Zwei Siege in spannenden Spielen: Nach dem 3:1 gegen Roskilde von Freitag folgt am Sonntag ein 3:2-Sieg gegen Fulda.

Seya Kishikawa hat gegen Roskilde einen wichtigen Punkt erspielt.
Seya Kishikawa hat gegen Roskilde einen wichtigen Punkt erspielt.

Seya Kishikawa hat gegen Roskilde einen wichtigen Punkt erspielt.

dpa

Seya Kishikawa hat gegen Roskilde einen wichtigen Punkt erspielt.

Düsseldorf. Timo Boll sei "kein Übermensch", hatte Borussias Manager Andreas Preuß vor dem Wochenende gesagt. Als wenn er den Spitzenspieler schon vorab einmal in Schutz nehmen wollte. Die Rechnung mit zwei "sicheren Siegen" von Boll könne nicht immer aufgehen, so Preuß. Doch diese Schutzmaßnahme war nicht nötig - im ersten Spiel des Wochenendes stellte der deutsche Tischtennis-Star die Weichen schon auf Erfolg.

Und das galt für das ganze Wochenende. Sein Dreisatz-Sieg gegen Michael Maze war die Grundlage für das 3:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Roskilde (Hinspiel: 3:2). "Das Spiel gegen Maze war so knapp wie die gesamte Begegnung. Aber ich denke, wir haben insgesamt verdient gewonnen und stehen zu Recht im Halbfinale", sagte Boll. Und am Sonntag folgte das 3:2 in der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) gegen Tabellenführer TTC Fulda, das der Borussia die Chance erhält, aus eigener Kraft die Hauptrunde als Erster abzuschließen (»siehe Artikel S. 24).

Obwohl er sich beim Warmmachen verletzt hatte (Verdacht auf Muskelfaserriss) sorgte Boll erneut für den erfolgreichen Auftakt mit seinem Sieg gegen Robert Svensson. Und letztlich fiel seine Niederlage - die erste in der DTTL - nicht mehr ins Gewicht, weil Christian Süß und Seiya Kishikawa für die übrigen Zähler sorgten.

In der Tabelle hat der Rekordmeister zwei Minuspunkte weniger als Fulda

Nach Minuspunkten hat die Borussia (vier) das Team aus Fulda (sechs Minuspunkte) damit überholt. Das ungleich wichtigere Spiel des Wochenendes - in der DTTL stehen schließlich noch einige Spieltage sowie eine Play-off-Runde bevor - war aber sicher das 3:1 am Freitagabend gegen Roskilde, das den Einzug des Titelverteidigers ins Halbfinale sicherte. Dem spektakulären Auftakteinzel als Neuauflage des EM-Finales von Stuttgart zwischen Boll und Maze folgte die Fünfsatz-Niederlage von Christian Süß - trotz einer 2:0-Satzführung - gegen Oh Sang Eun. Süß ärgerte sich: "Es war alles drin. Nach der Führung hatte ich meine Möglichkeiten zum Sieg, die ich leider nicht genutzt habe."

Vor 800 Zuschauern in der "Baustelle Tischtenniszentrum" war alles wieder völlig offen. Seiya Kishikawa behauptete sich anschließend trotz Sehnenscheidenentzündung im Daumen der Schlaghand gegen Roskildes "Spielermanager" Allan Bentsen in fünf Sätzen, und Boll machte gegen Oh Sang Eun alles klar, nachdem er dem Koreaner im Hinspiel seine erste Saisonniederlage im Borussia-Trikot zu verdanken hatte. "Das war nichts für schwache Nerven. Erst nach dem Triumph von "Kishi" habe ich geglaubt, dass wir es schaffen", sagte Manager Andreas Preuß.

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