Fortuna D�sseldorf - VfL Bochum
Die Düsseldorfer Johannes van den Bergh (l.) und Andreas Lambertz (r.) kämpfen mit dem Bochumer Björn Kopplin um den Ball.

Die Düsseldorfer Johannes van den Bergh (l.) und Andreas Lambertz (r.) kämpfen mit dem Bochumer Björn Kopplin um den Ball.

Roland Weihrauch

Die Düsseldorfer Johannes van den Bergh (l.) und Andreas Lambertz (r.) kämpfen mit dem Bochumer Björn Kopplin um den Ball.

Düsseldorf. Es ist erst das dritte Aufeinandertreffen der Fortuna mit dem VfL Bochum in der 2. Fußball-Bundesliga. In der vergangenen Saison hatte es zwei Niederlagen für die Düsseldorfer ohne eigenen erzielten Treffer gegeben (0:1, 0:2). Zum Saisonstart steht es zur Halbzeit 0:0, angesichts der Vielzahl an Chancen hätte es aber durchaus 3:1 für die Fortuna hätte stehen können, wenn nicht sogar stehen müssen.

Was die Start-Aufstellung angeht, so kann es Fortuna-Trainer Norbert Meier offenbar nicht ganz ohne Überraschung: Obwohl alles danach aussah, als ob sich die Start-Elf aus dem Kader vom letzten Spiel der vergangenen Saison in Fürth bilden sollte, lief Zugang Adriano Grimaldi in der Sturmspitze auf – der Däne Ken Ilsö musste dafür zunächst zuschauen. Sicherlich auch eine Belohnung für die starken Leistungen des Ex-Mainzers in der Vorbereitung. Zudem war Ilsö in der vergangenen Woche immer mal wieder mit Rückenproblemen zur Trainingspause verdammt.

Die übrigen Profis auf dem Platz waren sichtbar heiß auf den Start: Erst feuerte Bochums Paul Freier aus 16 Metern knapp vorbei, auf der anderen Seite zog Maximilian Beister aus 25 Metern einfach mal ab - mit ähnlichem Ergebnis. Da waren gerade vier Minuten gespielt. Zwei Minuten später brachte es Beister tatsächlich fertig, aus sechs Metern zentral vor dem Tor den Ball an die Oberkante der Latte zu schießen – Oliver Fink hatte klug zurückgepasst (6.).

Die zweite Riesenchance folgte auf dem Fuß: Grimaldi sprang nach einer Flanke von Andreas Lambertz am bereits geschlagenen Bochumer Torwart Andreas Luthe vorbei, allerdings auch am (abgefälschten) Ball (11.). Der furiose Beginn setzte sich mit einem Lattenknaller von Adam Bodzek aus 18 Metern fort (21.), die Bochumer Hintermannschaft machte keinen sicheren Eindruck.

Die Gäste waren spürbar beeindruckt, taten sich nun auch schwer gegen die mittlerweile besser organisierte Fortuna-Defensive. Da musste schon eine Standardsituation in Form eines 17-m-Freistoßes von Faton Toski an die Latte her (nach Gelb-bestraftem Foul von Lambertz an Freier), damit die Bochumer Angreifer (30.) ein Lebenszeichen abgeben konnten.

Fortuna Düsseldorf: Ratajczak – Weber, Langeneke, Lukimya, van den Bergh – Bodzek, Fink – Rösler (80. Bröker), Grimaldi (56. Ilsö)

 VfL Bochum: Luthe – Kopplin, Maltritz, Sinkiewicz, Ostrzolek – Dabrowski, Johansson (75. Kramer), Toski (70. Ginczek) – Freier (80. Federico), Aydin, Berger

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Tore: 1:0 (66.) Rösler, 2:0 (88.) Bröker

Gelbe Karten: Lambertz, Langenecke / Malritz

Gelb-Rote Karte: Berger (68./ wiederholtes Foulspiel)

Das war es allerdings auch bis zur Pause, in das die Gäste ein für sie schmeichelhaftes 0:0 mitnehmen durften. Angesichts der Vielzahl an Chancen hätte es aber durchaus 3:1 für die Fortuna hätte stehen können, wenn nicht sogar stehen müssen.

Nach dem Wechsel tauchte erst Mirkan Aydin recht früh gefährlich im Strafraum auf, die Bochumer wirkten insgesamt bemühter um offensive Akzente. Die Einwechslung von Ilsö für Grimaldi durfte da durchaus als prompte Reaktion von Norbert Meier gesehen werden (56.). Da war der Jubel ob der Hereinnahme des Dänen schon groß, und das steigerte sich noch, als Sascha Rösler zehn Minuten später per Fallrückzieher das 1:0 erzielte (nach Lambertz-Flanke). Ein echtes Traumtor als Belohnung für eine starke Leistung.

Die Gelb-Rote Karte gegen Bochums Denis Berger (68.) spielte den Gastgebern natürlich in die Karten, die sich jetzt endgültig von der Kulisse tragen lassen konnten. In der 88. Minute sorgte Thomas Bröker, der für Sascha Rösler gekommen war, mit dem 2:0 aus kurzer Distanz für die Entscheidung.

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