Die Düsseldorfer EG bastelt bereits am Kader für die neue Saison. Zwei Ab- und vier Zugänge scheinen bereits jetzt festzustehen.

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DEG-Trainer Christof Kreutzer denkt auch bereits an die nächste Saison.

DEG-Trainer Christof Kreutzer denkt auch bereits an die nächste Saison.

dpa

DEG-Trainer Christof Kreutzer denkt auch bereits an die nächste Saison.

Düsseldorf. Wenn morgen etwa gegen 17 Uhr die Schlusssirene ertönt und die 52 Spieltage lange Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihr Ende findet, dürfte sich der Rather Dome in eine Partyzone verwandeln. Denn wenn bis dahin nichts völlig Unvorhergesehenes mehr passiert, steht die Düsseldorfer EG im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Ein Umstand, der nicht nicht nur überraschend ist und den zahlreichen angeschlagenen Spielern zehn Tage Pause beschert. Gleichzeitig geht es für Christof Kreutzer, Trainer und Manager in Personalunion, bereits darum, am Kader für die nächste Saison zu basteln. Und da dürfte es vor allem im Sturm einige Veränderungen geben.

Torjäger Andreas Martinsen (18 Treffer) wird die DEG verlassen und sein Glück in Nordamerika versuchen. Ob es wirklich für die NHL reicht, weiß zwar derzeit niemand. Aber weil die Trainingscamps der Eliteliga erst dann vorbei sind, wenn die DEL längst wieder spielt, dürfte der 24 Jahre alte Norweger morgen (14.30 Uhr) gegen Schwenningen sein letztes Hauptrunden-Spiel im DEG-Trikot erleben.

Auch hinter der Zukunft von Michael Davies – bis zu seiner Sperre wegen Dopingverdachts Topscorer der gesamten Liga – steht ein großes Fragezeichen. Zwar soll nächste Woche endlich die Anhörung vor dem Richter stattfinden, aber wie die ausgeht, weiß niemand. Ebenso wenig, ob der US-Amerikaner nach all dem Theater um das je nach Sichtweise lebensnotwendige oder leistungssteigernde Medikament nicht lieber wieder in der Heimat spielen will. Dort nehmen sie es mit den Dopingrichtlinien ja nicht immer so genau.

Milley und Minard sind bei der DEG als Zugänge im Gespräch

Blieben aus dem aktuellen Kader noch acht Stürmer übrig: die komplette Reihe mit Kapitän Daniel Kreutzer, Rob Collins und Alexej Dmitriev, die drei Jungspunde Alexander Preibisch, Manuel Strodel und Daniel Fischbuch sowie der norwegische Spielmacher Ken-Andre Olimb und Toptorjäger Travis Turnbull (19 Treffer). Fest zugesagt für die nächste Saison hat auch Christoph Gawlik – ein ebenso bulliger wie schneller Mann, der der DEG mehr Zweikampfstärke geben soll. Der 27-Jährige kommt vom Meister aus Ingolstadt an den Rhein.

Dasselbe soll auch für Marcel Brandt gelten. Der 22 Jahre alte Straubinger, der als großes Talent gilt und schnellstens weg will, soll für zwei Jahre an der Brehmstraße unterschrieben haben. Bestätigen will das die DEG nicht, dementieren aber ebenso wenig.

Ein ganz anderer Spielertyp ist Norman Milley, der von den Grizzly Adams Wolfsburg kommen soll. Der Kanadier ist bereits 35 Jahre alt und war in den vergangenen sieben Jahren ein zuverlässiger Scorer (365 Punkte in 398 Spielen). Seine Stärke ist mehr der finale Pass als der Abschluss. Ein idealer Power-Play-Spieler, der Michael Davies ersetzen könnte, sollte der länger gesperrt werden oder wechseln.

Und dann soll die DEG auch bereits mit Chris Minard einig sein. Auch der ist Kanadier. Auch der ist nicht mehr der Jüngste (33). Auch der weiß, was man vorne zu tun hat: 94 Punkte in 147 Spielen. In Köln hat Minard trotzdem keine Zukunft. Wegen der verpassten Play-offs kehren die Haie mit dem großen Besen durch den Kader. Bei der DEG sieht’s anders aus. Neben Martinsen und Davies könnten sich Kris Sparre, Alexander Thiel und Niki Mondt verabschieden. Ihre Zukunft ist derzeit unklar.

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