Der Torhüter der DEG wechselt nach Wolfsburg und will dort die Nummer eins werden.

Jochen Reimer steht seit 14 Saisonspielen zwischen den Pfosten.
Jochen Reimer steht seit 14 Saisonspielen zwischen den Pfosten.

Jochen Reimer steht seit 14 Saisonspielen zwischen den Pfosten.

City-Press

Jochen Reimer steht seit 14 Saisonspielen zwischen den Pfosten.

Düsseldorf. Als Jochen Reimer am Donnerstag nach dem Morgentraining um 12.15 Uhr aus dem Besprechungszimmer von Lance Nethery kam, huschte ein Lächeln der Erleichterung über sein Gesicht.

Ein Viertelstunde später verkündete der Manager der DEG dann mit einer bitteren Miene, um was es bei der Unterredung gegangen war. "Jochen Reimer wechselt zur kommenden Saison nach Wolfsburg. Er sieht dort die Möglichkeit als Nummer eins zu spielen. Oliver Jonas wird dort aufhören."

Der 23-Jährige unterzeichnet einen Jahresvertrag mit Option

Für den 23-jährigen Torhüter der Metro Stars waren jedenfalls sportliche Gründe entscheidend. "Als junger Spieler will man weiterkommen und nicht die Nummer zwei sein. In Wolfsburg sind die Chancen zur Zeit jedenfalls größer", sagt Reimer, der vor drei Jahren aus Kaufbeuren nach Düsseldorf wechselte und bei den Grizzly Adams einen Jahresvertrag mit Option unterzeichnet hat.

Seit der Knieverletzung von Jamie Storr vor sechs Wochen ist der gebürtige Mindelheimer zwar die Nummer eins zwischen den Pfosten der Metro Stars, aber an Storr wird Reimer auf absehbare Zeit nicht vorbeikommen. Der Vertrag des 33-jährigen Kanadiers läuft bis 2010.

"Ich kann Jochen verstehen. Er hat sich in den drei Jahren bei uns gut entwickelt. Wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidung eines Spielers. Aber so ist das Geschäft. Spieler kommen, Spieler gehen", sagt Trainer Harold Kreis.

Die "Stimme der DEG", Volker Boix, wird einige Zeit nicht im Dome zu hören sein. Der Stadionsprecher muss sich einer Operation unterziehen. In der vergangenen Woche hatte sich Boix unwohl gefühlt und daraufhin eingehend untersuchen lassen. Hierbei wurden einige verengte Herzkranzgefäße festgestellt. Deshalb sollen bei dem Ratinger nun einige Bypässe gelegt werden. Die Operation erfolgt in der Uniklinik Essen. Anschließend muss Boix Reha-Maßnahmen durchlaufen.

In dieser Zeit wird Volker Boix durch Pascal Heithorn vertreten. Der 33-Jährige Familienvater ist Düsseldorfer und DEG-Fan. "Ich habe mit Volker Boix bereits zusammen moderiert, beispielsweise beim Ratinger Radrennen im vergangenen Jahr. Dabei habe ich ihn kennen- und schätzen gelernt. Ich werde versuchen, ihn würdig zu vertreten und wünsche ihm natürlich baldige Genesung und Rückkehr an seinen Stammplatz."

"Schade, dass ich im Saison-Endspurt nicht dabei sein kann. Wenn die Play-offs lange genug dauern, sitze ich vielleicht wieder am Mikrophon. Alleine schon deswegen sollten die Jungs das Finale erreichen. Ich wünsche Pascal viel Erfolg", sagt Boix.

"Ich erwarte, dass er sich jetzt voll und ganz auf seine Tätigkeit als Torhüter bei der DEG konzentriert." Der DEG-Coach vertraut deshalb auch im nächsten Heimspiel gegen die Freezers auf den 23-Jährigen. "Ich sehe keinen Anlass, im Tor zu wechseln, auch wenn Jamie Storr gegen Hamburg erstmals wieder auf der Bank sitzen wird."

Die kommenden Gegner der Metro Stars haben die Punkte nötig

Heute Hamburg, am Sonntag in Nürnberg und am Dienstag im Dome gegen Ingolstadt. "Alle Gegner haben die Punkte nötig"; sagt Harold Kreis. "Unsere gute Ausgangslage ist nur etwas wert, wenn wir die nächsten Spiele gewinnen." Hamburg und Ingolstadt können noch die Play-off-Qualifikation erreichen.

Nürnberg ist ein direkter DEG-Konkurrent auf den sechsten Platz, der die direkte Qualifikation für die Play-offs bedeutet. "Die frustrierende Niederlage gegen Kassel müssen wir abhaken und uns auf das nächste Spiel konzentrieren."

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