In einem erneuten Krimi unterliegt der Düsseldorfer Zweitligist dem Team des Dessau-Roßlauer HV mit 29:30. Die Verletzung von Alexander Oelze ist nicht zu kompensieren.

Handball
Alexander Oelze (links) hatte bereits fünf Mal für die Vikings getroffen, als er verletzt raus musste. 752 Zuschauer sahen das Spiel.

Alexander Oelze (links) hatte bereits fünf Mal für die Vikings getroffen, als er verletzt raus musste. 752 Zuschauer sahen das Spiel.

Christof Wolff

Alexander Oelze (links) hatte bereits fünf Mal für die Vikings getroffen, als er verletzt raus musste. 752 Zuschauer sahen das Spiel.

Der Frust stand Ceven Klatt deutlich ins Gesicht geschrieben. Noch mehr als seine Spieler ärgerte sich der Trainer der Düsseldorf Vikings über eine insgesamt tatsächlich völlig unnötige 29:30 (16:16)-Niederlage in der 2. Handball-Bundesliga gegen den Tabellennachbarn Dessau-Roßlauer HV. Dabei war Klatt noch nicht einmal sauer auf die Unparteiischen, die nach dem Ballgewinn in den letzten Sekunden und dem von Dennis Aust gelaufenen Konter nicht auf Siebenmeter, sondern nur auf Freiwurf entschieden. „Das kann man so pfeifen, muss man aber nicht“, sagte Klatt.

Auch Aust selbst war fair genug, die Niederlage in diesem erneuten Krimi für die HC Vikings Neuss/Düsseldorf nicht auf äußere Faktoren zu schieben. „Die letzte Aktion gegen mich war ein klarer Siebenmeter. Dann hätten wir ein Unentschieden erreicht. Wir haben auch im Angriff gut gespielt, obwohl wir in der Schlussphase ein paar Chancen liegen gelassen haben“, sagte der Linkshänder. „Aber 30 Tore zu kassieren, war einfach zu viel.“ Auch die Verletzung von „Ali“ Alexander Oelze wollte Aust nicht als Begründung heranziehen. „Christopher Klassmann hat dafür einen guten Job gemacht. Allerdings hätten wir ohne diese Verletzung flexibeler wechseln können.“

Da war der Vikings-Trainer anderer Meinung. „Diesen Ausfall konnten wir nicht kompensieren“, sagte Klatt. Oelze war genau in dem Moment mit einer Knieverletzung ausgefallen, als seine Mannschaft nach dem fünften Tor des Ex-Spielers des Bergischen HC mit 11:8 in Führung gelegen hatte. Wenig später hieß es 12:13 aus Düsseldorfer Sicht und das Spiel war zumindest vom Ergebnis her sehr ausgeglichen. Erst in der Schlussphase konnten sich die Gäste mit zwei Toren absetzen und wollten diesen Vorsprung nach Hause schaukeln. Doch die Vikings kämpften und wurden letztlich (von den Unparteiischen) nicht belohnt.

Trainer Klatt ist aber mit dem Kampfgeist seines Teams zufrieden

„Das war eine ganz bittere Niederlage“, sagte Ceven Klatt. „Der Mannschaft will ich zwar den Kampfgeist nicht absprechen, aber die Cleverness hat gefehlt.“ Damit geht auch die Rechnung des Trainers nicht mehr auf, der aus den Spielen in Dresden, gegen Dessau und in Hamm mindestens drei Punkte eingeplant hatte.

Dazu hat die Mannschaft in Dresden und gegen Dessau noch zu viele unnötige, kleine Fehler gemacht. Zudem kann die Mannschaft verletzungsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern wie Felix Handschke und Alexander Oelze nicht so einfach verkraften. Trainer Ceven Klatt muss sich für die nächsten Spiele also etwas einfallen lassen.

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