In der Abwehr der DEG sind noch Positionen offen. Peter Boon wird den Klub verlassen.

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Peter Boon spielt seit 2007 für die Metro Stars.

Peter Boon spielt seit 2007 für die Metro Stars.

Horstmüller

Peter Boon spielt seit 2007 für die Metro Stars.

Düsseldorf. Fast alles fokussiert sich bei der Düsseldorfer EG in dieser Woche auf das 183. rheinische Eishockey-Derby gegen die Kölner Haie am Sonntag (14.30 Uhr, Rather Dome).

Aber eben nur fast, denn Manager Lance Nethery muss sich schon um die Saison 2009/10 kümmern, und dazu hat er diese Woche Zeit. Etliche Verträge laufen am Saisonende aus, und hinter einigen Personalien stehen Fragezeichen.

Die wenigste Arbeit macht die Besetzung des Angriffs. Die Schlüsselspieler haben gültige Kontrakte über das Saisonende hinaus (siehe Kasten), und bei den anderen ist sich Nethery weitgehend im Klaren.

Peter Boon muss die DEG auf jeden Fall verlassen, und auch bei Fabio Carciola deutet vieles auf einen Abschied hin. Martin Hinterstocker möchte Nethery hingegen gerne behalten, ebenso scheinen die Vertragsverlängerungen mit Adam Courchaine und Brad Tutschek nur noch Formsache zu sein.

Einziger Problemfall ist Evan Kaufmann, dem ein Angebot der Hamburg Freezers vorliegt. "Auch wir haben ihm einen Kontrakt angeboten und erwarten seine Antwort bis zum 15. Januar", sagt Nethery.

Tor: Jamie Storr (2010); Abwehr: Marian Bazany (2010); Angriff: Rob Collins (2011), Patrick Reimer (2011), Shane Joseph (2010), Daniel Kreutzer (2010), Ryan Ramsay (2010), Brandon Reid (2010).

Weitaus schwieriger gestaltet sich die Frage bei Jochen Reimer. Dem Ersatztorwart, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jamie Storr seine Sache gut gemacht hat, attestiert Nethery DEL-Tauglichkeit, kann dem 23-Jährigen aber erst 2010 einen Stammplatz in Aussicht stellen, da bis dahin der Vertrag von Storr läuft.

Die Zukunft von Harrington und Caldwell ist bei der DEG ungewiss

Reimer könnte diese Wartezeit durchaus in Kauf nehmen, da er um seine noch vorhandenen Defizite weiß und obendrein mit Storr befreundet ist. "Einen besseren Lehrer kann er kaum bekommen.

Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass wir ihn für die komplette nächste Saison an einen anderen Verein ausleihen. So käme er mit sehr viel Spielpraxis zu uns zurück", sagt Nethery.

Bleibt noch die Abwehr, bei der feststeht, dass Andy Hedlund, der zu den Adlern Mannheim geht, durch Jason Holland aus Ingolstadt ersetzt wird. Mit Peter Ratchuk möchte der Manager gerne verlängern, weil er seine Defensiv-Qualitäten schätzt, während die Zukunft von Chris Harrington und Ryan Caldwell offen ist.

Ebenso wie die Frage, ob Korbinian Holzer von den Toronto Maple Leafs angefordert wird, was im Moment aber eher unwahrscheinlich sein dürfte. In Nordamerika spielen mit Alexander Sulzer und Robert Dietrich zwei ehemalige DEG-Profis, die Nethery nicht aus den Augen verloren hat.

"Sulzer hat in Nashville einen Ein-Wege-Vertrag über zwei Jahre bekommen, was ich nicht erwartet hätte. Er ist damit für uns unerreichbar, aber Dietrich erhält selbst in deren Farm-Team in Milwaukee kaum noch Einsatzzeiten.

Ich glaube schon, dass er gerne nach Düsseldorf zurück kommen möchte, aber leider hat er dabei kein Mitspracherecht", sagt Nethery.

Gegen Köln hoffen die Metro Stars auf einen ausverkauften Dome

Einige Wackelkandidaten können sich mit guten Leistungen für neue Verträge empfehlen. Die 3:5-Pleite der DEG in Ingolstadt war allerdings nicht dazu angetan.

Unter den gestrengen Augen von Manager Lance Nethery gab es kaum Lichtblicke, darum wird im Hinblick auf das rheinische Derby gegen die Kölner Haie besonders intensiv trainiert. Immerhin ist die DEG komplett besetzt.

"Man hat gegen Ingolstadt gesehen, dass es darauf ankommt, wie die Spieler sich bemühen, die zur Verfügung stehen", sagte Kreis. Damit meinte der Trainer die gute Leistung der durch Verletzung dezimierten Panther.

Gegen Köln soll nun ein Ruck durch die Mannschaft gehen, auch im Hinblick auf die vielen Zuschauer, die kommen werden. 11000 Karten wurden bislang im Vorverkauf abgesetzt, die DEG hofft zum ersten Mal in dieser Saison auf einen ausverkauften Dome.

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