Wolf Werner bezeichnet den Stürmer des FC Augsburg als „den Provokateur der 2.Liga“. Kölner Fehler soll Fortuna vermeiden.

Wolf Werner (r.) hat genug Themen, über die er sich mit Kollege Andreas Rettig vom FC Augsburg austauschen kann.
Wolf Werner (r.) hat genug Themen, über die er sich mit Kollege Andreas Rettig vom FC Augsburg austauschen kann.

Wolf Werner (r.) hat genug Themen, über die er sich mit Kollege Andreas Rettig vom FC Augsburg austauschen kann.

Christof Wolf

Wolf Werner (r.) hat genug Themen, über die er sich mit Kollege Andreas Rettig vom FC Augsburg austauschen kann.

Der Augsburger Pokalsieg am Mittwoch gegen den 1.FC Köln (2:0) hat der Fortuna überhaupt nicht geschmeckt. Am Sonntag kommt es in Augsburg zum Duell zwischen dem Tabellendritten und dem Fünften der 2. Fußball-Bundesliga. Von Müdigkeit oder Ablenkung wird bei den Augsburger Spielern dann nichts zu spüren sein. Da ist sich Wolf Werner ganz sicher. "Dieser Sieg und der Einzug ins Pokal-Halbfinale macht die Mannschaft noch viel gefährlicher", sagt der Geschäftsführer Sport der Fortuna. "Die werden noch motivierter antreten. Und die Zeit von Mittwoch bis Sonntag reicht nach so einem Erfolg zur Regeneration völlig aus." Zudem hätte es sich FCA-Trainer Jos Luhukay sogar am Ende noch leisten können, Leistungsträger zur Schonung auszuwechseln.

Auch Michael Thurk stand am Ende der 90 Minuten nicht mehr auf dem Platz. Der Torjäger der 2. Liga (19 Treffer) hatte schon nach 76 Minuten den Platz geräumt, weil der Trainer kein Risiko eingehen wollte. Thurk war nach 31 Minuten verwarnt worden und stand am Rande einer weiteren Verwarnung. Das sieht Wolf Werner genau so und fällt über Thurk, der in der Liga sechs Gelbe Karten auf seinem Konto hat, kein allzu positives Urteil. "Unsere Spieler dürfen am Sonntag nicht auf ihn hereinfallen. Er meckert, versucht Freistöße herauszuholen und will auch immer wieder die Schiedsrichter in seine Richtung beeinflussen. Er ist der Provokateur der 2. Liga", sagt Werner. "Mit dem Sieg gegen Köln hatte das aber nichts zu tun. Der war verdient, weil die Spieler des Bundesligisten zu undiszipliniert aufgetreten sind."

Im Hinspiel gab es Streit zwischen Rettig und Caillas

Werner warnt vor dem torgefährlichen Stürmer. "Wir müssen aus den Fehlern der Kölner lernen", fordert der Geschäftsführer, lobt aber auch Fortunas Abwehrstrategen. "Sie haben inzwischen eine solche Erfahrung, dass sie sich nicht überraschen lassen werden." Auch nicht von einem Blitzstart, mit dem der 1.FCKöln überrannt worden sei.

Die Thurk-Warnung hat auch noch einen anderen Hintergrund. Denn am Randes des Hinspiels waren Augsburgs Manager Andreas Rettig und Fortuna-Profi Olivier Caillas aneinander geraten. An der Seitenauslinie und später in den Katakomben der Arena ging es hoch her. "Der ist kein fairer Sportsmann", hatte Rettig gegenüber Caillas bemerkt. Der Fortune sei seit Jahren dafür bekannt, dass er ständig provoziere, sagte Rettig. Das hatten damals weder Caillas noch Werner kommentarlos hingenommen, und das wird wohl am Sonntag zu weiteren Diskussionen führen.

Der Deutsche Fußball-Bund hat Fortuna zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Anlass waren die Vorkommnisse während des Spiels von Sonntag gegen den MSV Duisburg. Ausschließlich im Fanblock der Gäste waren pyrotechnische Gegenstände abgebrannt und von dort Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen worden. Das wiederholte sich während der Begegnung. Auch das Demontieren von Sitzbänken und das Werfen von Gegenständen in den Innenraum wurde bei MSV-Fans beobachtet. Der Kontrollausschuss wertete die Vorkommnisse so, das sie ausschließlich von Duisburger Fans zu verantworten gewesen seien. Es wurde nicht ausgeschlossen dass diese Taten auch deshalb begangen worden sind, damit die Fortuna als gastgebender Verein mit einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestraft wird. Das war zuvor als Sanktion angekündigt worden. Ausdrücklich und lobend wird in der Urteilsbegründung erwähnt, dass sich die die Fans von Fortuna Düsseldorf tadellos verhalten haben. Die Fortuna nahm das Urteil an.

Erneut musste Trainer Norbert Meier das Nachmittagstraining wegen des Wetters ("nicht etwa wegen des Karnevals") ausfallen lassen. Heute findet in der Arena unter geschlossenem Dach ein Geheimtraining statt. Martin Harnik steigt nach auskurierter Grippe wieder ein. "Sonst geht alles den normalen Gang", sagte Trainer Meier.

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