Trainer Nico Sussenburger laufen die Erfolge hinterher. Mit den Damen des Düsseldorfer Hockey Clubs hält er selbst den Gewinn des Deutschen Meistertitels 2014/15 auf dem Feld nicht für unmöglich.

Nicolai Sussenburger hat mit seinen Mannschaften beim Düsseldorfer HC bereits sehr viel erreicht – und ist noch längst nicht satt.
Nicolai Sussenburger hat mit seinen Mannschaften beim Düsseldorfer HC bereits sehr viel erreicht – und ist noch längst nicht satt.

Nicolai Sussenburger hat mit seinen Mannschaften beim Düsseldorfer HC bereits sehr viel erreicht – und ist noch längst nicht satt.

Horstmüller

Nicolai Sussenburger hat mit seinen Mannschaften beim Düsseldorfer HC bereits sehr viel erreicht – und ist noch längst nicht satt.

Düsseldorf. Für Nico Sussenburger war 2014 ein Traumjahr. Der Trainer von Hockey-Bundesligist DHC feierte erst den Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die erste Liga. Danach eilte seine Mannschaft von Sieg zu Sieg. Mit der weiblichen Jugend wurde Sussenburger dazu zweimal Deutscher Meister. Kurz vor dem Weihnachtsfest wurde der 34-Jährige dann noch Vater eines gesunden Sohnes. Wir sprachen mit dem DHC-Trainer, der seit zweieinhalb Jahren am Seestern arbeitet.

Herr Sussenburger, hat das private Glück das Jahr 2014 für Sie persönlich gekrönt?

Nico Sussenburger: Dass das private Glück einen deutlich höheren Stellenwert genießt als das sportliche Glück, ist doch klar. Für mich persönlich war 2014 ein ziemlich nettes Jahr in allen Bereichen. (lacht) Es kann gerne so weitergehen.

Sportlich betrachtet: War die steile Entwicklung Ihrer Mannschaft absehbar? Aus einem Zweitligisten ist der Tabellenführer der Bundesliga geworden.

Sussenburger: Für mich war absehbar, dass wir eine Entwicklung nehmen müssen. Wir hatten und haben viele gute Spielerinnen, die sich im Training zu besseren Leistungen anstacheln. Dass wir allerdings so schnell so erfolgreich unterwegs sind, das war für mich nicht absehbar. Aber die Mannschaft hat das super hinbekommen.

„Ich traue meiner Mannschaft in jedem Spiel gegen jeden Gegner einen Sieg zu.“

Verläuft seit dem Aufstieg alles wie im Traum?

Sussenburger: Nein, auf keinen Fall. Dass wir in der Feld-Bundesliga nach zehn Spielen Erster sind, war zwar nicht zu erwarten. Mir war aber klar, dass wenn eine Mannschaft über einen längeren Zeitraum gut und konzentriert trainiert, der Erfolg die logische Folge ist. Andere trainieren sicherlich auch gut und konzentriert, aber die Einstellung meiner Spielerinnen ist schon vorbildlich: Ich kann behaupten, dass es bei sieben von zehn Trainingseinheiten richtig zur Sache geht. Das ist eine erstaunlich gute Quote.

Ist das Ihr Erfolgsgeheimnis?

Sussenburger: Das ist ja kein Geheimnis. Was die Spielerinnen betrifft, haben wir eine sehr gesunde Mischung aus Freude und Motivation. Jede will sich unbedingt verbessern. Das macht es mir leicht.

Haben Sie einen Überblick? Wie viele Niederlagen gab es für die DHC-Damen in 2014?

Sussenburger (lacht): Wir hatten kürzlich eine Besprechung, in der wir das Jahr 2015 geplant haben. Eigentlich bin ich kein Statistikfan, aber da habe ich die Bilanz zusammengetragen: 24 Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen in 28 Pflichtspielen. Das ist schon fast unwirklich.

Haben Sie für 2015 denn den Düsseldorfer Rathausbalkon für die Meisterfeier reserviert?

Sussenburger (grinst): Hat Düsseldorf überhaupt einen Rathausbalkon?

Ja, zumindest so etwas in der Art . . .

Sussenburger: Reserviert haben wir nichts. Wenn wir etwas holen sollten, weiß ich noch nicht einmal, ob wir überhaupt eingeladen werden. Aber im Ernst: In der laufenden Hallensaison werden wir wohl ins Viertelfinale kommen. Da lautet das Ziel Final Four, also Halbfinale. Und auf dem Feld wird entscheidend sein, ob wir die Euphorie wieder entfachen können. Da wird der Start ganz wichtig.

Hat Ihre Mannschaft denn überhaupt ernsthafte Titelchancen bei der erfahrenen Konkurrenz?

Sussenburger: Ich traue meiner Mannschaften in einem einzelnen Spiel gegen jedes Team in Deutschland einen Sieg zu. Und im Hockey gibt es ein Finale um den Titel. Aber bei meinem Team müssen wir auch abwarten, wo die eine oder andere Spielerin ihre Zukunft für ihr Studium sieht. Das wird eine entscheidende Baustelle für den Verein. Wir müssen den Kader über das Jahr 2015 zusammenhalten.

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