Kerem Demirbay trifft doppelt und sieht die Gelb-Rote Karte.

FSV Frankfurt - Fortuna Düsseldorf
Demirbay verwandelt einen Elfmeter zur Führung für die Fortuna.

Demirbay verwandelt einen Elfmeter zur Führung für die Fortuna.

Frank Rumpenhorst

Demirbay verwandelt einen Elfmeter zur Führung für die Fortuna.

Düsseldorf. Dank zweier Tore von Kerem Demirbay darf sich Fortuna Düsseldorf über den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison freuen. Beim FSV Frankfurt setzte sich die Mannschaft von Interimstrainer Peter Hermann mit 2:1 (2:0) durch und verlässt mit einem Sprung auf Tabellenplatz 15 vorerst die Abstiegsränge.

In Spiel eins nach Frank Kramer beorderte Hermann Lukas Schmitz zurück in die Startformation. Das war nach den Eindrücken der vergangenen Tage freilich keine Überraschung. Zudem fehlt im zuletzt gesetzten Marcel Sobottka derzeit ein „Sechser“ verletzungsbedingt. Unter Kramer wurde Schmitz zuletzt gar nicht mehr berücksichtigt, in Frankfurt agierte er an der Seite von Julian Koch im defensiven Mittelfeld. Ansonsten gab es keine Überraschungen in der Elf von Hermann.

Zweifelhafter Elfmeterpfiff führt zum 1:0 durch Demirbay

In den ersten 20 Minuten entwickelte sich am Bornheimer Hang ein Spiel ohne Höhepunkte. Und so bedurfte es etwas Glück, dass die Fortuna in der 23. Minute in Führung gehen konnte. Als Besar Halimi im eigenen Strafraum den Ball klären wollte, traf der Frankfurter den heraneilenden Sercan Sararer und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zeigte auf den Elfmeterpunkt – eine eher schmeichelhafte Entscheidung. Kerem Demirbay übernahm die Verantwortung und traf, obwohl Torhüter André Weis die Hand an den Ball brachte, zur 1:0-Führung.

Nach dem Strafstoß passierte nicht viel. Den Gastgebern fehlten die Ideen, die Düsseldorfer hielten sich mit der Führung im Rücken zunächst zurück. Ein katastrophaler Ballverlust von Torschütze Demirbay hätte dem FSV in der 40. Minute fast den überraschenden Ausgleich beschert, doch der erneut starke Michael Rensing im Tor der Fortuna rettete mit einem tollen Reflex gegen Halimi.

Weis – Huber (50. Schahin), Gugganig, Ballas, Epstein – Perdedaj, Konrad – Barry, Halimi, Felipe Pires (77. Golley) – Dedic (83. Kapllani)

Rensing – Schauerte, Haggui, Madlung, Bellinghausen – Koch, Schmitz – Bebou (88. Akpoguma), Demirbay, Sararer (86. Fink) – Ya Konan (73. Pohjanpalo)

Bibiana Steinhaus (Hannover)

7000

0:1 (23./Foulelfmeter) Demirbay, 0:2 (42.) Demirbay, 1:2 (67.) Gugganig

Gelbe Karten Gugganig / Demirbay (4.), Koch (4.)

Gelb-Rote Karte Demirbay (85.)

 

Im Gegenzug nutzte die Fortuna ihre zweite Chance. Nach einem weiten Abschlag von Rensing und Kopfballverlängerung von Didier Ya Konan bediente Ihlas Bebou den auffälligen Demirbay und der vollendete zur 2:0-Pausenführung.

Hätte Ya Konan in der 62. Minute nach Vorarbeit von Sararer besser gezielt, wäre der Fortuna eine spannende Schlussphase erspart geblieben. Doch der Ivorer verpasste das 3:0 und der FSV blieb im Spiel. Nach Foul von Sararer an Frankfurts Kapitän Manuel Konrad verwandelte Lukas Gugganig den anschließenden Freistoß zum 1:2 und machte die Begegnung wieder spannend.

Fünf Minuten vor dem Ende war der Arbeitstag des zweifachen Torschützen Demirbay dann vorzeitig beendet. Nach einem Foul an Sararer echauffierte sich der Spielmacher der Fortuna derart, dass Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus der bereits zuvor verwarnten Leihgabe des Hamburger SV die Ampelkarte zeigte. Ein Problem stellte das nicht mehr da, die Fortuna hielt dem letzten Anrennen der Hessen stand, brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte nach dem ersten Auswärtsdreier der Saison erst einmal durchatmen.

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