Damen des Düsseldorfer HC holen den Titel in der Halle. Der Erfolg ist verdient und eine Konsequenz guter Jugendarbeit.

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So sieht pure Freude aus: Die DHC-Damen Greta Gerke (links) und Sabine Markert freuen sich über ihren ersten Deutschen Meistertitel.

So sieht pure Freude aus: Die DHC-Damen Greta Gerke (links) und Sabine Markert freuen sich über ihren ersten Deutschen Meistertitel.

dpa

So sieht pure Freude aus: Die DHC-Damen Greta Gerke (links) und Sabine Markert freuen sich über ihren ersten Deutschen Meistertitel.

Düsseldorf. Als die Schlusssirene durch die Berliner Max-Schmeling-Halle dröhnte, lagen die Hockeyspielerinnen des DHC schon jubelnd am Boden. Verschmolzen zu einem großen Menschenknäuel. Bereits Sekunden vor dem Spielende war die gesamte Mannschaft auf das Feld gestürmt. Das Spiel war da längst entschieden, die Feierlichkeiten konnten beginnen. Nach dem 4:1 (1:0) gegen Uhlenhorst Mülheim im Endspiel um die Deutsche Hallenmeisterschaft ist der DHC ganz oben angekommen: Deutscher Meister 2015.

Es ist die erste Meisterschaft in der 110-jährigen Geschichte des Vereins aus Oberkassel. „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mädels“, sagte Trainer Nico Sussenburger, der sich Sonntagabend noch mit der Mannschaft in den Flieger setzte und im Anschluss zu einem großen Empfang ins Düssseldorfer Clubhaus am Seestern brauste. Bis in die Morgenstunden feierten die DHC-Damen ihren Triumph.

Das hatten sich die Spielerinnen auch verdient: Die Mannschaft ist ungeschlagen durch die Saison marschiert, schaltete am Samstag im Halbfinale den Titelverteidiger UHC Hamburg aus. Und sie behielt auch am Sonntag im Endspiel kühlen Kopf. „Mein junges Team hatte mit Nervosität zu kämpfen. Aber wir haben das super hinbekommen“, sagte Sussenburger.

Der erste Titel kann der Auftakt zu einer Erfolgsgeschichte sein

Insbesondere gegen die beste deutsche Damenmannschaft der vergangenen Jahre zeigte der DHC seine Extraklasse. Der UHC Hamburg war am Ende klar unterlegen. „Ich habe immer gesagt, dass wir jede Mannschaft in Deutschland schlagen können. Jetzt haben wir es tatsächlich geschafft“, sagte Sussenburger.

Das Endspiel entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit. Nach zwei Duellen in der Vorrunde kam es zum dritten Aufeinandertreffen mit Uhlenhorst Mülheim in dieser Saison. „Das wir zuletzt mit 8:1 gewonnen hatten, war bei der Vorbereitung nicht gerade förderlich“, erklärte Nico Sussenburger. „Wir haben nur gewonnen, weil wir trotzdem unser Toplevel erreichen konnten.“

Uhlenhorster HC - Düsseldorfer HC 4:7 (1:3) Uhlenhorst Mülheim - Harvestehuder THC 3:2 i.P.

Düsseldorfer HC - Uhlenhorst Mülheim 4:1 (1:0)

Natalie Kubalski, Luisa Steindor, Annika Sprink, Pia Lhotak, Sabine Markert, Jenny Fröhlich, Darja Möllenberg, Selin Oruz, Laura Überbacher, Isa Maas, Greta Gerke, Elisa Gräve, Tessa Schubert, Viktoria Kammerinke

Nico Sussenburger

Der Meistertitel ist der vorläufige Höhepunkt einer fabelhaften Entwicklung beim DHC. Innerhalb weniger Jahre hat der Verein die Mannschaft fast komplett neu aufgebaut. Starken Spielerinnen aus der Region wurde ein Wechsel an den Seestern schmackhaft gemacht. Dazu kam hochtalentierter Nachwuchs. Gepaart mit den erfahrenen Sabine Markert, Jenny Fröhlich und Greta Gerke. „Die Herausforderung wird es sein, den starken Kader zu halten“, blickte Sussenburger voraus. „Die Erfahrungen dieser Endrunde und der Titel können uns einen Schub geben. Hier soll noch nicht Ende sein.“ Diese Aussage darf als Kampfansage verstanden werden.

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