Der neue Trainer kommt aus Köln. Aber Berührungsängste mit Düsseldorf gibt es nicht: „Ich passe gut zum Damenteam des DHC.“

Düsseldorf. Die Hockeyspielerinnen des Düsseldorfer HC stehen vor einem Neuanfang. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga strebt die Mannschaft vom Seestern eine Spitzenplatzierung in der 2. Bundesliga an.

Gelingen soll dies mit dem neuen Trainer Nico Sussenburger (31). Über den Aufstieg möchte der in Köln lebende Übungsleiter nicht reden. Sussenburger spricht viel lieber über Teamgeist und den Favoritenstatus eines Konkurrenten.

Herr Sussenburger, wie kam es zu Ihrer Verpflichtung durch den DHC?

Sussenburger: Paul Gerits (Anmerkung der Redaktion: ehemaliger Hockey-Obmann des DHC) ist früher einmal mein Trainer gewesen. Wir haben ein gutes Verhältnis und sind in Kontakt geblieben. Über meine neue Mannschaft war ich deshalb immer gut informiert. Der DHC hat sich sehr nett um mich bemüht. Ich glaube, ich passe auch gut zu meinem neuen Team und dem neuen Klub.

Wieso glauben Sie das?

Sussenburger: Ich möchte mit dieser Mannschaft etwas erreichen. Und ich habe in den ersten zwei Wochen hier den Eindruck gewonnen, dass meine Spielerinnen das auch wollen. Ich war wirklich positiv überrascht. Auch bei anstrengenden Fitness-Einheiten hat das Team voll mitgezogen und sich als Gruppe reingehängt. Das hat mir sehr gefallen.

Ist der DHC als Bundesligaabsteiger automatisch der Aufstiegsfavorit Nummer eins?

Sussenburger: Nein. Die Favoritenrolle liegt bei Uhlenhorst Mülheim. Diese Mannschaft wird nur sehr schwer zu schlagen sein. Auch Braunschweig dürfte ein Wörtchen um Platz eins mitreden können. Wir wollen uns im oberen Tabellendrittel etablieren. Eine Entscheidung im Aufstiegsrennen erwarte ich erst in der Saisonendphase. Die findet im Frühjahr des nächsten Jahres statt. Bis dahin kann noch viel passieren.

Aber wichtige Punkte werden schon in der Hinrunde in den nächsten Wochen vergeben.

Sussenburger: Und dort werden wir gut vorbereitet sein. Die Mannschaft ist nach dem Abstieg in weiten Teilen zusammengeblieben. Wir hatten nur drei Abgänge und mit Franziska Falcke auch eine Rückkehrerin. Nach der Hallensaison wird außerdem ein sehr starker Jugend-Jahrgang in den Damenbereich aufrücken, wie auch in Mülheim. Dann werden die Karten neu gemischt.

Welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Sussenburger: Meine taktischen Überlegungen werde ich hier doch nicht verraten (lacht). Nein, ich kann natürlich nach so kurzer Zeit nicht absehen, was möglich ist. Wir haben bislang mehr im athletischen Bereich gearbeitet. Jetzt geht es an die Schläger, und dann werde ich mir ein genaues Bild von der Mannschaft machen. Danach richtet sich auch mein taktisches Konzept.

Sie sind Kölner. Wie arbeitet es sich eigentlich in Düsseldorf?

Sussenburger: (schmunzelt) Das ist für mich überhaupt kein Thema. Alt oder Kölsch – mir ist das egal.

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