Beim 2:4 in Augsburg schlägt sich die DEG selbst. Am Sonntag geht es nach Iserlohn.

Kurt Davis (r.) war nach dem 2:4 in Augsburg enorm frustriert.
Kurt Davis (r.) war nach dem 2:4 in Augsburg enorm frustriert.

Kurt Davis (r.) war nach dem 2:4 in Augsburg enorm frustriert.

Häfner

Kurt Davis (r.) war nach dem 2:4 in Augsburg enorm frustriert.

Düsseldorf. Kurt Davis sah ratlos aus, als er am Donnerstagabend ein Statement zum 2:4 bei den Augsburg Panthern abgeben sollte. Zum fünften Mal in Folge hatte seine Düsseldorfer EG verloren und war aus den Play-off-Plätzen der Deutschen Eishockey Liga herausgefallen. Was auch an Davis’ vergebener Chance lag, als er die Scheibe im letzten Drittel unbedrängt über das leere Tor drosch. „Von 100 Versuchen geht er 99 Mal rein, heute war dieses eine Mal“, sagte der zerknirschte Verteidiger und stellte grundsätzlich fest: „Der Puck springt gerade nicht für uns.“

Das war in Augsburg so deutlich zu sehen, wie noch nie in dieser verkorksten Saison. 36 Torschüsse und zahlreiche weitere Chancen reichten der DEG für gerade mal zwei Tore. Brandon Yip schlug selbst bei einem Penalty über die Scheibe und wurde dafür vom Augsburger Publikum regelrecht ausgelacht. Deren Lieblinge machten es besser: 22 Schüsse – vier Tore.

„Sehr frustrierend“ sei das, sagte DEG-Trainer Christof Kreutzer, „wir müssen viel, viel, viel mehr arbeiten für ein Tor. Auf der anderen Seite fallen sie einfach rein“. Was den Augsburgern fast unangenehm war. „Das war natürlich nicht gewollt, das war ein Passversuch“, beschrieb Thomas Holzmann seinen Treffer zum 3:1, den DEG-Verteidiger Tim Conboy mit dem Knie ins eigene Tor bugsiert hatte. Das nächste Eigentor zum 4:1 ging auf Bernhard Ebners Kappe. Gegenspieler waren bei beiden Treffern weit und breit nicht zu sehen.

Die Krise der DEG allein auf das Schicksal zu schieben, wäre zu einfach. Es fehlt dem in die Jahre gekommenen Team an Tempo, zudem geht ihm spielerisch jegliche Leichtigkeit ab. Dumme Strafen gehören zum Standard wie unerklärliche Fehler in Pass- und Stellungsspiel. Unter den durchaus leidensfähigen Fans kippt gerade die Stimmung.

Gerade mal 38 Punkte stehen nach 34 Spielen zu Buche. Dass die DEG überhaupt noch eine Chance auf die Pre-Play-offs hat, liegt an der schwachen Konkurrenz im Tabellenkeller. Allerdings fängt die nun an zu punkten. Krefeld siegte zuletzt dreimal in Folge, Straubing schlug Wolfsburg und zog an der DEG vorbei.

Für die geht es am Sonntag (16.30 Uhr) nach Iserlohn zum Schlusslicht. In der kleinen Halle am Seilersee ist es als Düsseldorfer ja grundsätzlich ungemütlich. Die Partie werde wie ein Play-off-Spiel, blickte Kurt Davis voraus. Geht es weiter wie zuletzt, wird es das einzige sein, das die DEG in dieser Saison erlebt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer