Das Team von Trainer Harold Kreis siegt mit 5:4 in Mannheim und macht weiter Boden gut.

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DEG-Jubel mit Brandon Reid, Mark Murphy und Adam Courchaine (v.l.).

DEG-Jubel mit Brandon Reid, Mark Murphy und Adam Courchaine (v.l.).

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DEG-Jubel mit Brandon Reid, Mark Murphy und Adam Courchaine (v.l.).

Düsseldorf/Mannheim. Die DEG ist nicht zu stoppen. Nach Verlängerung gewann das Team von Trainer Harold Kreis am Sonntagabend auch bei den hoch gehandelten Adlern Mannheim mit 5:4 (1:0, 0:2, 3:2, 1:0) und konnte damit vor 10.323 Zuschauern im neunten Anlauf endlich den ersten Sieg in der am 2.September 2005 eröffneten Arena von Dietmar Hopp feiern. Das viel umjubelte Siegtor gelang Brandon Reid mit einem Solo 68 Sekunden vor Ende der Extrazeit. Mit dem fünften Erfolg hintereinander festigte die DEG nicht nur ihren zweiten Tabellen-Platz, sondern verkürzte auch den Rückstand zu Spitzenreiter Eisbären Berlin auf jetzt nur noch zehn Punkte. Der amtierende Meister von der Spree kassierte nämlich gestern mit dem 3:4 gegen Hannover bereits die dritte Niederlage in Folge.

DEG kann die Verunsicherung der Adler anfangs nutzen

Besonders vor dem zweiten Teil des Wochenendes hatte Harold Kreis gewarnt. Denn nach dem 4:2 über die Iserlohn Roosters schien ein weiterer Erfolg bei den Adlern nur Formsache zu sein. Schließlich befinden sich die Greifvögel aus der Kurpfalz nach sieben Niederlagen in acht Spielen im Sturzflug. Selbst bei Kellerkind Straubing kassierte die Mannschaft von Trainer Doug Mason am Freitag eine 3:5-Pleite. "Mannheim ist dennoch ein Spitzenteam und wird seiner Favoritenstellung sicher noch gerecht werden", sagte Kreis vor der Partie und ergänzte: "Wenn sie anfangen, Erfolg zu haben, dann kommen sie in einen Lauf."

Im Moment aber sind sie alles andere als ein Spitzenteam, haben einen Negativ-Lauf, und die Verunsicherung der Hausherren darüber war zunächst bis unter den obersten Platz der Arena zu spüren. Die DEG musste gar nicht an ihre Leistungsgrenze gehen, um sich einige gute Gelegenheiten heraus zu spielen. Eine davon führte in einem wenig spektakulären ersten Drittel zur Führung. Einen Schuss von Patrick Traverse konnte Lukas Lang, der für den von einer Grippe geschwächten Stammtorwart Freddie Brathwaite den Adler-Horst hütete, nur abprallen lassen, und Mark Murphy beförderte den Puck ins Netz.

Doch im Gefühl der klaren Überlegenheit wurde die DEG nachlässig, lud den Gegner zu etlichen Torchancen ein, und es war nur eine Frage der Zeit, wann dies bestraft werden würde. Folgerichtig konnten die Adler das Spiel dann Mitte des zweiten Drittels durch die Treffer von Ahren Spylo und Justin Papineau binnen 140 Sekunden zu ihren Gunsten drehen.

Was folgte, war ein offener Schlagabtausch, in dem jede Mannschaft schon wie der sichere Sieger aussah. Dank Brandon Reid war es am Ende die Düsseldorfer EG.

MERC-Tor: Lang (Brathwaite); Abwehr: Pollock, Trepanier - Reul, Scalzo - Hedlund, Butenschön; Angriff: Arendt, Forbes, Kink - King, Methot, Robinson - Spylo, Papineau, Seidenberg - Martinec, Hackert, Beardsmore DEG-Tor: Aubin (Lange); Abwehr: Traverse, Bazany - Caldwell, Harrington - Holzer, Holland; Angriff: Kreutzer, Collins, Reimer - Courchaine, Reid, Murphy - Kaufmann, MacDonald, Joseph - Hofland, Tutschek, Hinterstocker

Schiedsrichter: Rick Looker (Neuss) Zuschauer: 10.323 Tore: 0:1 (12:19) Murphy (Traverse, Reid); 1:1 (32:57) Spylo (Butenschön, Hedlund), 2:1 (35:17) Papineau (Spylo); 2:2 (40:22) Kreutzer, 2:3 (51:13) Joseph (MacDonald, Kaufmann), 3:3 (54:49) Kink (Scalzo, Forbes), 4:3 (57:15) Papineau (Spylo, Pollock), 4:4 (57:32) Courchaine (Reid); 4:5 (63:52) Reid (4-4) Strafzeiten: Mannheim 8 - DEG 6

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