Auch Trainer Kreis spart nach der 1:2-Pleite gegen Frankfurt nicht mit Kritik.

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Sauer: Manager Lance Nethery (rechts) und Trainer Harold Kreis.

Sauer: Manager Lance Nethery (rechts) und Trainer Harold Kreis.

dpa

Sauer: Manager Lance Nethery (rechts) und Trainer Harold Kreis.

Düsseldorf. Das Foyer vor der Umkleidekabine der Düsseldorfer EG hatte sich eine Stunde nach Spielschluss fast schon geleert, als Manager Lance Nethery in den Katakomben des Rather Domes Dampf abließ.

Die 1:2-Niederlage der DEG gegen die Frankfurt Lions hatte den 52-jährigen Kanadier auf die Palme gebracht. "Sie müssen die Profis fragen, warum es im Angriff nicht läuft. Ein Tor gegen Hamburg, eines gegen Frankfurt, das ist nicht akzeptabel", sagte Nethery.

"Als einziges Druckmittel haben wir die auslaufenden Verträge." Und davon gibt es bei der DEG zum Saisonende genügend. Zu den Ausnahmen zählen Patrick Reimer, Rob Collins, Adam Courchaine und Brandon Reid, die noch ein weiteres Jahr in Düsseldorf bleiben werden.

Einmal in Fahrt gekommen, legte Nethery nach. "Die Mannschaft sucht sich nur die Rosinen aus, um gut zu spielen. Wie gegen Berlin oder Köln. Aber das tun die Zuschauer auch." Damit spielte er auf die niedrige Zuschauerzahl an. 3814 Besucher kamen, das ist DEG-Minusrekord in der Deutschen Eishockey Liga.

Auch einzelne Spieler nahm Nethery bei seinem Rundumschlag nicht aus. Mark Murphy war dabei die erste Zielscheibe. "Er wurde als Leistungsträger verpflichtet. Vergangene Saison in Augsburg hat er 19 Tore geschossen. Ihn muss man fragen, warum er nach 18 Spielen für die DEG gerade drei Mal getroffen hat. Ich werde mit der Mannschaft sprechen. Das wird auch Harold Kreis tun."

Düsseldorf vergibt leichtfertig zu viele Chancen

Der war nach der Pleite gegen Frankfurt ebenso angefressen. "Schießen ist unsere letzte Option. Das darf nicht sein. Ein weiteres Problem ist, dass wir in der Offensive keine Strafzeiten für den Gegner erzeugen. Dazu vergeben wir viele Chancen zu leichtfertig. Von diesen Dingen müssen wir uns schnell verabschieden."

Die Kritik kam bei Korbinian Holzer sofort an. Der junge Nationalverteidiger gehört noch zu den stabilsten Spielern. "Wir müssen die Scheibe schneller in die gegnerische Abwehrzone befördern. Je öfter wir schießen, desto besser. Es muss sich einiges an unserem Spiel ändern, damit wir wieder Erfolg haben", sagte der 21-Jährige. Die Fehler sind erkannt, jetzt sind die Eishockeyprofis gefordert.

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