51.125 Zuschauer sehen einen 3:2-Sieg der Düsseldorfer gegen die Kölner Haie.

"Duesseldorfer EG v Koelner Haie - Wintergame 2015"
Jubel über das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Gastgeber.

Jubel über das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Gastgeber.

DEL Wintergame/City-Press

Jubel über das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Gastgeber.

Düsseldorf. Es war 18:38 Uhr, als die entscheidende Zahl des Tages endlich verkündet werden konnte. "Wir bedanken uns bei 51.125 Zuschauern. Das ist der Europarekord", verkündeten die Stadionsprecher und ernteten damit den größten Applaus des Tages.

Spätestens jetzt war der Tag aus Sicht der Düsseldorfer EG perfekt gelaufen. Vom Drumherum her mit Legenden-Spiel und Rockkonzert, aber vor allem auch sportlich. Nachdem die DEG bereits am Mittag das Spiel zwischen den ehemaligen Größen aus alten Brehmstraßen-Tagen gegen die Kölner Haie mit 3:1 gewonnen hatte, entschied das aktuelle Team von Trainer Christof Kreutzer auch das eigentliche Winter Game für sich. 3:2 (1:0/2:1/0:1) hieß es am Ende in der fast ausverkauften Arena gegen den KEC. "Das war Gänsehaut pur. Ein Erlebnis, das ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werden", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer unmittelbar nach dem Spiel.

Und als das große Feuerwerk den Tag abrundete, konnten sich alle, die rund zwölf Monate lang am Gelingen des wichtigsten Tages der Saison für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) mitgewirkt hatten, gegenseitig auf die Schulter klopfen. Denn sie hatten einen Kraftakt gemeistert und die Fußballarena innerhalb von nur zwei Wochen in das größte Eisstadion Europas verwandelt. Samt Eisfläche, weißen Teppichen, Konzertbühne und einer Sound- und Lichttechnik, die ein hiesiges Eishockey-Spiel in der Form noch nicht erlebt hat. Rund 2000 Arbeiter waren dafür im Einsatz, etwa zwei Millionen Euro hatte die extra gegründete Winter Game GmbH dafür investiert.

Die Zuschauer dankten es ihnen. Schon mittags in der Altstadt waren Trikots aus aller Welt zu sehen. Für die deutsche Eishockey-Fanszene wurde das zweite Winter Game zu einem großen Klassentreffen. Selbst aus Skandinavien, Nordamerika und Australien waren die Fans angereist, um das "größte Derby aller Zeiten", wie es die DEL im Vorfeld genannt hatte, zu sehen.

Das Spiel an sich fing eher verhalten an. Beiden Teams war die Nervosität anzumerken. So brauchte es erst ein Überzahlspiel kurz vor Ende des ersten Drittels, ehe die DEG durch Travis Turnbull in Führung ging. Zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt verdient.

Das änderte sich erst im Mittelabschnitt, als die Gastgeber durch den erst vor wenigen Wochen verpflichteten Kris Sparre auf 3:0 davonzog. Die Kölner schienen geschockt und brauchten erst mal eine Auszeit, um sich zu sammeln. Und das taten sie dann. Während sich die Düsseldorfer zurückzogen, übernahmen die Kölner das Spiel und hatten nun Chancen im Minutentakt. Bis zur 40. Minute hielt der überragende DEG-Goalie Tyler Beskorowany seinen Kasten sauber, erst gegen den Schuss von Philipp Gogulla war der Kanadier machtlos. So ging es mit einem 3:1 ins letzte Drittel.

Kaum hatte das begonnen, war Gogulla schon wieder zur Stelle. Plötzlich war alles wieder offen. Die Haie drückten bis zum Ende und hatten auch durchaus Chancen. Aber Beskorowany war nicht mehr zu bezwingen. So endete ein rundum gelungener Tag mit vielen glücklichen Gesichtern auf Seiten der DEG.

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