Die ersatzgeschwächte Ü 50 der Lierenfelder hat überraschend den Pokal gewonnen.

Das siegreiche Team: Petros Sioutis, Thomas Zich, Klaus Uiberall, Klaus Wetzig, Stefan Fritsche (hintere Reihe von links),
Das siegreiche Team: Petros Sioutis, Thomas Zich, Klaus Uiberall, Klaus Wetzig, Stefan Fritsche (hintere Reihe von links),

Das siegreiche Team: Petros Sioutis, Thomas Zich, Klaus Uiberall, Klaus Wetzig, Stefan Fritsche (hintere Reihe von links),

Das siegreiche Team: Petros Sioutis, Thomas Zich, Klaus Uiberall, Klaus Wetzig, Stefan Fritsche (hintere Reihe von links),

Die Voraussetzungen waren alles andere als gut. „Im Prinzip sah es vorher ganz schlecht aus“, sagt Petros Sioutis von den Ü 50-Fußballern des DSV 04 aus Lierenfeld. „Normalerweise haben wir einen Stamm von 15 Leuten, jetzt waren wir nur sieben. Der Rest war verletzt oder im Urlaub.“

So fuhren die Lierenfelder nur aus einem Grund zum Kleinfeldturnier um die Niederrheinmeisterschaft nach Neuss: „Wir wollten nur das Feld komplettieren. Kurzfristig absagen, das macht man nicht“, sagt Sioutis, dessen Team am Ende völlig überraschend feiern durfte. Nachdem Torwart Hajo Diehlmann im Siebenmeterschießen des Endspiels gegen die DJK TuS Stenern aus Bocholt pariert und Norbert Kaufmann seinen Versuch verwandelt hatte, war der DSV 04 Niederrheinmeister.

„Da war die Freude natürlich groß. Zum Glück haben wir pünktlich im Finale unsere beste Leistung gezeigt“, sagt Sioutis, dessen Team bereits früh durch Klaus Uiberall in Führung gegangen war und erst in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert hatte. Dass es dann keine Verlängerung gab, sondern direkt ins Siebenmeterschießen ging, war ganz nach dem Geschmack der Herren vom Wilhelm-Heinrich-Weg. „Die hätten wir nicht mehr gepackt.“ Denn direkt zu Beginn des Turniers war auch noch Willi Schmitz mit einer Zerrung ausgefallen. So saß lediglich noch Norbert Kaufmann auf der Bank. „Der ist zwar schon 65, aber immer noch topfit“, weiß Sioutis.

Klaus Uiberall trifft an diesem Tag aus allen Lagen

Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen die Gastgeber aus Gnadental waren die ersatzgeschwächten Lierenfelder dann immer besser ins Turnier gekommen. Es folgten Siege über Blau-Weiß Dingden aus Hamminkeln (3:2) und den TuS Mündelheim aus Duisburg (3:1). Und schon stand der DSV im Finale. Was vor allem Torjäger Klaus Uiberall zu verdanken war, der bereits vor dem Finale fünf der sieben DSV-Treffer erzielt hatte. Dort traf er erneut.

„Es hat an diesem Tag einfach alles geklappt. Mich hätte wohl ein Komet treffen können, und der Ball wäre noch irgendwie ins Tor geflogen“, sagte der Torjäger und lachte. Doch die Heldenrolle war im Siebenmeterschießen jemand anderem vorbehalten: Hajo Diehlmann, früher beim Wuppertaler SV im Tor, hielt zwei Schüsse der Bocholter und sicherte seinem Team den Sieg.

Deswegen geht es im August nun bei der Westdeutschen Meisterschaft in Duisburg weiter. „Dann dürften alle dabei sein, dann haben wir eine richtig gute Mannschaft“, sagt Sioutis, der aber weiß, dass das noch lange nichts bedeutet. „Im Fußball ist nichts unmöglich. Wir können mit vielen Ausfällen gewinnen, wir können aber auch mit einem besseren Team früh auf der Strecke bleiben. Das haben wir alles schon erlebt.“

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