Manager Lance Nethery vertagt fast alle Verhandlungen. Daniel Kreutzer hat das vorliegende Angebot noch nicht angenommen.

Arbeitskollegen und Freunde: Harold Kreis (l.) und Lance Nethery.
Arbeitskollegen und Freunde: Harold Kreis (l.) und Lance Nethery.

Arbeitskollegen und Freunde: Harold Kreis (l.) und Lance Nethery.

Lange

Arbeitskollegen und Freunde: Harold Kreis (l.) und Lance Nethery.

Düsseldorf. Das Wort "leider" gehört eigentlich nicht zum Wortschatz von Lance Nethery. In diesen Tagen benutzt der Manager der Düsseldorfer EG es jedoch häufiger, wenn er über Vertragsverlängerungen bei dem Club aus der Deutschen Eishockey Liga redet.

"Daniel Kreutzer ist der einzige Spieler, mit dem wir gesprochen haben. Wir möchten ihn behalten und haben ihm ein marktgerechtes Angebot für zwei Jahre gemacht. Leider hat er es noch nicht angenommen. Den anderen Spielern, deren Verträge auslaufen, können wir leider noch kein Angebot machen. Das liegt an der sportlichen und der wirtschaftlichen Situation", sagt Nethery. "Ich hoffe, dass wir in zwei Wochen etwas weiter sind."

Marktgerecht bedeutet im Fall von Daniel Kreutzer, dass ihn die DEG zu verringerten Bezügen behalten möchte. 16 Verträge laufen bei den Metro Stars zum Saisonende aus, darunter auch der von Trainer Harold Kreis. "Ein neuer Vertrag war bisher noch nie ein Thema zwischen Lance und mir", sagt Kreis.

Dass dem 50-Jährigen Anfragen aus der Schweiz vorliegen, wird verschwiegen. Mehrere Varianten halten sich aber hartnäckig. Nummer eins: Löst der scheidende Schweizer Nationaltrainer Ralph Krueger bei der DEG Harold Kreis ab? "Richtig ist, dass ich mich in nächster Zukunft nicht entscheiden werde und zu gegebener Zeit weitersehe", sagt Krueger, der früher für die DEG auf Torejagd ging. Nummer zwei: Tritt Harold Kreis die Nachfolge von Sean Simpson, der neuer Schweizer Nationaltrainer wird, bei den ZSC Lions an?

Trainer und Manager weichen bei den meisten Vertragsfragen aus

Auch Lance Nethery weicht vor dem Auswärtsspiel der DEG am Freitag bei den Eisbären Berlin aus. "Mit Harold habe ich eine andere Beziehung als mit den Spielern. Wir kennen uns schon seit 1995 und haben schon mehrere Jahre zusammengearbeitet."

Es ist eine Anekdote über die Düsseldorfer EG schlechthin. Als die NHL in der Saison 1994/95 durch einen Streik im Zuge von Uneinigkeiten über Gehaltsmodalitäten später begann, hielten sich einige Profis in Europa fit. So kam Brendan Shanahan zur DEG und musste sich vom damaligen Trainer Hans Zach erst einmal erklären lassen, wie ein Eishockey-Schläger gehalten wird. Shanahan holte danach mit den Detroit Red Wings 1997, 1998 und 2002 den Stanley-Cup sowie 2002 mit Kanada olympisches Gold. Jetzt beendete der 40-Jährige, dem für die DEG in drei Spielen fünf Tore und drei Vorlagen gelangen, nach 22 Jahren seine Karriere. In 1524 NHL-Partien erzielte Brendan Shanahan 656 Tore und bereitete 698 Treffer vor. "Ich danke meiner Familie und allen Freunden, die mir geholfen haben, meinen Kindheitstraum von einer Karriere in der NHL wahr werden zu lassen", sagte Shanahan, der zuletzt für die New Jersey Devils spielte.

Bei den Spielern sieht das anders aus. "Dieser Markt hat sich geändert. Die Clubs sind bei Verpflichtungen vorsichtiger geworden. Kein Spieler will weniger Geld verdienen. Wir können aber nur das ausgeben, was wir zur Verfügung haben. Außerdem hat bis auf Torhüter Jean-Sebastien Aubin kaum einer die Erwartungen erfüllt. Das ist leider so", sagt Nethery.

Der Live-Ticker der Westdeutschen Zeitung zum Auswärtsspiel der DEG am Freitag in Berlin (Beginn 19.30 Uhr) ist ab 19 Uhr online.

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