Sowohl die DEG als auch die Hamburg Freezers sehen sich für das siebte Viertelfinal-Spiel am Dienstag im Vorteil.

Eishockey
DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (links) und Freezers-Stürmer Adam Mitchell prägen mit ihren guten Leistungen und ihren Toren die Play-offs entscheidend mit. Dienstag geht es in die letzte und entscheidende Runde zwischen den beiden Viertelfinal-Kontrahenten.

DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (links) und Freezers-Stürmer Adam Mitchell prägen mit ihren guten Leistungen und ihren Toren die Play-offs entscheidend mit. Dienstag geht es in die letzte und entscheidende Runde zwischen den beiden Viertelfinal-Kontrahenten.

Witters

DEG-Verteidiger Bernhard Ebner (links) und Freezers-Stürmer Adam Mitchell prägen mit ihren guten Leistungen und ihren Toren die Play-offs entscheidend mit. Dienstag geht es in die letzte und entscheidende Runde zwischen den beiden Viertelfinal-Kontrahenten.

Düsseldorf. Vielleicht war es ja gar kein Zufall, dass es am Sonntag so gekommen ist. Unmittelbar nach dem fünften Viertelfinalspiel der Düsseldorfer EG am vergangenen Freitag bei den Hamburg Freezers hatte sich DEG-Trainer Christof Kreutzer an die Aufarbeitung der 2:4-Niederlage gemacht: „Wir müssen ein bisschen hungriger und bissiger sein für die Nachschüsse. Das machen die Hamburger vielleicht etwas besser“, hatte der 47 Jahre alte Eishockey-Trainer gesagt.

Zwei Tage später, beim umjubelten 4:3-Sieg der DEG im sechsten Spiel der Viertelfinalserie, hatte sein Team genau das verinnerlicht. Sowohl das Tor zum zwischenzeitlichen 3:1 durch Bernhard Ebner als auch der Siegtreffer von Alexander Preibisch fielen nur, weil die Düsseldorfer da hingingen, wo es wehtut, um die Nachschüsse kämpften und diese über die Linie brachten.

„Schöne Tore gibt es in den Play-offs nicht“, sagte Ebner und wirkte so, als könne er sehr gut damit leben, wenn sein Team auch am Dienstag (19.30 Uhr/Servus TV) im alles entscheidenden „Game 7“ in Hamburg mit einem „dreckigen Tor“ zum Erfolg kommen würde.

Dass die Düsseldorfer dazu in der Lage sind, bezweifelt auf Seiten der Rot-Gelben niemand. Nicht nach diesem Kraftakt am Sonntag, den die DEG überraschend überlegen gestaltet hatte, während die Hamburger ihre vielleicht schlechteste Leistung der vergangenen zwei Wochen gezeigt hatten. „Wir haben heute neue Kräfte aus dem Sieg gezogen. Das Momentum ist bei uns“, war sich der überragende Rückkehrer Stephan Daschner sicher. „Wir sind stark genug, der Druck liegt bei Hamburg“, sagte Kapitän Daniel Kreutzer.

Hamburg setzt auf Heimvorteil, laut der DEG gibt es den nicht

Doch es waren nicht nur die Düsseldorfer, die die Minuten nach dem packenden sechsten Spiel zu vollmundigen Kampfansagen in Richtung Konkurrenz nutzten. Auch die Hamburger wussten, dass so ein siebtes Spiel vor allem im Kopf entschieden wird: „Wir haben heute zu viele Fehler gemacht. Das stellen wir am Dienstag ab, gewinnen und stehen im Halbfinale“, sagte Torjäger Thomas Oppenheimer.

Ähnlich wie am Sonntag die DEG, können heute die Hamburger auf einen ihrer wichtigsten Verteidiger zurückgreifen: Kapitän Christoph Schubert, der während des Spiels wegen eines Checks gegen den Kopf von Daniel Kreutzer in die Kabine geschickt wurde, wird nicht gesperrt und ist für den siebten Vergleich spielberechtigt.

Der Liveticker vom Spiel der DEG am Dienstag startet um 19.10 Uhr:

wz.de/liveticker

Auch Trainer Serge Aubin schien nicht all zu geschockt zu sein von der lange Zeit kraftlosen Vorstellung seiner Mannen: Er sei überzeugt, dass sich das bessere Team am Ende einer Play-off-Serie über sieben Spiele durchsetze. Und wer das ist, war für Aubin klar: „Wenn alle am Dienstag ihre beste Leistung bringen, dann werden wir den Heimvorteil nutzen.“

Dass es eben jenen Heimvorteil in einem siebten Spiel nicht gibt, war wiederum auf Düsseldorfer Seite die einhellige Meinung. Schon vor dem Spiel hatten die DEG-Fans ein Plakat ans Plexiglas geklebt, auf dem genau das stand. Und hinterher schlug Daniel Kreutzer in dieselbe Kerbe. Wo man nach dem Spiel auch hinhörte, die großen Worte flogen nur so durch die Katakomben.

Shawn Belle entwickelt auf und abseits des Eises zum Leader

Einer, der dieser Tage ebenfalls viel spricht, ist Shawn Belle. Allerdings intern. „Er hat sich mit seiner Erfahrung als Leader in der Kabine hervorgetan“, lobt Trainer Kreutzer seinen wuchtigen Verteidiger, der sonst eher fürs Grobe zuständig ist. Dass er nun das 1:0 mit einem feinen Schlenzer in den Winkel erzielt hatte, machte Kreutzer umso mehr Spaß. Belle ließ seinen Worten Taten folgen. Wem das heute besser gelingt, der spielt ab Freitag im Halbfinale.

 

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