Seit Mitte Dezember gab es fünf gravierende Schiedsrichter-Fehler zu Ungunsten der Düsseldorfer.

Eishockey
Das Schiedsrichtergespann Gordon Schukies (von hinten) und Bastian Haupt (r.) beim Spiel der DEG bei den Kölner Haien.

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Das Schiedsrichtergespann Gordon Schukies (von hinten) und Bastian Haupt (r.) beim Spiel der DEG bei den Kölner Haien.

Düsseldorf. Es gibt ja diesen alten Spruch, dass sich Glück und Pech im Laufe einer Saison ausgleichen. Geht es um die Düsseldorfer EG, kann davon in der aktuellen Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga aber keine Rede sein – zumindest, wenn es um Schiedsrichterentscheidungen geht. Auch wenn diese die jüngsten Niederlagen der DEG sicher nicht allein zu verantworten haben, setzen sie den Rot-Gelben immer mehr zu.

Den Anfang machten die Schiedsrichter Bastian Haupt und Gordon Schukies beim Spiel der DEG in Köln Mitte Dezember. Anstatt Haie-Kapitän John Tripp für seinen brutalen Check von hinten gegen Ken André Olimb auf die Strafbank zu schicken, ließen sie das Spiel laufen. Darüber beschwerte sich DEG-Coach Christof Kreutzer so sehr, dass sein Team eine Bankstrafe bekam, die letztlich zum 2:1 der Kölner führte. „Es ist unbestritten, dass unsere Schiedsrichter da nicht den besten Tag hatten“, sagt Holger Gerstberger, Schiedsrichter-Beauftragter der DEL, der aber nicht nichts von einer generellen Benachteiligung der DEG wissen will.

In vier der jüngsten fünf Spiele gab es zuletzt Ärger

Travis Turnbull entscheidet durch seinen Treffer zum 2:1 das Derby gegen Köln und reagiert auf kommende kritische Stimmen.
Das Schiedsrichtergespann Gordon Schukies (von hinten) und Bastian Haupt (r.) beim Spiel der DEG bei den Kölner Haien.

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Birgit Häfner, Bild 1 von 2

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Dabei ist es schon auffällig, wie oft in strittigen Situationen derzeit gegen die DEG entschieden wird. Auch in Krefeld war das der Fall, wo die Gäste neun Strafzeiten bekamen – darunter einige sehr zweifelhafte. Nicht umsonst schrieb die „Eishockey News“, dass die Krefelder bei der Verteilung der Strafen „auf Wohlwollen stießen“.

Zwei Tage später gab es gegen Augsburg erneut Ärger, als der reguläre Treffer der DEG zum vermeintlichen 3:4 nicht zählte, weil auf dem Video nicht erkennbar gewesen sei, ob der Puck drin war. Zwar hatten die Schiedsrichter auf dem Eis auf Tor entschieden. Doch obwohl der Videobeweis diesen Eindruck nicht widerlegte, erkannten sie das Tor ab. Weil die DEG aber noch 5:4 gewann, war das nachher kein großes Thema mehr.

Anders sah das zwei Tage später gegen Mannheim aus, als es nach einer Rettungstat von Bernhard Ebner gegen Ronny Arendt Penalty gab. Den verwandelte Arendt zum entscheidenden 3:2. Bei der anschließenden Pressekonferenz musste sich Trainer Kreutzer schon arg zurückhalten, um nicht aus der Haut zu fahren.

Das gelang ihm am Sonntag in Nürnberg nicht mehr, als Niki Mondt bei einem Konter gefoult wurde, die Schiedsrichter aber weiter laufen ließen. Es wäre die Riesenchance zum 1:1 gewesen. Bei der nächsten strittigen Strafe gegen die DEG rastete Kreutzer aus. Erneut gab es eine Bankstrafe, die die Nürnberger zum 3:0 nutzten.

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