Kevin Stöger kann diverse Positionen bekleiden. Fortuna-Trainer Funkel lobt die Flexibilität des Österreichers.

FUSSBALL
Im Testspiel gegen den AC Florenz hatte Kevin Stöger (r.) enorm viele Ballaktionen. Sein größter Trumpf im Kampf um einen Stammplatz könnte seine Flexibilität sein.

Im Testspiel gegen den AC Florenz hatte Kevin Stöger (r.) enorm viele Ballaktionen. Sein größter Trumpf im Kampf um einen Stammplatz könnte seine Flexibilität sein.

Christof Wolff

Im Testspiel gegen den AC Florenz hatte Kevin Stöger (r.) enorm viele Ballaktionen. Sein größter Trumpf im Kampf um einen Stammplatz könnte seine Flexibilität sein.

Man merkt es Friedhelm Funkel an. Vor den Fähigkeiten von Kevin Stöger hat Fortunas Trainer großen Respekt. Nach schwächeren Auftritten in den ersten Testspielen seiner neuen Mannschaft, zeigte der Österreicher gegen den AC Florenz, wie gut er in das Team passt und dass er gleich mehrere Positionen bekleiden kann.

Zunächst war Funkel froh, jemanden gefunden zu haben, der Freistöße und Ecken punktgenau schlagen kann. Neben Marvin Ducksch, der beim Fußball-Bundesligisten wohl eher für die Freistöße in Frage kommt, die an der Strafraumkante direkt aufs Tor gespielt werden, kann Stöger auch indirekte Freistöße vom Strafraumeck oder weiter hinten gefährlich nach innen schlagen. Doch allein wegen seiner Fähigkeit, Freistöße aufs Tor zu bringen, wie gegen die Italiener, als deren Torhüter den Ball einmal in höchster Not über die Latte lenken konnte, hat die Fortuna den 24-Jährigen nicht von Bochum nach Düsseldorf geholt.

Als Spielmacher und offensiver Mittelfeldspieler hinter einer Spitze (Ducksch) zeigte Stöger seine Fähigkeiten im Aufbauspiel, bei der Ballverteilung, beim Abschluss und auch in der Rückwärtsbewegung. „Wenn ich den Ball möglichst oft habe, bin ich glücklich“, sagt Stöger, der demzufolge gegen Florenz sehr glücklich gewesen sein muss.

Auch auf der Position des „Sechsers“ im zentral-defensiven Mittelfeld ist der 1,75 Meter große Mann einsetzbar. Das bewies er in der zweiten Hälfte an der Seite von Alfredo Morales gegen Florenz. „Nach hinten arbeiten und um jeden Ball kämpfen, oder einen notfalls umhauen, das lernt ein Spieler leichter“, sagte Friedhelm Funkel. „Ein Auge für den Nebenmann zu haben und den Ball auch noch passgenau dorthin zu spielen, das kann hingegen nicht jeder.“

Verdrängt Kevin Stöger einen der Etablierten aus der Startelf?

Dieses indirekte Lob, ohne Stöger dabei direkt anzusprechen, tat dem Österreicher gut, der nun mit noch mehr Selbstvertrauen in die Saison gehen dürfte. Ob er dann als „Sechser“ oder „Zehner“ spielen wird, lässt Funkel bis zum jetzigen Zeitpunkt offen. Gegen den italienischen Erstligisten hat der Österreicher nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. „Allerdings gibt es auch noch eine weitere Position für ihn“, erklärt der Trainer. Die „Achter“-Position, die im Mittelfeld gleichermaßen Defensiv- und Offensivarbeit zu verrichten hat, wäre aus Funkels Sicht ebenso denkbar.

So könnten für Stöger sogar Spieler aus der Startelf weichen müssen, die bisher eigentlich zur festen Achse zählten. Entweder muss Rouwen Hennings zuerst draußen bleiben, wenn Ducksch und Stöger zusammenspielen. Oder, falls der 24-Jährige den defensiveren Part hinter zwei Spitzen übernimmt, wackelt sogar der Stammplatz des bislang unumstrittenen Marcel Sobottka – falls der Trainer wiederum Alfredo Morales als Nebenmann mehr vertraut. Wie viele Möglichkeiten es gibt, ist auch daran zu erkennen, dass kein Spieler sich bereits jetzt sicher in der Startelf wähnen darf. Vor allem nicht im gut besetzten Mittelfeld der Fortuna.

© WhatsBroadcast

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