75. Uludag) – Auer (65. Radu)

Fortuna Düsseldorf: Ratajczak – Weber, Langeneke, Lukimya, van den Bergh – Bodzek (90. Juanan), Lambertz – Beister (77. Dum), Rösler, Fink – Bröker (88. Grimaldi)

Zuschauer: 23 864

Tore: -

Gelbe Karten: Fardi, Junglas / Langeneke (3.), Bodzek (2.), Lambertz (2.), Rösler (2.)

Auf der anderen Seite zirkelte Maximilian Beister den Ball aus 16 Metern an den linken Pfosten (43.). Rechtzeitig vor der Pause hatte mittlerweile auch die anständige Zweikampfbereitschaft das zuvor nickelige Vorgehen gegeneinander abgelöst. Das sollte auch das Motto für die zweite Hälfte sein, die Andreas Lambertz mit einem Kopfball über das Aachener Tor einleitete (47.).

Nach Beisters schönem Flankenlauf, rutschte Thomas Bröker in die Hereingabe, der Ball klatschte aber erneut nur an den Pfosten (56.). Trotzdem dominierten weiterhin die kämpferischen Elemente, die spielerischen Lösungen waren Mangelware. Röslers Außennetz-Treffer (67.) war denn auch eher ein Zufallsprodukt nach abgefälschter Flanke von Bröker. Weil auch die Aachener noch den einen oder anderen Vorstoß zu verzeichnen hatten, war das torlose Unentschieden letztlich durchaus verdient – und wirklich lange wird sich keiner mehr daran erinnern wollen.

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