Angeführt von Torwart Bozic und Torjäger Oelze gewinnt der Zweitligist 24:23 (10:11).

Handball
Brian Gipperich (am Ball) traf gegen beim 24:23-Erfolg der Rhein Vikings über den ASV Hamm drei Mail.

Brian Gipperich (am Ball) traf gegen beim 24:23-Erfolg der Rhein Vikings über den ASV Hamm drei Mail.

Sergej Lepke

Brian Gipperich (am Ball) traf gegen beim 24:23-Erfolg der Rhein Vikings über den ASV Hamm drei Mail.

Normalerweise ist Vladimir Bozic dafür da, Tore zu verhindern. Das tut der fast zwei Meter große Kroate meist so zuverlässig, dass er sich längst in die Herzen der Fans des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings gespielt hat. Kaum ein Spiel vergeht, ohne dass Bozic mit Sprechchören gefeiert wird.

Das war auch am Samstagabend im Castello wieder zu erleben. Weil Bozic mehrmals in höchster Not rettete und im Spiel gegen den ASV Hamm gar eine Viertelstunde am Stück kein einziges Gegentor kassierte. Im Handball sind das Welten. Für den größten Jubel sorgte der Torhüter allerdings fünf Minuten vor Schluss, als er den Ball über das komplette Feld in das verwaiste Tor der Gäste warf, die mit sieben Feldspielern auf den Anschluss gedrängt hatten. Es war der Treffer zum 22:19 beim 24:23-Sieg der Neuss-Düsseldorfer.

Für die Vikings war es der dritte Sieg im neunten Saisonspiel, der sie auf Rang 14 stehen lässt. Und weil der im Vorfeld nicht zwingend zu erwarten gewesen war, sprach Trainer Ceven Klatt seinen Mannen ein „riesiges Kompliment“ aus: „Jeder ist heute über seine Grenze gegangen, das war eine überragende kämpferische Leistung. Und auch die taktischen Vorgaben haben wir sehr gut umgesetzt.“

Wegen vieler Ausfälle geht die Anfangsphase daneben

Für Klatt selbst war das Spiel alles andere als einfach, musste er doch wegen zahlreicher Ausfälle umstellen. Die Anfangsphase lief entsprechend alles andere als optimal: Schnell stand es 0:3, erst in der ersten Unterzahl seines Teams verkürzte Alexander Oelze per Doppelschlag zum 2:3 (8.). Bis zur 14. Minute und einem 4:6-Rückstand verlief die Begegnung ausgeglichen. Was vor allem am treffsicheren Oelze und Torwart Bozic (47,6 Prozent gehaltene Bälle in Halbzeit eins und insgesamt 21 Paraden) lag. In der Folge wurde vor allem die Abwehr um Zugang Kozlina stärker. So ging es mit 10:11 in die Pause.

Dennis Aust und Brian Gipperich sorgten nach 35 Minuten für die erste Führung der Vikings, die sie binnen drei Minuten auf 14:11 ausbauten. Danach ging es hin und her, immer wieder verkürzten die Gäste aus Westfalen, immer wieder hatten die Rheinländer eine Antwort. Das galt auch für die Schlussminute, in der der ASV zunächst zum 23:23 ausglich, ehe der „überragende“ (Klatt) Oelze mit dem Siegtreffer zur Stelle war. Red

Vikings: Bozic (1 Tor, 21 Paraden, davon ein Siebenmeter), Moldrup (n.e.) (Tor) - Bahn, Thomas (3), Oelze (9/5), Pankofer (3), Weis, Gipperich (3), Bornemann (n.e), Aust (3), Artmann (n.e.), Coric (2), Kozlina

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