Fortunas Kapitän musst im Spiel bei Union zuletzt passen. Am Samstag möchte er wieder dabei sein und seinem Team helfen.

FUSSBALL
Die Qualitäten von Fortuna-Kapitän Oliver Fink (l.) wurden bei der 1:3-Niederlage in Berlin zuletzt vermisst.

Die Qualitäten von Fortuna-Kapitän Oliver Fink (l.) wurden bei der 1:3-Niederlage in Berlin zuletzt vermisst.

Christof Wolff

Die Qualitäten von Fortuna-Kapitän Oliver Fink (l.) wurden bei der 1:3-Niederlage in Berlin zuletzt vermisst.

Oliver Fink hat mitgezittert in Berlin, war vor dem Anpfiff in der Kabine. Doch die Aufmunterung des verletzten Fortuna-Kapitäns hat der Mannschaft des Fußball-Zweitligisten nicht geholfen. Es gibt aber für ihn nur ein Szenario, das schlimmer ist. „Wenn ich das Spiel von der heimischen Couch aus verfolgt hätte. Da werde ich echt unangenehm“, sagt Fink.

Der 35-Jährige hat gegen Union gefehlt. Das war offensichtlich und zeigt auch die Statistik. In Fürth (0:1), Ingolstadt (0:1) und jetzt in Berlin (1:3) war „Finki“ nicht dabei. Und in allen drei Spielen sah seine Mannschaft nicht gut aus. „Aber es gab doch auch Spiele, in denen unsere Mannschaft ohne mich gewonnen hat“, sagt er, wiegelt in seiner typischen Bescheidenheit ab und weist auf die Siege in Aue (2:0) und Sandhausen (1:0) zu Beginn der Saison hin.

„Keiner ist unersetzlich, wir können das schon gut auffangen, weil wir große Qualität im Kader haben und taktisch flexibel agieren können“, erklärt der Kapitän, der noch nicht weiß, ob er am Samstag im „Rückspiel“ gegen Fürth überhaupt dabei sein wird. „Die Laufeinheit am Dienstag und das Krafttraining waren ein guter Einstieg.“ Doch auch Fink hat Respekt vor dem harten Boden der Trainingsplätze, und er weiß nicht, ob die lädierte Wade daher keine Probleme mehr macht. „Eigentlich ist es schon der Plan, dass ich am Samstag wieder zur Verfügung stehe.“ Der Routinier hofft auch, dass noch ein Training in der Arena stattfindet.

Mehr bewegen, mutiger spielen! Das fordert der Kapitän des Tabellenführers von sich und seiner Mannschaft für das Fürth-Spiel. „Das ist natürlich auch eine Frage des Selbstbewusstseins und des Platzes, wenn der Ball auf dem schwierigen Untergrund immer wieder verspringt“, sagt der 35-Jährige. Aber diese Art der Ausreden will Fink nicht hören. Er fordert, dass sich alle auf die Umstände einstellen und die vorhandene spielerische Qualität auf den Platz bringen. Und falls es nicht so laufen sollte, müsse man eben die kämpferischen Qualitäten ausspielen.

Gegen Union gewann die Fortuna nur ein Drittel der Zweikämpfe

Die normale Zweikampfstärke hat in Berlin auffällig gefehlt. Nur rund ein Drittel der Zweikämpfe konnte die Fortuna gewinnen und kam so immer wieder unter Druck, weil die Abwehr in der Vorwärtsbewegung war und dann der Ball zu leicht verloren wurde. „Das sind Statistiken, ich bin kein Freund davon, das jedes Mal zu verwissenschaftlichen. Aber es stimmt schon, dass man bei solchen Werten ein Spiel kaum gewinnen kann“, sagt Fortunas Kapitän, der zwar darauf hinweist, dass Fürth ein Angstgegner sei. Aber das gilt nicht unbedingt für Heimspiele in der Arena. Denn gegen das „Kleeblatt“ verlor die Fortuna noch nie ein Pflichtspiel im eigenen Stadion.

Dass er am Samstag dann als Oberbayer gegen die Franken der alleinige Heilsbringer wird, glaubt Fink aber so oder so nicht. „Ich denke nicht, dass sich die Fürther wegen mir in die Hosen machen. Und zudem muss ich auch erst einmal Leistung bringen“, sagt er. Seine Teamkameraden wissen aber, dass sie sich auf ihren Kapitän verlassen können. Denn kämpferisch ist er immer ein Vorbild. Das wird auch für Samstag gelten – falls er wirklich dabei ist.

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