Düsseldorf/Paderborn. Alleine der Blick in die vergangene Saison verdeutlichte die Schwierigkeiten der Fortunen mit dem SC Paderborn: Nach dem 0:3 im Hinspiel entführte der einstige Mitaufsteiger beim 0:0 im Rückspiel einen Punkt aus der Arena – der einzige schwarze Fleck in der 15-Spiele-Serie der Düsseldorfer Zweitliga-Fußballer ohne Heim-Niederlage. „Unsere Bilanz ist ja eher durchwachsen gegen diesen ewigen Ligakonkurrenten“, sagte Trainer Norbert Meier und schickte sein Team mit dem klaren Auftrag der Verbesserung in die Begegnung.

Mit dem glücklichen 1:0 zur Pause sah es fast danach aus, als ob es klappen könnte, am Ende sprang nach einer mäßigen bis durchwachsenen Leistung ein 1:1 (1:0) heraus, das lediglich vom Ergebnis her zufrieden stellen konnte.

Vielleicht spielte es eine Rolle, dass ausgerechnet der Kapitän nicht hatte mithelfen können, die Auswärts-Misere der Fortuna zu beheben. Andreas Lambertz konnte wegen Fieber am Samstag nicht mit nach Paderborn fahren, für ihn spielte Sascha Dum im linken Mittelfeld. So wurden es zwei Änderungen in der Startformation, da Trainer Norbert Meier im Sturm wieder Ken Ilsö nach überstandenen Rückenproblemen von Beginn an aufbot und Adriano Grimaldi auf der Bank Platz nahm.

Beide Teams hatten am ersten Spieltag jeweils gewonnen (Fortuna 2:0 gegen Bochum, Paderborn 2:1 in Rostock) und traten mit entsprechendem Selbstbewusstsein an, wobei sich die Paderborner anfangs überraschend leicht in den Strafraum der Fortuna bewegen konnten, dort aber nicht wirklich gefährlich wurden. Das meiste Geschehen spielte sich aber im Mittelfeld ab, immerhin gab es nach gerade zwölf Minuten die erste Gelbe Karte des Spiels – gegen Paderborns Kapitän Daniel Brückner. Bis zur Pause blieb Schiedsrichter Jochen Drees kaum etwas anderes übrig, als in dem sehr hart und intensiv geführten Duell noch sechsmal Gelb zu zeigen.

Unter anderem gegen Paderborns Jens Wissing, der Fortunas Maximilian Beister im Strafraum foulte (41.). Jens Langeneke verwandelte den Elfmeter souverän zum 1:0 für die Gäste (42.), nachdem er kurz zuvor in höchster Not gerettet hatte. Die Gastgeber waren bis dahin die etwas bessere Mannschaft, verpassten es nur durch eigene Unzulänglichkeiten, für mehr Gefahr oder zählbare Erfolge zu sorgen.

Mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit versuchte Paderborns Trainer Roger Schmidt das zu ändern. Zumal die selten sattelfest wirkende Fortuna-Abwehr an diesem Nachmittag überwindbar zu sein schien. Paderborn machte über den überragenden Daniel Brückner ordentlich Druck, auf der anderen Seite ergaben sich gute Gelegenheiten für die Fortuna per Konter oder Standardsituation. So parierte Paderborns Torwart Lukas Kruse einen Kopfball von Assani Lukimya nach einer Ecke mit einer sensationellen Reaktion (55.).

Sein Gegenüber Michael Ratajczak lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab – trotz böigem Wind aus allen Richtungen. Beim Ausgleich der Paderborner war er allerdings chancenlos, den der eingewechselte Matthew Taylor nach einer schönen Kombination per Flachschuss erzielte (74.). Der Treffer zum 1:1 fiel fast zwangsläufig, so sehr hatten die Gastgeber das Tor der Fortunen berannt, die beinahe um das Gegentor gebettelt hatten. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten die Düsseldorfer zu wenig investiert, damit mehr herausspringen konnte als ein glücklicher Punktgewinn.

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