Ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Probleme der Verein mit seinen Scorern hat.

Norm Milley und Manuel Strodel (l.) sind außer Form, Ken-André Olimb ist nicht mehr da.
Norm Milley und Manuel Strodel (l.) sind außer Form, Ken-André Olimb ist nicht mehr da.

Norm Milley und Manuel Strodel (l.) sind außer Form, Ken-André Olimb ist nicht mehr da.

Schneider

Norm Milley und Manuel Strodel (l.) sind außer Form, Ken-André Olimb ist nicht mehr da.

Düsseldorf. Es gibt in jeder Sportmannschaft Spieler, die vorangehen müssen. Sei es durch Worte, durch besondere Einsatzbereitschaft oder eben durch Zählbares. Bei den Eishockey-Profis der Düsseldorfer EG gibt es für die ersten beiden Kategorien trotz der aktuellen Schwächephase genügend Beispiele, nur mit den Scorerpunkten und den Toren hapert es. Keine Reihe und erst recht kein einzelner Spieler ist derzeit in der Lage, ein Spiel im Alleingang zu gewinnen.

Das war in den vergangenen beiden Jahren, als die DEG jeweils besser spielte, als es ihr schmales Budget eigentlich hergegeben hätte, anders. In der Saison 2014/2015, der ersten unter Trainer Christof Kreutzer, die als eine Art Auferstehung des alten Clubs von der Brehmstraße gefeiert wurde, trumpften vor allem die Norweger Ken-André Olimb (13 Tore/39 Vorlagen) und Andreas Martinsen (18/23), Travis Turnbull (19/19), Daniel Kreutzer (14/29) und Rob Collins (15/20) auf. Bis zu seiner Dopingsperre war auch Michael Davies (29 Punkte in nur 23 Spielen) ein Garant für Tore. Sie alle scorten durchschnittlich mindestens in zwei von drei Spielen.

Auch in der vergangenen Saison, die erneut auf Rang fünf endete, gab es Spieler, die vor dem gegnerischen Tor den Unterschied ausmachten: Norm Milley (10/35), erneut Olimb (19/23) und Collins (16/22), Verteidiger Bernhard Ebner (9/27) und Drayson Bowman (17 Punkte in 24 Spielen). Hinzu kamen Spieler wie Eduard Lewandowksi (17 Tore), Manuel Strodel (13) und Chris Minard (12), die zumindest zweistellig trafen.

Ehemalige Topscorer sind weg, verletzt oder außer Form

Ein Blick auf die aktuellen Saisonstatistiken ist da ernüchternder. Lediglich zwei Spieler haben nach 20 Spielen durchschnittlich in zwei von drei Spielen gescort: Alexej Dmitriev (6/10) und Rob Collins (4/11). Positiv zu erwähnen sind noch Jungstürmer Max Kammerer (8 Tore) und die drei Verteidiger Kurt Davis, Marcel Brandt und Marco Nowak, die jeweils elf Punkte in 20 Spielen gesammelt haben.

Der Rest der vormaligen Topscorer? Ist entweder nicht mehr da (Olimb, Martinsen, Turnbull, Davies), war länger oder ist immer noch verletzt (Kreutzer, Ebner, Lewandowski) oder spielt außer Form (Milley, Bowman, Minard, Strodel). Und wer neu dazu kam – Alexander Barta, Daniel Weiß, Brandon Yip, Adam Courchaine – hat ebenfalls noch nicht viel gezeigt.

Besonders in der Kritik stehen derzeit Milley (4 Tore/2 Vorlagen), Barta (2/2), Minard (1/2), Bowman (5/3), Yip (1/1), Courchaine (1/1), aber auch Strodel (2/3) und Alexander Preibisch (2/0). Sie alle bleiben offensiv arg unter ihren Möglichkeiten, bis auf Strodel (+3) hat keiner eine positive Plus-minus-Bilanz. Bei Barta (-6), Bowman (-8) und Yip (-9) sieht es sogar richtig düster aus. Will die DEG aus ihrem aktuellen Formtief herauskommen, wird es langsam mal Zeit, dass ein paar Stürmer vorangehen.

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